Hierarchische Darstellung in VuFind – ein Beispiel

Die Arbeiten an der neuen GReTA (VuFind) schreiten stetig voran.

Heute im Fokus: hierarchische Darstellung in VuFind an einem ausgewählten Beispiel.

Die Darstellung von Hierarchien in VuFind ist recht einfach. Die Datensätze müssen alle notwendigen Informationen enthalten und die Hierarchiefunktion in der Konfigurationsdatei (config.ini) muss auskommentiert sein. Soweit so gut.

Die eigentliche Herausforderung ist aber nicht die technische Realisierung sondern das Konzept hinter den Datensätzen. Was soll wie abgebildet und warum?

Letztlich ist das Ziel dieser Funktion, dass Nutzer_innen auf  Kontexte/Bezüge ihrer Suchergebnisse aufmerksam gemacht werden. Kurz gesagt: Die Nutzer_innen sollen nicht finden, sondern entdecken. Discovery Interface und so!

Ganz praktisch kann das dann so aussehen:

  1. Einzeltitel aus Sammelbänden oder Zeitschriften werden so angezeigt, dass weitere Einzeltitel auf einen Blick sichtbar werden (Screenshot 1 & 2)
  2. Ein Sammelband, der an einer bestimmten Stelle in der Aufstellungssystematik (ganz konkret im Regal) steht, steht dort nicht allein. Werke die ebenfalls in diesen Systematikpunkt eingeordnet wurden, können ebenfalls über die Darstellung ausgeben werden (Screenshot 3)

Diese Funktion gab es schon im alten GenderVu Katalog (vormals: Stöbern im Buchregal), wurde aber grundlegend überarbeitet.

Screenshot 1 – ein Sammelband bei dem die Einzeltitel sowie die übergeordnete Aufstellungssystematik angegeben ist.

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Screenshot 2 – ein Artikel aus dem oben genannten Sammelband. Der Kontext wird weiterhin angezeigt.

Auswahl_006Screenshot 3 – ein Punkt der Aufstellungsystematik. Dokumente, die dieser Systematik zugeordnet sind, werden in der Hierarchie dargestellt

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Tagcloud in VuFind

Im META Projekt arbeite ich gerade an der Weiterentwicklung des alten GenderVu Kataloges der Genderbibliothek. Es wird also für die Studierenden der Gender Studies in Berlin sowie allen Interessierten in absehbarer Zeit eine bessere, auf  VuFind 2.x  basierende, „GReTA“ geben. Es handelt sich aber nicht nur um eine Weiterentwicklung sondern vielmehr um einen Prototypen, bei dem verschiedene zusätzliche Funktionen eingebaut sind, die dann ebenfalls im META Projekt eingesetzt werden sollen.

Realisiert werden die einzelnen Projekte durch die Anpassung der drei entscheidenden Komponenten:

  • Datenlage
  • Technische Implementierung
  • Gestaltung
Heute will ich kurz einen Blick auf die Tagcloud (Schlagwortwolke) geben.
Screenshot einer ersten Version sder Tagcloud in VuFind

Screenshot einer ersten Version sder Tagcloud in VuFind

Coming soon: Meine Magisterarbeit geht in den Produktivbetrieb

vufind-logoMit meiner Magisterarbeit fing alles an. Der neue, als „GenderVu“ bekannte Onlinekatalog, ergänzte den älteren Onlinekatalogdienst, bekannt unter dem Namen „GReTA„. GenderVu lief bisher als Beta-Version und konnte GReTA aber bisher nicht endgültig ablösen. Ein Makel, wie ich finde.

Technik neu – Name bleibt.

Der alte GReTA Onlinekatalog, basierend auf dem FAUST iServer, und GenderVu, basierend auf VuFind 1.2, werden in nächster Zeit abgeschaltet. Der neue Katalog wird wieder GReTA heißen und auf VuFind 2.x basieren. Best of both worlds sozusagen.
Auch der neue GReTA/VuFind 2.x Katalog ist zu großen Teilen auf meinem Mist gewachsen – allerdings konsequent weiterentwickelt und mit einigen neuen Features, die es so bisher noch nicht gab. Auch von technischer Seite gibt es ebenfalls die passende Unterstützung.
In der nächsten Zeit werde ich an dieser Stelle über dieses Projekt berichten und die neuen Features vorstellen. Entstanden ist es aus einer Zusammenarbeit der ZtG und des META Projektes des i.d.a.-Dachverbandes. Alter und aktueller Arbeitgeber in einem Projekt!
Bis später.

