Zitat – Sandra Harding

Old computers

Image by eurleif via Flickr

Gerade gelesen und für passend befunden:

Wir müssen damit beginnen, diese wissenschaftlichen Auseinandersetzungen nicht länger als einen Prozess zu verstehen, in dem Probleme benannt werden, um sie aus der Welt zu schaffen, sondern sie statt dessen als Gelegenheiten zu begreifen, um bessere Fragen zu stellen als die, von denen wir ursprünglich ausgegangen sind. (Sandra Harding)

In meiner derzeitigen Studienarbeit beschäftige ich mit dem Internet und Geschlecht. Jeder Text formuliert erst mal ein Problem. Meine Frage: ist nicht die ständige Reformulierung des Problems (z.B. Geschlecht und Technik) für eine Fortschreibung des Problems verantwortlich?

Wie im Zitat sollte ich wahrscheinlich nicht nach Antworten sondern nach besseren Fragen suchen.

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit

Heute gebe ich meine Hausarbeit im Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft ab. Deswegen auch diesen unglaublich coole Bild als Großstadtcowboy von mir. Wenn sie benotet ist, werde ich sie hier veröffentlichen.

Doch „Nach der Arbeit ist vor der Arbeit“. Ich werde mich am Montag gleich auf die nächste Arbeit stürzen und hoffe, dass ich sie ähnlich zügig und zufriedenstellend hinter mich bringen kann 🙂

Ist schon komisch, dass es so lange gedauert hat, bis ich Gefallen am Hausarbeitenschreiben gefunden habe. Vielleicht lässt das ja auch wieder nach aber jetzt liegt es an mir dieses zarte Pflänchen zu giessen und zu düngen. Einen großen Anteil hat hierbei ZOTERO, mit dem ich erstmal meine Literatur auf meinem Ubunturechner zufriedenstellend verwalten und automatisch in die Arbeit einbinden konnte.

Jetzt in den Copyshop, dann Mensa und anschließend zum Frisör. Zeit wird es ja 🙂

[Studium] Die nächste Hausarbeit wartet schon!

Vor ein paar Wochen habe ich mit Hilfe meines Blogs eine Hausarbeit über Weblogs geschrieben. Da ich über die Möglichkeit des Ausstausches mit mir selbst und meinen Leser_innen so positiv überrascht war, will ich diese Praxis mit meiner neuen Hausarbeit nun weiterführen. (Die andere Arbeit wird auch noch veröffentlicht!)

CC Fahrradkompass von metalmaggus

CC Fahrradkompass von metalmaggus

Mein nächstes Projekt ist eine kurze Hausarbeit über das Projekt „LOTSE„. Es handelt sich dabei um ein Online-Selbstlernsystem der Universität Münster, bei dem Wissenschaftler_innen und Student_innen ihre Informations- und Recherchekompetenzen gehörig aufmöbeln können, sofern sie sich denn etwas Zeit nehmen. Die Hausarbeit ist auch gleichzeitig als Einarbeitung gedacht. Dazu aber später mehr.

Im Moment befinde ich mich in der Orientierungsphase. Danilola hat mir schon mal über Delicious den ersten Volltreffer geschickt. Danke.

Kurz zum ärgerlichen Teil:

So viel wurde über LOTSE noch nicht geschrieben. Entweder es sind, wie oben verlinkt, Masterarbeiten oder Beiträge in der BuB (Forum Bibliothek und Information). Die gefundenen Beiträge sind in den Ausgaben von 2005 zu finden. Das Archiv wird aber erst ab 2006 bereitgestellt. Argh! Die Suche in den anderen nicht digital bereitgestellten Heften, ist auf der Seite nur schwer zu finden (oben links gibt es ein unscheinbares Drop-Down Menü) und am Ende kommt ja doch kein digitaler Volltext raus.

Die Lesbarkeit der BuB-Seite lässt sehr zu wünschen übrig. Auch der technische Aspekt ist eher schlecht. Es gibt keine zentrale Suche von der Hauptseite aus, die markierte Ergebnisse auspuckt. Das machen privat gehostete Weblogs schon besser! So viele Computernutzerinnen machen ja schon keine Bildschirmpause und so eine Schriftgröße kann einer dann den Rest geben. Wirklich!

