Soft Highfall oder meine Freundin die Matte

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Schritt für Schritt

Ich komme eben von meinem Einzeltraining mit der Matte. Wie ich bereits angekündigt hatte, ist ein Projekt von mir das weiche Fallen zu erlernen. Der Vorteil an dieser Art des Fallens ist die verminderte Erschütterung im Beckenbereich auch aus höheren Höhen. Also rauf auf die Matte und Freundschaft schließen.

Die Schwierigkeit für mich ist dabei, die alten Gewohnheiten des hohen Fallens aus meinem Kopf zu bekommen. Sie unterscheidet sich meinem jetzigen Wissensstand nämlich an einem wichtigen Punkt. Die weiche Version ist eine Rolle und die harte Version gleicht einem Überschlag. Bei der einen Version steht man gleich wieder auf (Rolle), bei der anderen bleibt man liegen (Überschlag). Nur wie bekommt man da eine Rolle hin?

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Ich bin mir nicht sicher ob ich eben sowas wie einen Durchbruch gehabt habe. Ich habe viele Vorübungen gemacht, wegen der Freundschaft und so, und habe mich dann mit einer Matraze an die ganze Bewegung getraut. Damit wird die Bewegung so schön abgedämpft, dass ich auch oft Fehler machen kann. Und ich mache oft Fehler!

Für meine linke Seite, die Ungewohnte, musste ich mir mehr Zeit nehmen und siehe da, hier waren keine Schranken im Kopf. Auf dieser Seite konnte ich ganz von vorne beginnen und einen eigenen Weg finden. Und wenn ich mich nicht irre habe ich diesen auch gefunden. Jetzt werde ich weiterüben und dann versuchen das Ganze in eine erlernbare Form zu bringen.

Puhhhh.

Mein Aikidoprojekt: Ukemi on- und offline!

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Let's Try

Heute morgen kam mir eine Idee. Viele Aikidokas würden gerne fallen können. Diesen Wunsch kenne ich von mir und aus vielen verschiedenen Dojos. Nicht umsonst war wahrscheinlich der Fallschullehrgang von Fabian Horn (3.Dan) aus dem Aikido Dojo Augsburg so gut nachgefragt.

Nun zu meinem Projekt:

Meine Fallschule ist eigentlich ganz ordentlich. Vorwärts- und Rückwärtsrolle sind ok. Einen hohen Highfall bekomme ich auch hin. Mit dem sanften Highfall habe ich allerdings noch meine liebe Not und einen Ushiro Otoshi (das ist die Technik wo der Kopf bleibt wo er ist und die Füße weiterlaufen…) bekomme ich noch gar nicht hin.

Nun gibt es verschiedene Gründe warum es nicht so klappt, wie es soll. Beim sanften Highfall habe ich von Anfang an den Fehler gemacht, dass ich dachte, ich müsse ja nur wissen wie der geht und schon ist die Sache geritzt. Stimmte aber nicht. Nichts war geritzt. Ich probierte es gleich von oben und landete in regelmäßigen Abständen unsanft auf der Schulter. Das passiert mir auch jetzt noch ganz gerne.

Ich musste also einsehen, dass ich für diese Art des Fallens einfach nicht gemacht war… oh moment….

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Ich musste also einsehen, dass ich noch nicht die richtige Methode gefunden hatte, sanft zu fallen. Viel Besser 🙂

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Jetzt aber ganz konkret zum Projekt:

Ich werde versuchen die Anleitungen auf Youtube, die für eine gute Fallschule nötig sind, zu kopieren, zu üben und zu meiner Gewohnheit werden zu lassen (der normale Weg des Lernens also). Wenn ich eine Stufe abgeschlossen habe, werde ich das Ganze filmen, online stellen und zur nächsten Übung weitergehen.

Ihr habt nun die Möglichkeit mitzufiebern oder mitzumachen.

Vielleicht entsteht daraus ja eine gute Fallschule oder ein Seminar. Warten wir es ab.  Ich freue mich auf ein schönes Projekt. LG Mari*us

3 Monate bis zum sanften Highfall

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An der Eleganz arbeite ich noch 🙂

Der heutige Tag hatte es in sich. Nach dem Morgentraining mit Sensei ging es auf den dritten Berg der Umgebung. Leider war die Aussicht so unfilmisch, dass sich ein neues Ausblicksvideo nicht gelohnt hätte. Bei besserem Wetter mache ich mich auf die Socken und kompletiere meine kleine Ausblickssammlung auf Baden und Ennetbaden.

Danach ging es in die Therme. Warmes Wasser in rauen Mengen, eine Düsenstraße (alle anderthalb Meter eine neue Düse auf einer anderen Höhe) und ein angewärmtes Handtuch zum Schluss, runden die Sache ja sowas von ab, dass ich mich schon auf den nächsten Besuch freue.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Das Kindertraining war wie immer ein Spaß (hatte ich schon erwähnt, dass sich die Kinder in Ennetbaden und Berlin nicht sonderlich unterscheiden, wenn sie mit Freude bei der Sache sind… 🙂 ) und das anschließende Training eine gute Möglichkeit, Rosmarie Sensei bei der Vermittlung von Aikido zu erleben.

Mit Mike habe ich den Plan (also bis jetzt hieß es nicht „Plan“ aber ich denke, dass es einer ist) dass er in den drei Monaten, in denen ich hier im Aikido Dojo Ennetbaden bin, einen sanften Highfall auf die Matte bringt. Heute haben wir uns eine mögliche Basisübung angesehen und in den nächsten Einheiten folgen Weitere.

