Beim Fleischessen geht es mitnichten nur um die eigenen Wünsche!

Ganz so einfach, wie es sich viele machen ist es leider nicht. Die reflexartige und meist negative Reaktion auf die Forderung nach einem verringerten Fleischkonsum lässt sich nicht mit „Ich kann nicht drauf verzichten“, „Der Mensch ist Fleischfresser“ oder „Fleisch ist gesund“ quitieren. Hier ein Lesetipp:

Insbesondere, wenn sich der Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 verdoppelt, so prognostiziert es die Welternährungsorganisation, haben wir ein Problem: Durch die »Veredelungsverluste« (aus viel Pflanzenmaterial wird wenig »Tiermaterial«) werden Freunde des saftigen Steaks mehr und mehr zu Nahrungskonkurrenten von hungernden Menschen.

Ist also die ständige Produktionsausweitung die Lösung? Sie ist zumindest unnötig, denn schon jetzt produzieren wir mehr als genug Lebensmittel für alle. Genauer: Die weltweit produzierten Kalorien reichen etwa für elf Milliarden Menschen. Trotzdem hat die Zahl der Hungernden kürzlich die Marke von einer Milliarde Menschen überschritten. Gleichzeitig wächst die Zahl der Übergewichtigen in den westlichen Ländern. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. (Weiterlesen bei der Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: Warum die Agrarindustrie die Welt nicht ernähren kann)

Unter dem Motto „Hinter dem Horizont gehts weiter“ sollten alle die, die regelmäßig Fleisch, Wurst, Milch und Eier verzehren darüber nachdenken, dass andere Menschen ein wirkliches Ernährungsproblem haben und wir einen großen Anteil daran haben. Von den ganzen anderen Problemen mal abgesehen.