Re: #bibtag14 – Power in allen Größenordnungen

Ein interessanter Beitrag zum Bibliothekstag 2014. Gut zu lesen, sehr informativ und mit viel Persönlichkeit. Wichtig für mich: Dr. Karin Aleksander aus der Genderbibliothek findet mit ihrem Beitrag Erwähnung. Ein schöner Einblick. Vielen Dank.

„Die nächste mich beeindruckende Vortragende war am Do., den 05.06. zu hören. Dr. Karin Aleksander von der eher im Verborgenen blühendenGenderbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Und auch hier waren es vor allem die Inhalte, die überzeugten.“ weiterlesen

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Coming soon: Meine Magisterarbeit geht in den Produktivbetrieb

vufind-logoMit meiner Magisterarbeit fing alles an. Der neue, als „GenderVu“ bekannte Onlinekatalog, ergänzte den älteren Onlinekatalogdienst, bekannt unter dem Namen „GReTA„. GenderVu lief bisher als Beta-Version und konnte GReTA aber bisher nicht endgültig ablösen. Ein Makel, wie ich finde.

Technik neu – Name bleibt.

Der alte GReTA Onlinekatalog, basierend auf dem FAUST iServer, und GenderVu, basierend auf VuFind 1.2, werden in nächster Zeit abgeschaltet. Der neue Katalog wird wieder GReTA heißen und auf VuFind 2.x basieren. Best of both worlds sozusagen.
Auch der neue GReTA/VuFind 2.x Katalog ist zu großen Teilen auf meinem Mist gewachsen – allerdings konsequent weiterentwickelt und mit einigen neuen Features, die es so bisher noch nicht gab. Auch von technischer Seite gibt es ebenfalls die passende Unterstützung.
In der nächsten Zeit werde ich an dieser Stelle über dieses Projekt berichten und die neuen Features vorstellen. Entstanden ist es aus einer Zusammenarbeit der ZtG und des META Projektes des i.d.a.-Dachverbandes. Alter und aktueller Arbeitgeber in einem Projekt!
Bis später.

Rückblick – #EIGE Meeting in Vilnius

Vollständiges Gruppenbild mit allen Partner_innen des EIGE RDC Datenbankprojektes

Vollständiges Gruppenbild

First of all I have to write this in German. Denn obwohl wir viel englisch gesprochen haben, muss ich diese  kurze Rückschau schnell machen. Und schneller geht es eben auf deutsch.

Interessante und reichhaltige Tage liegen hinter mir. Es wurde viel geredet und genetzwerkt. Vielleicht ist es genau dieses Netzwerken, das letztlich der Grund für meine Reise war. Natürlich haben wir als Partner_innen des #RDC (Ressource & Documentation Center at EIGE) diskutiert aber eben nur an einem Tag. Der zweite Tag war voll mit Präsentationen und wichtige Frauen, die etwas zum Thema gesagt haben. Auch wir als Partner_innen von EIGE, waren ein Teil der Präsentationen.

Mein Fazit für diese Reise ist, dass ich Teil von etwas sein durfte, das es bisher noch nicht gab. Mit dem #RDC wurde eine eigene EU Institution geschaffen, die sich speziell mit Fragen von Gender Equalty beschäftigt. Auch wenn es nicht als ein große Ereignis der Frauenbewegung in die Geschichte eingehen wird, hat dieses Event einen wichtigen Platz auf dem Zeitstrahl dieser Entwicklung. Ein bisschen Geschichte wurde also geschrieben – und ich war dabei.

Hinsichtlich des Datenbankprojektes bleibt viel Luft nach oben. Das ist allerdings nicht das Problem dieses spezifischen Projektes. Vielmehr ist es ein Problem, dass alle haben, die eine Datenbank mit verschiedenen Partner_innen aufbauen wollen. Hier gibt es auch in den nächsten Jahren sehr viel Potential für Entwicklungen. Ob in Deutschland, Litauen oder der Türkei. Die Wünsche sind ähnlich, die Herausforderungen bei der Realisierung dieser Datenbankprojekte identisch.

Meine Arbeiten in den letzten Jahren, wie meine Magisterarbeit, meine derzeitige Arbeitsstelle im META-Projekt und dieses Projekt in EIGE, sind sehr nützlich wenn es darum geht die Herausforderungen klar und deutlich benennen und zu einem großen Teil auch schon lösen zu können. In der nächsten Zeit wird mir ganz sicher nicht langweilig werden und ich freue mich auf die nächsten Schritte in diesem Arbeitsleben.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Dr. Karin Aleksander von der Genderbibliothek bedanken, die diese Reise für mich ermöglicht hat. Ohne Sie und die Genderbibliothek wäre ich jetzt nicht dort wo ich mich derzeitig befinde – Vilnius Airport 🙂

Vollständiges Gruppenbild mit allen Partner_innen des EIGE RDC Datenbankprojektes

Vollständiges Gruppenbild mit allen Partner_innen des EIGE RDC Datenbankprojektes

Rückschau Tag 1 – EIGE Projekttreffen in Vilnius

Der erste Tag ist vorüber und ich will ein paar Worte über das Meeting heute verlieren.

