Mach die Augen auf. Fleischkonsum ist nicht normal! Meat Out 2009

Es stimmt schon, mit der Zeit wurde ich auch ruhiger was meinen Vegetarismus betraf. Am liebsten spreche ich gar nicht mehr darüber. Ich will darauf verzichten zu erklären, warum ich kein Fleisch esse. Ich esse einfach keins. Nein, auch keinen Fisch. das macht nämlich keinen Unterschied, ob Kuh oder Lachs.

Aber manchmal da will ich dann doch was sagen. Besonders wenn es eine so tolle Aktion wie das Meatout 2009 ansteht.

Im Rahmen der weltweiten MEATOUT Kampagne wird es am Samstag den 21. März ab 12 Uhr eine Gemeinschaftsaktion mit den Tierversuchgegnern Berlin und Brandenburg e.V. der Ortsgruppe des Vegetarierbundes Deutschland e.V. dem Netzwerk Nandu für Tierbefreiung, Ökologie und globale Gerechtigkeit, der Tierschutzpartei-Berlin und der Löffelrevolution geben. (Quelle: vegan berlin)

danilola stellt jeden Tag einen Song in seinen Blog und der Aktuelle hat es mir angetan.

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5 Gedanken zu “Mach die Augen auf. Fleischkonsum ist nicht normal! Meat Out 2009

  1. basti Sagt:
    März 20, 2009 um 2:35 bearbeiten

    mein kommentar zur diesem fleisch artikel
    klar essen wir zu viel fleisch und etwas mehr gemüse und obst tut mir sogar gut
    und ich esse gerne fleisch.
    aber ich habe was gegen dieses militante “esst kein fleisch mehr ”
    ich sehe das auch aus der sicht “wieviele arbeitsplätze hängen an diesem wirtschaftszweig”
    es sind millionen!!!!
    aber davon mal ganz abgesehen möchte ich auch kein öl ins feuer gießen
    ich finde jeder sollte ein bischen mehr derüber nachdenken was man isst und wo man es herbezieht.
    so und jetzt mach ich mir einen milchreis….

    danilola sagt:
    März 22, 2009 um 2:12 bearbeiten

    @ basti
    mit so einem beitrag gießt du sehr wohl öl ins feuer und ich habe gleich mal eine nachfrage: was genau meinst du mit “militant”?

    deine argumente für arbeitsplätze empfinde ich zu kurz und vor allem sehr einseitig gedacht. arbeitsplätze können doch kein argument sein mit dem du massenhaften tierquälereien rechtfertigen kannst. oder? die folgen der derzeitigen tierhaltung sind für das klima katastrophal und was nützen arbeitsplätze in einer zerstörten welt (leergefischte meere, gerodeter regenwald, …)?

  2. @basti ich weiß noch nicht so richtig in welchem Teil meines Beitrages du die für dich militante Forderung „esst kein Fleisch mehr“ findest. Und der Titel „Fleischkonsum ist nicht normal“ lässt sich dadurch stützen, dass „der Fleischkonsum seit den 50ger Jahren von ca. 22 bis in die 80ger auf bis über 60 kg pro Kopf gestiegen“ ist (Quelle: http://www.artenblog.de/klimakiller-massentierhaltung/15.html).
    Ganz abgesehen davon, dass Tiere zu essbaren Objekten degradiert werden (wer isst bitte schön seinen eigenen Hund) stellt die Massentierhaltung ein ernsthaftes Klimaproblem da.

  3. basti schreibt:

    Mit millitant habe ich wohl das falsche wort gewählt. Zur problematik der arbeitsplätze sehe ich das nicht zu einseitig da ich seit knapp zehn jahren in der lebensmittelbranche tätig bin und einen kleinen einblick darüber habe wieviel da dran hängt. Ihr habt natürlich recht das massentierhaltung ein riesen problem ist und unser umwelt schadet. Kann man diesen zustand ändern ? Ich glaube, nein ich weiß das wir (unsere generation ) dieses ,so leid es mir tut, nicht ändern können. Ich denke mal alles was in masse produziert, hergestellt oder gezüchtet wird ist für unsere umwelt schädlich. Die umwelt zerstörung ist eh nicht mehr aufzuhalten, ich muss nur mal im umkreis von einem meter mal um mich rum schauen und ich sehe so viele umweltsünden das einem schlecht werden kann. Oh jetzt bin ich vom eigentlichen thema etwas abgewichen. Nochmal zum fleischverzehr im allgemeinen und im speziellen. Grundsätzlich ist ja fleisch für mich nicht nur lecker sondern auch gesund. Das fleisch seit tausenden von jahren als nahrungsmittel dienen ist ja denk ich mal auch keine neuheit. Rechtferigen diese argumente von mir massentierhaltung ? NEIN ! Kann ich massentierhaltung verhindern und einen fairen umgang mit tieren erzwingen ? NEIN !Sollte ich mir gedanken darüber machen was ich an fleisch konsumiere ? JA !Abschließend möchte ich feststellen das in der heutigen zeit bei überbefölkerung und der luxus gesellschaft in der wir alle leben jeder sich an die eigene nase fassen sollte und nicht mit dem finger auf andere zeigen,auch ich werde mir weiterhin gedanken um diese thematik machen beim einholen und beim verzehr .

  4. @basti ich glaube, dass es sehr wohl möglich ist der Massentierhaltung etwas entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit ist schon mal auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten. Natürlich bin ich in diesem Moment häufig allein auf weiter Flur, doch wo anfangen, wenn nicht bei sich selbst. Wir stehen doch nicht einem System nicht ohmächtig gegenüber, wir sind Schaffer_innen und Erhalter_innen eines solchen Systems wenn wir einfach unsere Gewohnheiten nicht ändern.

    Du kannst auch den fairen Umgang mit Tieren nicht erzwingen, da hast du schon recht, aber könntest du es denn nicht fordern? Einfach so. Oder würde die Forderung nach einem fairen Umgang mit Tieren nicht auch bedeuten, dass wir sie nicht unter den Bedingungen allein für unseren übermäßigen Konsum halten und töten dürften? Das wäre wohl das Ende der Massentierhaltung und das Ende der schon erschreckend billigen Fleischprodukte. In den unzähligen Gesprächen über Vegetarismus habe ich feststellen müssen, dass viele Menschen diese Fairness für Tiere überhaupt nicht können wollen, weil sie sich sonst damit beschäfftigen müssten, dass mit dem Fleischverzehr der Tod eines Lebewesens zusammenhängt. Und wer kann schon sagen, dass es ethisch korrekt ist das Leben eines meist gesunden Tieres für die eigenen Freuden töten zu lassen. Die Gründe würde ich ja gerne mal hören.

    Deiner These, dass Fleischverzehr gesund ist, würde ich gerne mit diesem Zitat widersprechen: „Während man noch vor einigen Jahren glaubte, dass Fleisch wichtiger Bestandteil der Ernährung sei, weiß man heute: Das Gegenteil ist der Fall! Fleisch ist ein Genussmittel und für den Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. mitverantwortlich!“ (Quelle: http://www.fleisch-macht-krank.de/Fachartikel/Risiken_Fleischkonsum/Fleisch_Fachartikel_Risiken.htm)

  5. @basti
    sehr wohl hast du auch etwas in der hand, um an gesellschaftlichen entwicklungen etwas zu ändern. im jammern darüber, dass du NICHTS ändern kannst, vergisst du, dass du mit deinem verhalten (nahrung, mobilität, energie, …) ein teil des aktuellen umweltproblems bist. und wer soll daran etwas ändern, wenn nicht du selbst? hier ein drei vorschläge: beziehe ökostrom, führe einen fleischfreien tag ein, kaufe bioprodukte. das alles sollte nicht allzu schwer sein.

    du bist in der lebensmittelbranche tätig und weißt, wieviel daran hängt. was hängt daran? ein denken, dass nichtmenschliche tiere für menschliche tiere als rohstoffquelle zur verfügung stehen und was noch? was genau passiert deiner meinung nach, wenn weniger „fleischprodukte“ nachgefragt werden?

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