Datensätze direkt einspielen – VuFind / Solr

Heute hatte ich endlich die Zeit und die Muße mich um ein besonderes Problem zu kümmern. Der Import von Daten im XML-Format gestaltete sich für mich bisher als etwas mühsam. Jeder Datensatz musste in einer eigenen Datei vorliegen. Bei dem eingebauten Importskript von VuFind wurde dann jede einzelne Datei eingespielt. Bei 50.000 Datensätzen handelt es sich um 50.000 einzelne XML-Dateien. Das war müßig.

Mit der Hilfe von Oliver Goldschmidt aus Hamburg habe ich jetzt endlich den Trick raus, wie ich die Daten aus einer einzelnen Datei einlesen kann, in der alle einzelnen Datensätze gespeichert sind.

Die Datensätze, die innerhalb einer XML-Datei gespeichert sind, können wie folgt in das System eingespielt werden:

/usr/bin/curl -d @result.xml 
http://localhost:4040/solr/biblio/update -H 
"Content-Type:text/xml; charset: UTF-8"

Die Daten müssen natürlich die richtige Form haben und die schema.xml Datei von SOLR muss entsprechend angepasst sein.

Vielen Dank an dieser Stelle nach Hamburg.

Kurzschau: VuFind Anwender_innentreffen 2013

wpid-IMG_20130916_130617.jpgDer erste Tag des VuFind Anwender_innentreffens 2013 liegt bereits hinter mir und ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Die Vorträge, Workshops und Gespräche am Rande sind sehr produktiv und unterhaltsam. Das Ganze ist hervorragend organisiert und lässt in dieser Hinsicht keine Fragen offen.

In meinem Eingangspost zu dieser Veranstaltung stellte ich mir ja die Frage, ob auch kleinere Projekte vertreten sind. Bisher ist mir noch kein kleineres VuFind Projekt begegnet. Es handelte sich bislang um Mitarbeiter_innen der großen Verbünden, Universitäten oder Rechnezentren.

Bei einem Lightning-Talk (bisher kenne ich dieses Format gar nicht) werde ich versuchen die Perspektive aus anders finanzierten Projekten mit in den Wahrnehmungsorbit zu schießen. Ich bin gespannt.

2. Deutsches VuFind Anwendertreffen 2013

VuFind Logo

VuFind Logo

Am Montag werde ich nach Hamburg zum zweiten deutschen VuFind Anwendertreffen nach Hamburg fahren. In der Technische Universität Hamburg (TUHH) findet dieses zweitägige Treffen mit Anwenderinnen und Anwendern der Software VuFind statt.

Es wird Vorträge und Workshops mit den Menschen geben, die VuFind bereits in ihren Einrichtungen einsetzen. So wie es aussieht, handelt es sich hierbei um größere Player. Soll heißen um Menschen, die in großen bibliothekarischen Einrichtungen arbeiten und die Software verwalten & gestalten.
Ich für meinen Teil reise zum einen als technischer Mitarbeiter der Genderbibliothek an, weil ich im Rahmen meiner Magisterarbeit bereits sehr intensiv mit VuFind gearbeitet habe, und den Katalog noch immer betreue:
Zum anderen reise ich als technischer Mitarbeiter von META (Metadatenbankprojekt) des i.d.a.-Dachverbandes an. Auch hier ist der Einsatz von VuFind eine favorisierte Option und bereits im internen Test.
Ich bin gespannt welche Erfahrungen und Eindrücke ich wieder nach Berlin mitbringe. Besonders interessant finde ich aber die Frage ob auch kleinere Projekte, wie meine Anwesend sein werden und wie ich den Input für diese Bereiche nutzen kann.