Weitere Fundstücke auf dem Weg zur BuB-Seite:

[Referat] Feedreader – Informationen unkompliziert ordnen

09.12.2008

Für alle die es seltsam finden, dass ich Bilder von meinem Ausblick ins Netz stelle - hier ist noch eins von heute Morgen 07.18 Uhr 😉

[Update] Leider habe ich an das Manifest der Bibliothekarin 2.0 gestern beim Referat gar nicht gedacht, deshalb heute der Nachtrag:

„Ich erkenne, dass das Universum der Informationskultur sich schnell ändert und dass Bibliotheken auf diese Änderungen positiv reagieren müssen, um Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Benutzer_innen benötigen und wünschen.“ (Quelle: Manifest der Bibliothekarin 2.0)

Wie im vorherigen Post bereits angekündigt, habe ich heute morgen um 8Uhr einen Vortrag zu Feedreadern und Bibliotheken gehalten.

Auf dem Nachhauseweg sind mir gerade noch ein paar Dinge eingefallen, die ich hier noch mal kurz ausplaudern wollte:

  1. Bibliotheken und Bibliothekarinnen müssen sich dem Internet mit all seinen Formen stellen, wenn sie Teil der aktuellen Informationslandschaft sein wollen. Wenn nicht auch gut dann macht das eben Google (*ahhhh schreiend davon laufend*)
  2. Bibliotheken und Bibliothekarinnen können eine wichtige Rolle dabei spielen das allgemeinem Rauschen im Internet, die oft zitierte Informationsflut, zu ordnen und den Nutzerinnen zugänglich zu machen.
  3. Bibliotheken und Bibliothekarinnen müssen sich hierfür mit den neuen Möglichkeiten des Internets (Social Bookmarking, Bloggen, Soziale Netzwerke, Feedreader) beschäfftigen und alles ausprobieren, was ihnen vor die Flinte läuft. Zielstellung ist die Informationsaufarbeitung für die Nutzerinnen von Bibliotheken und deren Webseiten, nicht die eigenen Befindlichkeiten.
  4. Feedreader, wie netvibes sind im Zusammenhang mit Social Bookmarking Diensten, wie Delicious, mächtige Werkzeuge, die auch von nicht-Computerfreaks bedient werden können.

Ansonsten lief das Referat ganz gut. Ich hoffe der einen oder anderen die Funktionsweise von Feedreadern näher bringen können. Dank Infobib, konnte ich auch gleich auf die Netvibesseite der Stadtbibliothek in Dublin ( „Netvibes für die Dublin City Libraries and Archive„) verweisen. Den Google Reader habe ich nur am Rande erwähnt, da ich mich auf den Zusammenhang von Weblogs, RSS und Feedreadern (insbesondere Netvibes) konzentriert habe.

Das Weblog der Genderbibliothek habe ich natürlich auch wieder gezeigt und dafür Werbung gemacht.

Die Antworten auf die Aufwärmfragen meines Referats haben übrigens das bestätigt, was danilola bereits in seinem Blogbeitrag „studieren 2.0 ?! – geringe bedeutung von rss-feeds, weblogs und social bookmarking im studium“ zusammengefasst hat. Viele sind bei StudiVZ, eine Teilnehmerin schreibt ein eigenes Weblog, niemand hat einen eigenen Delicious Account oder nutzt einen Feedreader. Ich habe die gleiche Meinung wie danilola und denke, dass Bibliotheken und Bibliothekarinnen eine wichtige Rolle hinsichtlicher der erfolgreichen Navigation im Internet spielen können.

bibliotheken, als wichtige akteurinnen im feld der informations- und medienkompetenz sind hier besonders gefragt, um bei den studierenden diese wichtigen internetangebote bekannter zu machen. hierzu ist es notwendig schnellstmöglich ein spannendes und vor allem in die hochschullehre integriertes (also auch studienpunkt(e) relevantes) kursangebote zum web 2.0 an den universitätsbibliotheken anzubieten. (Quelle: danilola)

Leider lässt die technische Ausstattung des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HU-Berlin zu wünschen übrig. Ich wünsche mir nämlich einen Rechner mit dem ich meine Slidesharefolien und Youtubevideos zeigen kann. Beides ist immer noch nicht möglich. Zum Glück hatte ich meinen Rechner mit.

Hier nochmal die Folien zu meinem Beitrag:

Was lange währt, wird gut?!

Lernmaterlialien

Jetzt dauert es auch gar nicht mehr lange. In einer halben Stunde breche ich zum zweiten Teil meiner Prüfung auf, dann habe ich es geschafft, oder eben nicht.

Für alle die diesen Blog lesen und mich kennen:

Was lange währt, wird gut


Drum, liebe Brüder (Schwestern, Anm. d. Bloggers), klaget nicht,
und fasset frischen Mut!
Ja, liebe Brüder (Schwestern), Mut nur Mut!
Was lange währt, wird gut.

(Fallersleben, Hoffmann von; Maitrank, 1844)