Morgen mehr. Jetzt ins Bett.

LG, mari*us

Ukemi?! Das kriegen wir hin!

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hoch fliegen - weich landen

Ein Thema, dass mich seit jeher in meiner Kampfkunstzeit begleitet hat, ist Ukemi Waza. Dabei handelt es sich um die Kunst richtig zu Fallen. Ich habe vor knapp 11 Jahren begonnen und meine Fallschule geht auf eine unzählige Judowürfe und weichen Matten zurück. Später konnte ich die erlernten Fähigkeiten auch bei den sogenannten „Highfalls“ im Aikido umsetzen.

Diese Art zu fallen ist sehr kompromisslos und bei weitem nicht so schonend für den Körper wie eine stinke normale Vorwärts- oder Rückwärtsrolle. Außerdem sieht es spektakulärer aus und macht mir riesigen Spaß. Bei einigen Male bei denen ich Uke bei Aikidomeister_innen sein durfte, war es auch sehr nötig gut fallen und eben nicht nur rollen zu können.

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Weiche Landung...?!

Mit Kayla Feder Sensei (6.Dan) kam eine Aikidomeisterin auf die Matte, die schon sehr viel sehr hoch gefallen ist und nun auf eine sanftere Methode des Fallens umsteigt. Immer noch hoch, immernoch spektakulär aber nicht so belastend für die Hüften. Ich habe ein bisschen durch Youtube gestöbert und stelle ein paar Videos vor, die für eine sanfte Fallschule hilfreich sein können.

Wenn mir was gefällt, werde ich es sicher ausprobieren und euch sagen, ob es funktioniert. Wenn ihr eigene Erfahrungen damit macht, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Heute Basics: „Meeting the Mat“ (Sehr schönes Anfänger_innenvideo in englischer Sprache)

Youtube Direktlink

Warum Aikido? (noch 5 Tage)

CC Aikido master via flickr von Matteo.Mazzoni

CC "Aikido master" via flickr von Matteo.Mazzoni

An der Überschrift habe ich jetzt ne ganze Weile gesessen. Eigentlich sollte sie mehr transportieren, was besseres wollte mir aber einfach nicht einfallen.

Was Aikido für die vielen unterschiedlichen Aikidokas bedeutet, kann ich nicht sagen. Sie sind aus dem unterschiedlichsten Gründen auf der Matte, haben unterschiedliche Lieblingstechniken und bevorzugen verschiedene Lehrmethoden.

Wie die Antworten auf die Frage „Warum Aikido?“ für mich lauten, will ich hier kurz erklären.

Aus welchem Grund trainierst du Aikido? – Weil alle mitmachen können!

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Werfen oder geworfen werden. Eine Frage der Perspektive.

Ich trainiere Kampfkünste seit 1998. Länger noch als Aikido trainiere ich I-SHIN. Dort habe ich neben den klassischen Karatetechniken und Schlag und Tritttechniken eine Leidenschaft fürs Werfen entwickelt. Ich bin knapp 1.80m groß und wiege 86kg. Mir fiel es also meistens sehr leicht zu werfen.

Noch mehr Spaß machte mir allerdings das geworfen werden.  Im Aikido kommen nun mehrere wichtige Sachen zusammen. Ich will schwerere und leichtere Aikidokas werfen und und von ihnen geworfen werden. Das System im Aikido erlaubt das in einem sehr großen Maße. Das ist doch ein guter Grund, oder? 🙂

Lieblingstechnik? – Ukemi!

Ukemi Waza bedeutet soviel wie die Technik (Waza) des Fallens (Ukemi). Es gibt mehrere Möglichkeiten im Aikido zu fallen. Eine einfache Variante ist die Vorwärts oder die Rückwärtsrolle. Diese muss lange und intensiv geübt werden um Verletzung vorzubeugen.

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Fotomontage Studie "Highfall" mit Shihan Bill Witt und mir 🙂

Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte „Highfall“. Wie der Begriff schon sagt, fällt man dabei aus einer größeren Höhe und kann dabei nur schwer Rolle ansetzen. In der Luft, muss man sich ein eine Position bringen, die für dein eigenen Körper so ungefährlich wie möglich ist. Ich habe nach langer Suche einen Weg gefunden (nicht erfunden!) auch aus großer Höhe eine Rolle zu machen. Als ich in Dresden war, wollte es leider noch nicht klappen und ich hielt mich für unfähig. Danke an dieser Stelle an Christoph, der es geschafft hat, mir diese Art des Fallens näher zu bringen.

Lehrmethoden? – Viele Wiederholungen bei viel Bewegung!

Der Aikidokinderklasse habe ich letzten Donnerstag verraten, wann mir Aikido am meisten Spaß macht. Was ich persönlich mag sind viele Wiederholung bei viel Bewegung. Ich bevorzuge kurze Erklärungen und die Möglichkeit das Gesagte umzusetzen. Üben > Erklärung > Übung > Nächste Technik. Hier finde ich eine Mischung aus statischen Anfangssituationen mit Übergang zur Technik in Bewegung sehr schön.

Video: Saito Sensei hat höher geworfen als viele andere. Seine Ukes brauchten ein gutes Ukemi. Und glaubt mir mal, wenn ich sagen, dass es besser für dich ist, wenn du so hoch fällst. Wirklich!

Video: unter dem Motto: „Um so schneller sie kommen um so härter werden sie fallen“. Schöne Fallschule und etwas sanfter als im ersten Film.