Beim Fleischessen geht es mitnichten nur um die eigenen Wünsche!

Ganz so einfach, wie es sich viele machen ist es leider nicht. Die reflexartige und meist negative Reaktion auf die Forderung nach einem verringerten Fleischkonsum lässt sich nicht mit „Ich kann nicht drauf verzichten“, „Der Mensch ist Fleischfresser“ oder „Fleisch ist gesund“ quitieren. Hier ein Lesetipp:

Insbesondere, wenn sich der Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 verdoppelt, so prognostiziert es die Welternährungsorganisation, haben wir ein Problem: Durch die »Veredelungsverluste« (aus viel Pflanzenmaterial wird wenig »Tiermaterial«) werden Freunde des saftigen Steaks mehr und mehr zu Nahrungskonkurrenten von hungernden Menschen.

Ist also die ständige Produktionsausweitung die Lösung? Sie ist zumindest unnötig, denn schon jetzt produzieren wir mehr als genug Lebensmittel für alle. Genauer: Die weltweit produzierten Kalorien reichen etwa für elf Milliarden Menschen. Trotzdem hat die Zahl der Hungernden kürzlich die Marke von einer Milliarde Menschen überschritten. Gleichzeitig wächst die Zahl der Übergewichtigen in den westlichen Ländern. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. (Weiterlesen bei der Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: Warum die Agrarindustrie die Welt nicht ernähren kann)

Unter dem Motto „Hinter dem Horizont gehts weiter“ sollten alle die, die regelmäßig Fleisch, Wurst, Milch und Eier verzehren darüber nachdenken, dass andere Menschen ein wirkliches Ernährungsproblem haben und wir einen großen Anteil daran haben. Von den ganzen anderen Problemen mal abgesehen.

Schweinemast – hälst du das aus?

Eigentlich ist es eine einfache Frage. Hälst du es aus, dir die Umstände der Schweinemast anzusehen ohne Gewissensbisse zu bekommen? (via ÖsterreicherInnen haben Schweine zum Fressen gern)

  1. Befruchtung (kein Eber weit und breit)
  2. Schwangerschaft und Geburt (in viel zu kleinen Buchten)
  3. Verstümmlung der Schwänze, Abschleifen der Eckzähne (wenn wir ihnen schon nichts zu tun geben, sollen sie sich auch nicht verletzen…) und eine Hilflose Muttersau!
  4. Kastration ohne Betäubung (ohne Betäubung, das ist der Oberhammer)
  5. Ab in die Mast (Spaltböden, Stehen in der Scheiße, keine Beschäftigungsmöglichkeiten) 7 Monate nach diesem Ferienresortaufenthalt für Schweine geht es zum Schlachter

Und? Hast du dir die Bilder angesehen? Kannst du es aushalten oder verschließt du deine Augen davor? Das Projekt Pig-Vision gibt dir die Möglichkeit genauer hinzusehen.

Oder kannst du nur solche Bilder ansehen wie unter diesem Beitrag?

Mach die Augen auf. Fleischkonsum ist nicht normal! Meat Out 2009

Es stimmt schon, mit der Zeit wurde ich auch ruhiger was meinen Vegetarismus betraf. Am liebsten spreche ich gar nicht mehr darüber. Ich will darauf verzichten zu erklären, warum ich kein Fleisch esse. Ich esse einfach keins. Nein, auch keinen Fisch. das macht nämlich keinen Unterschied, ob Kuh oder Lachs.

Aber manchmal da will ich dann doch was sagen. Besonders wenn es eine so tolle Aktion wie das Meatout 2009 ansteht.

Im Rahmen der weltweiten MEATOUT Kampagne wird es am Samstag den 21. März ab 12 Uhr eine Gemeinschaftsaktion mit den Tierversuchgegnern Berlin und Brandenburg e.V. der Ortsgruppe des Vegetarierbundes Deutschland e.V. dem Netzwerk Nandu für Tierbefreiung, Ökologie und globale Gerechtigkeit, der Tierschutzpartei-Berlin und der Löffelrevolution geben. (Quelle: vegan berlin)

danilola stellt jeden Tag einen Song in seinen Blog und der Aktuelle hat es mir angetan.

Dopplemoral Weihnachten – Tod und Leben

Das Fest der menschlichen Liebe steht vor der Tür. Die ersten Anfragen nach Weihnachtsmann/frau Auftritten sind bereits eingetroffen. Tote Bäume stehen an jeder Ecke, werden in Netze gepackt und auf den Dächern der Kombis nach Hause gefahren. Na ja und dann ist da noch der Kalender – der weist unmissverständlich darauf hin.

Und … es gibt Gänse/Enten/Puten/Schweine/Kühe…. „Mmh lecker“ denken sich die einen,… die anderen leider nicht. Sie können nicht mehr denken, über ihr Leben reflektieren oder von Zukunft träumen. Sie liegen tot und zerhackt auf den Tellern mit Sauce, Klößen und Rotkohl.

Tot und zerhackt. Das klingt sehr viel grausamer als „im Ofen zubereitet“. Da vergeht einem ja glatt der Appetit. Also lieber „Zubereitung“ sagen. Dann muss ich auch nicht darüber nachdenken, dass vor mir ein totes/getötetes Lebewesen liegt. Ein Individuum sozusagen. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, ob es vielleicht massivem Stress ausgesetzt war oder ob es Angst hatte. Vielleicht war es auch traurig, wütend oder einfach nur hilflos. Zumindestens ist es tot. Es ist tot an Weihnachten. Das sind Tage an dem die Menschen dem Stress, der Angst, den traurigen und den wütenden Gedanken entgehen wollen. Sie wollen mit der Familie ihrer zugehörigen Gruppe von Indviduen doch nur besinnlich feiern. Niemand soll sterben – zumindestens niemand von uns Menschen.

Luitpold konnte Auguste nicht essen. Er hätte sie selbst töten müssen. Das konnte er nicht. Wie so viele es nicht könnten. Einem Leben ein Ende bereiten?! Kinder und Zuhörer_innen verstehen das. Doch niemand sagt, dass auch auf ihrem Weihnachtsteller eine waschechte Auguste liegt.

Ich bin traurig.

Es gibt keine Entschuldigungen, die den Verzehr von Fleisch rechtfertigen würden. Fleisch ohne Gesicht und ohne Mitgefühl kann mensch nicht entschuldigen mit Verweis auf andere Missstände in der Überflussgesellschaft. Das ist ein billiges Ablenkungsmanöver.

Ein Manöver um das an/zu Weihnachten getötete Lebewesen unsichtbar zu machen. Es wird zu Fleisch ohne Gesicht, ohne Geschichte, ohne Leben und ohne unser Mitgefühl.

Lasst es euch schmecken!