„Ich lebe jetzt in diesem Augenblick!“ (Sojun Ikkyu)

„Ohne Leiden keine Erleuchtung.
Ohne Schmerz kein Glück.
Und ohne Trauer keine Freude.

In weltlicher Begierde steckt Erleuchtung.

In jeder Laie steckt eine Buddha.

Das reine Land liegt mitten in dieser schmutzigen Welt.

So ist das Leben!
Das bedeutet es zu leben!

Wie die zwei Seiten eines Blattes kann es das eine nicht ohne das andere geben!

Erleuchtet werden und dann wieder den Leidenschaften verfallen,
den Leidenschaften verfallen und dann wieder erleuchtet werden.“

[Quelle: Sakaguchi, Hisashi: Ikkyu, Hamburg: Carlsen 2009.]

Ich verstehe nichts von dem und doch verstehe ich alles. Denn das Verständnis für diese Aussagen liegen bereits in mir. Das Miteinander mit euch  lässt mich wachsen und Dinge sehen, die vorher verborgen waren. Von alleine wachse ich nicht. Niemand tut das.

Ich lebe jetzt in diesem Augenblick!

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Voneinander Lernen: Miklos und Marius

🙂 Marius

Was ich gerade lese: Ikkyu (Manga, Teil 3). Endlich ist er da!

Ikkyu ist ein vierbändiges Meisterwerk von Hisashi Sakaguchi. Im Mangastil wir die Geschichte des Meisters Ikkyu erzählt. Im dritten Teil, in dem Japan immer noch noch von Kriegen und Aufständen gebeutelt ist, scharen sich die Bewunderer_innen um Ikkyu.  Sein Erzfeind Yoso  steigt zu einem einflussreichen Tempelmönch auf und macht ihm das Leben schwer.

„Der Buddhismus hat viele bedeutende Protagonisten hervorgebracht. Der schillerndste unter ihnen war der Zen-Meister Sojun Ikkyu, der im frühmittelalterlichen Japan lebte. Im krassen Gegensatz zur herrschenden Lehre suchte er Erleuchtung bei Frauen, im Alkoholgenuss und im Verzehr von Fleisch. Im heutigen Kutstatus genießt Ikkyu deshalb Kultstatus.“ (Quelle: Klappentext)

Leider bin ich schon bald wieder durch. Das war bei den ersten beiden Teilen auch schon der Fall. Misti! Hier die Links zu allen vier Teilen. Es handelt sich hierbei um einen absoluten Lesetipp. Echt!

Der Mönch und das Freudenmädchen,
so sitzen wir hier.
Vom Kosen und Küssen verzückt
fühl ich mich gewiss nicht wie im Höllenfeuer

Gedicht aus Ikkyus Feder