Heute ist ja schon Mittwoch

Und dieser Mittwoch wird es in sich haben. Die ersten Trainings von 7.30 – 8.30 Uhr und 9 – 10 Uhr liegen bereits hinter uns. Ich musste dann aber eine Auszeit nehmen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Heute Abend geht es dann mit einem Kindertraining und einer Trainingseinheit mit Prüfungen weiter. Vielleicht passt nach dem Mittagsschlaf (den ich wirklich nötig habe) noch eine Einheit mit Miklos dazwischen 🙂

Aikibrüder Miklos und Marius

Miklos und Marius

So viel Training gab es lange nicht und ist nur in speziellen Umgebungen möglich. Alles muss darauf ausgelegt sein, dass genug Ruhephasen dabei sind und dass wir uns gesund ernähren. Diese eine Woche ist genau dafür gedacht.

Jetzt mache ich erstmal eine Pause und dann wird gekocht.

Mari*us

[Uchi-Deshi] Mari*us fährt in die Schweiz

Morgen geht es für mich wieder in die Schweiz. In Ennetbaden werde ich mich eine Woche intensiv auf meinen zweiten Schwarzgurt im Aikido vorbereiten.

Ich freue mich sehr die Menschen wiederzusehen, die mich die drei Monate meines Uchi-Deshi Aufenthaltes begleitet haben.

Aufgeregt bin ich natürlich auch. Rosmarie Sensei holt mich vom Flughafen ab und dann geht es mit der richtigen Musik zum einkaufen. Am Samstag findet dann gleich eine Budoshow in Baden statt, bei der ich glücklicher Weise mitwirken darf.

Hach toll! Mari*us

Es fühlt sich an wie Endspurt

Entenstart

Einfach mal mit den Flügeln schlagen...

Jetzt noch eine Kindereinheit und eine Erwachseneneinheit und dann war es das mit meinem Training hier im Aikidodojo Ennetbaden. Die letzte Woche war und ist sehr intensiv. Einen ersten Abschluss wird es beim Seminar in Rottweil geben. Dort werden wir zu zehnt anreisen um zu trainieren, zu sein und Miklos beim Shodantest zu unterstützen.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie “uchideshi09″

Am Freitag geht es um 15 Uhr los nach Rottweil. Training ist am Freitag, Samstag und Sonntag. Dann geht es zurück nach Ennetbaden, kurzes Durchatmen und weiter ins Tessin zur Uchidechiwoche. Wir werden wandern, die Natur genießen, sein und Waffentraining machen. In dieser Zeit werde ich nicht zum direkten Bloggen oder zum Email beantworten kommen.

Am Freitag, den 10. Juli, geht es zurück nach Ennetbaden. Sachen packen. Am Samstag, den 11. Juli, um 16 Uhr werde ich diesen Abschnitt meines Lebens mit einem Flug nach Berlin beenden.

Ich kehre nicht in die Realität zurück, weil ich sie nie verlassen habe. Ich komme nicht als der zurück, der Berlin vor drei Monaten verlassen hat. Ich bin immer noch Mari*us so wie ihr ihn kennt, nur anders!

Liebe Grüße,
mari*us

Abschied und Ankunft

Die Insel

Blick vom Dojo auf die Insel - unser Waffentrainingsplatz

Heute war Palomas letzter Tag im Aikidodojo Ennetbaden. Sie war eine sogenannte Schnupper-Uchi-Deshi und blieb nur für drei Tage. Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin froh sie kennengelernt zu haben.

An ihr habe ich auch die Methode des sanften Fallens ausprobiert. Ich hoffe, dass sie ein paar Anregungen mit nach Heidelberg nehmen wird. Das war der oben beschriebene Abschied.

Angekommen ist heute mein Sommergefühl. Die Sonne scheint ganz wunderbar und die Temperaturen klettern. Den Winter habe ich verabschiedet. Auch wenn es nochmal kalt werden sollte, nenne ich das einen kalten Sommertag. Muhahaha!

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Das Waffentraining auf der Insel ist einfach großartig bei diesen Bedingungen. Und sowieso ist das Training ganz großartig. Im Moment bin ich sehr glücklich über alles.

07.05.2009

Blick vom Dojo auf die Limmat - Leben am Fluß

Zu meinem Geburtstag schenk ich euch einen Uchi-Deshi Bohnensalat (Rezept#3)

CC Beautiful beans von net_efekt

CC "Beautiful beans" von net_efekt

Melodie summen…. Weil ich heut‘ Geburtstag hab‘ , da hab ich mir gedacht, ich mache euch nen leckren Bohnensalat, weil euch das Freude macht :)… Nagut, die Stelle mit dem Bohnensalat lässt sich schlecht singen aber was solls. Heute gibt es das Rezept für den Salat, den wir hier im Dojo liebevoll als Uchi-Deshi Salat bezeichnen. Da Rezept ist von meiner tollen Mitbewohnerin Rosalia. Dort hieß er bislang WG-Salat. Ihr könnt ihn gerne nennen wie ihr wollt.

