Auf Wiedersehen, Herr Westerwelle!

Gerade via Facebook und F!XMBR drauf gestoßen. Ein schöner und kurzer Kommentar über das Minderheiten-Bashing von Guido Westerwelle.

Was ist Minderheiten-Bashing? Das ist „eine Form von physischer oder verbaler Gewalt“ (Quelle: Wikipedia) die gezielt gegen Menschen eingesetzt wird, die in der Unterzahl sind und nicht die Möglichkeiten haben sich medienwirksam dagegen zu wehren. In diesem Fall sind es Hartz IV Empfänger_innen.

Was ist das Ziel von Minderheiten-Bashing? Das Ziel ist die gezielte Ablenkung vom eigenen Standpunkt um Missstände und unfaire Verhaltensweisen zu verschleiern um eine Vorteil (z.B. vor einer Wahl) zu bekommen. So lange mensch mit dem Finger auf andere zeigt, gucken viele nur in die Richtung des Fingers. Einen Lesetipp gibt es hier: „Der clevere Trick: Westerwelles Polemiken“

Was kann ich gegen Minderheiten-Bashing tun? Guck dir den Menschen an, der auf andere zeigt und überprüfe ob du es auch tust. Sei ehrlich zu dir selbst und frage dich, warum auf andere gezeigt wird.

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Vegan kochen. Nicht schwer und lecker.

Wenn ich mich vegan ernähren will, muss ich besser kochen können. Das habe ich an diesem Wochenende einfach mal geübt. Herausgekommen ist veganer Flammkuchen:

Veganer Flammkuchen

Veganer Flammkuchen!

Und eine vegane Pizza Hawai (Das Foto könnte besser sein) mit extra viel Häse:

vegane Pizza Hawai

Vegane Piza Hawai mit extra viel Häse 🙂

Vegan? Kein Ei, keine Milchprodukte, kein Fleisch! Nur Lecker!

Beide Rezepte stammen aus dem Buch von Attila Hildmann: http://www.attilahildmann.com/ Ein gutes Kochbuch für alle die sich unsicher sind, was sie denn nun kochen sollen, wenn ich mal zu Besuch komme 🙂

Kochbücher von Attila Hildmann

Kochbücher von Attila Hildmann

Beim Fleischessen geht es mitnichten nur um die eigenen Wünsche!

Ganz so einfach, wie es sich viele machen ist es leider nicht. Die reflexartige und meist negative Reaktion auf die Forderung nach einem verringerten Fleischkonsum lässt sich nicht mit „Ich kann nicht drauf verzichten“, „Der Mensch ist Fleischfresser“ oder „Fleisch ist gesund“ quitieren. Hier ein Lesetipp:

Insbesondere, wenn sich der Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 verdoppelt, so prognostiziert es die Welternährungsorganisation, haben wir ein Problem: Durch die »Veredelungsverluste« (aus viel Pflanzenmaterial wird wenig »Tiermaterial«) werden Freunde des saftigen Steaks mehr und mehr zu Nahrungskonkurrenten von hungernden Menschen.

Ist also die ständige Produktionsausweitung die Lösung? Sie ist zumindest unnötig, denn schon jetzt produzieren wir mehr als genug Lebensmittel für alle. Genauer: Die weltweit produzierten Kalorien reichen etwa für elf Milliarden Menschen. Trotzdem hat die Zahl der Hungernden kürzlich die Marke von einer Milliarde Menschen überschritten. Gleichzeitig wächst die Zahl der Übergewichtigen in den westlichen Ländern. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. (Weiterlesen bei der Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: Warum die Agrarindustrie die Welt nicht ernähren kann)

Unter dem Motto „Hinter dem Horizont gehts weiter“ sollten alle die, die regelmäßig Fleisch, Wurst, Milch und Eier verzehren darüber nachdenken, dass andere Menschen ein wirkliches Ernährungsproblem haben und wir einen großen Anteil daran haben. Von den ganzen anderen Problemen mal abgesehen.