Solltet ihr das Rezept ausprobieren, würde ich mich über einen Kommentar von euch freuen. Ich werde ihn heute für meine kleine Geburtstagsfeier im Dojo zubereiten. Dazu gibt es Brot, Sake und Bier. Ich werde schon 27 Jahre alt. Hui!

Rezepte die derzeitig im Uchi-Deshi Kochbuch stehen und ich bereits im Blog veröffentlicht habe, seht ihr hier:

Heute: Uchi-Deshi Bohnensalat (für zwei Personen die ordentlich Hunger haben)

Hinweis: Serviert wird der Salat mit getoastetem Brot (Magarine, Salz, Pfeffer – whatever you like). Denkt bitte daran die Bohnen zu waschen, bevor ihr sie in den Salat macht. Schneiden könnt ihr das Gemüse wie es euch beliebt. Habt ihr noch ein wenig Reis übrig, dann rein damit.

  • 500g rote Bohnen (Kidney Bohnen in Deutschland, Indianerbohnen in der Schweiz)
  • 250g Mais
  • eine Paprika (in der Schweiz als Peperoni bezeichnet. Ist ganz wichtig! Megawichtig! Wenn ihr keine habt, macht den Salat einen Tag später)
  • eine Zwiebel
  • Dressing (1 TL Senf, 1 TL Marmelade/Pflaumenmus, Salz, Pfeffer, ordentlich Olivenöl und Balsamico Essig )
  • wenn ihr alles geschnitten und angerührt habt, umrühren und fertig!

Liebe Grüße,
mari*us

043taisai_04-09.jpg

Grinsebacke 🙂 die ganz frech auf ihren eigenen Geburtstag hinweist. Das ist ja so unglaublich geschickt und durchsichtig. Muhahahahaha!

Update Fotos: Rückblick auf das „3 Shihan Aikidoseminar“ in Giaveno (Italien)

Am 24. April machte sich eine kleine Aikidogruppe um Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) auf die Reise nach Italien. Genauer gesagt, ging es nach Giaveno in der Nähe von Turin. Dort veranstaltete die „Takemusu Aikido Association  Italy“ ein Taisai mit dem 3 Shihans Bill Witt, Ulf Evenas und Paolo Corallini.

044taisai_04-09.jpg

v.l. Miklos, Ursula, Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan), Paolo Corallini Sensei (7.Dan), Bill Witt Sensei (7.Dan), Ulf Evenas Sensei (7.Dan), Marius, Mike, Bogdan

Unsere Reise begann um neun Uhr morgens, da das erste Training bereits um vier Uhr stattfinden sollte. Wir also rein in die Autos und der Sonne entgegen. Leider hat in Italien noch niemand Bescheid gegeben, dass jetzt Frühling ist. Also nichts mit Sonne, sondern Kälte, ein bisschen Schnee und Regen. Ich wollte mir erst noch kurze Hosen anziehen, habe dann aber in einem Anflug von Vernunft doch noch Jeans angezogen. Gute Idee!

Nach einer längeren Fahrt durch die Alpen und einem Zwischenstopp in einem Restaurant (alle Bewertungen dieses Restaurants würden negativ ausfallen – also verzichte ich lieber darauf), kamen wir gerade pünktlich um vier Uhr zur ersten Trainingseinheit an. Also raus aus den Autos, rein in die Aikidoklamotten und rauf auf die harte Matte.

039taisai_04-09.jpg

So viele Aikidokas...

Alle vier Trainingseinheiten (Freitag, 2x Samstag, Sonntag) dauerten jeweils 3 Stunden und wurden immer in der gleichen Reihenfolge gehalten. Den Anfang machte Bill Witt Sensei, danach kam Ulf Evenas Sensei und zum Schluss Paolo Corallini Sensei. Ich hatte das Glück ziemlich oft Uke für Bill Witt Sensei seien zu dürfen, da er mich ja schon von vor einem Jahr kannte.

030taisai_04-09.jpg

Kosa Dori Iriminage - Bill Witt Sensei und ich als Uke

Die Technikaufteilung über die Tage war recht einfach. Taijutsu (Techniken ohne Waffen) wurde am Freitag komplett von allen und am Samstag und Sonntag von Bill Witt Sensei unterrichtet. Ulf Evenas Sensei und Paolo Coralini unterrichteten am Samstag Bokken (Holzschwert) und am Sonntag die 31 Jo Kata.

035taisai_04-09.jpg

Ausschnitt aus dem gemeinsamen Gruppenfoto

Den Freitag Abend verbrachten wir als Schweizer Reisegruppe gemütlich in einem Ristorante, gingen nicht sonderlich spät ins Bett und standen Samstag Morgen um neun bereits wieder auf der Matte. Am Samstag gab es nach dem Training ein Feier in einem großen Saal. Es gab gefühlte 35 Vorspeisen die dann in weiteren gefühlten 34 Hauptspeisen mündeten. Wein und Brot standen sowieso immer auf dem Tisch. Sehr lecker und sehr amüsant. Mit unseren italienischen Tischnachbar_innen stießen wir um die 13 mal an. An diesem Abend gingen wir nicht so sehr früh ins Bett.

Fazit

Das Seminar war einfach ganz großartig. Bill Witt Sensei nach einem Jahr wiedersehen zu können war wiklich schön. Unter Ulf Evenas Sensei und Paolo Corallini zu trainieren war umwerfend (im wahrsten Sinne). Mit den Aikidokas aus dem Aikidodojo Ennetbaden zu verreisen war eine echte persönliche Bereicherung. Ich habe viel für mich mitgenommen und eine ganze Menge neues gelernt. Ich bin wirklich froh diese Möglichkeit gehabt zu haben.

Die Bilder gibt es morgen oder vielleicht noch heute Abend. Jetzt gehts auf alle Fälle erst mal wieder auf die Matte. Heute startet nämlich wieder das Kindertraining.

Trainingsbetrieb aufgenommen. Tolles Training!

Nachtlimmat

Der Blick von der Dojoinsel bei Nacht

Für alle die sich bei der Überschrift etwas Sorgen um mich machen, sei gesagt, dass ich es ruhig angehen lasse. Nach meiner längeren Pause ist meine Kondition sowieso nicht so weit, dass ich bereits jetzt voll loslegen könnte. Allerdings habe ich bereits mehr trainiert als im gesamten März. Das ist auch nicht schwer, denn im März hatte ich überhaupt nicht trainiert.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Am Montag, dem Tag meiner Ankunft, habe ich am ersten Training teilgenommen. Geleitet wurde es von Sempai Ursula (1.Dan). In der ersten Stunde war Waffentraining an der Reihe. Wer sich etwas mit dem Iwama-Ryu Aikido auskennt, dem wird es vielleicht etwas sagen, dass wir die fünfte Kumi Tachi geübt haben. Zur Erklärung, für alle die sich nicht mit dem Aikido auskennen, habe ich ein Video von Sensei Stephanie Yap (5. Dan) verlinkt, die die fünfte Kumi Tachi vorführt. Das ist besser als alle Erklärungen. Zum Video auf Youtube

Auf dem eingebetteten Video ist Saito Sensei während der fünften Kumi Tashi zu sehen. So schnell gehts bei mir noch nicht 🙂

Das anschließende waffenlose Training, dass ebenfalls von Sempai Ursula geleitet wurde, befasste sich mit Grundtechniken aus dem Prüfungsprogramm zum 2.Kyu. Insgesamt ist das Training sehr unterhaltsam. Ganz ohne Unterhaltung, ohne lange Erklärungen. Das Einüben der Techniken steht hier im Vordergrund. Auch bekommt man genügend Platz die Techniken häufig zu wiederholen. Das gibt mir die Möglichkeit mich auszuprobieren und zu lernen. Ich bin wirklich begeistert. Vom Training und von den Aikidokas auf der Matte. Es herrscht eine entspannte aber konzentrierte Atmosphäre, die das Üben miteinander sehr erleichtert. Ich fühlte mich gleich im ersten Training sehr angekommen. Danke schon mal für die freundlich Begrüßung.

Heute ist es aber bereits Mittwoch und ich habe schon ein paar weitere Trainingseinheiten hinter mir. Ich habe in den letzten beiden Tagen mir Rosmarie Sensei trainiert und an ihrem Training teilgenommen. Ich habe als Uchi-Deshi das Glück morgens mit Sensei ganz alleine trainieren zu können. Hier kann ich ganz einfach Schüler sein und mich auf das Lernen, Gucken und Erfahren von Aikido konzentrieren. Heute haben wir bereits auf der Insel trainiert. Inzwischen frühlingt es nämlich auch hier.

Das Kindertraining, das am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag stattfindet, war ebenfalls sehr erfrischend. Einen Unterschied zwischen den Kindern in Berlin und hier in der Schweiz gibt es allerdings nicht. Das hätte ich auch nicht erwartet aber man kann ja nie wissen oder 🙂 Ich habe bereits nach einer Trainingseinheit neue Dinge dazugelernt, die ich nach Berlin mitnehmen werde. Heute geht es weiter. Ich bin gespannt.

Eines kann ich nach zwei Tagen bereits sagen. Eine Reise ins Dojo Ennetbaden lohnt sich. Die Atmosphäre ist freundschaftlich und fokussiert aufs Aikido. Es ist herrlich unaufgeregt. Ich schätze das sehr.