Ich will an dieser Stelle gerne mit dem Ende anfangen, weil es wichtig ist das Positive zu betonen. Am Ende des Meetings kam nämlich von den neuen Partner_innen im Projekt die Frage, wie es denn nun war in diesem Projekt mitarbeiten zu können. Alle Einrichtungen waren sich einig, dass es positive Effekte und steile Lernkurven gab, die letztlich allen weiter geholfen haben.

Für das Projekt gibt es aber noch viel Luft nach oben. Es soll mit neue Partner_innen gearbeitet werden ohne die jetzigen Institutionen zu vernachlässigen. Einige grundlegende Probleme sind aber bisher nicht gelöst worden und ein wirklich schlüssiges Konzept im Umgang mit den verschiedenen Einrichtungen, gibt es ebenfalls nicht. Hier ist noch viel Planung notwendig und ich fürchte, dass es derzeitig niemanden gibt der/die wirklich fachlich im Thema steckt um diese Probleme zu lösen. Es braucht eigentlich noch einen Menschen, die zwischen EIGE als EU-Agency, Ex Libris (Technische Partnerin) und den verschiedenen Einrichtungen geschaltet wird. Eine vollfinanzierte und qualifizierte Stelle wäre an dieser Stelle sehr hilfreich.

EIGE ist und bleibt auf den Input der Einrichtungen angewiesen um kommende Aufgaben zu bewältigen. Wie diese Arbeit koordiniert werden kann, konnte heute nur im Ansatz geklärt werden. Eine Plattform zum Austausch gibt es bereits aber die steht und fällt mit ihren Nutzer_innen.

eige_notizen

Im Schaubild kann man sehen, wie ich dieses Projekt gerne sehen würde. Ohne Erläuterungen bleibt es aber ein Rätsel, oder?

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben die Mitarbeiter_innen von EIGE einen guten Job gemacht. Es geht immer besser und mit den kommenden Projekten wird es besser werden müssen.

Ich bin gespannt.

Jetzt. Feierabend.

LG Marius

 

EIGE – Schneller und einfacher Zugang zu über 238 000 genderrelevanten Ressourcen und Dokumenten

Am Sonntag mache ich mich auf die Reise nach Vilnius. Dort wird ein sehr interessantes Projekt gestartet an dem ich auch mit der Genderbibliothek maßgeblich beteiligt bin.

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung (ich warte noch auf das PDF)

Das Ressourcen und Dokumentationszentrum des EIGE besteht aus drei Hauptfunktionen:

1. Online und physisches Dokumentationszentrum: 240 000 Ressourcen zum Thema Geschlechtergleichstellung, die bis jetzt lediglich verstreut in verschiedenen Quellen in den EU-Ländern vorhanden waren

2. Wissenszentrum: Wissen zum Thema Geschlechtergleichstellung erzeugt vom Europäischen Institut für Geschlechterfragen einschließlich spezialisierter Forschung und Datenbanken

3. Europäisches Netzwerk für Geschlechtergleichstellung- EuroGender: eine kooperative online Plattform in der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Expertinnen und Experten und andere relevante Akteurinnen und Akteure Schlüsselthemen in der Geschlechtergleichstellung diskutieren und ihr Wissen untereinander austauschen können.

Ich werde in den kommenden Tagen darüber berichten.

Rückschau: 2. VuFind Anwenderinnentreffen an der TUHH

Wie kommen die Nutzerinnen an ihre Informationen?

Wie kommen die Nutzerinnen an ihre Informationen?

Nach zwei sehr interessanten Tagen sitze ich nun wieder an meinem Schreibtisch und muss die ganzen Eindrücke erst einmal ordnen. Ordnung für mich und für alle die Interesse an einer kurzen Rückschau haben.

ICH Ich für meinen Teil war, wie bereits erwähnt, als technischer Mitarbeiter der Genderbibliothek und des META Projektes des i.d.a-dachverbandes vor Ort. Außer mir waren natürlich viele andere Menschen anwesend, häufig Mitarbeiter_innen aus großen Bibliotheken und Verbünden. Kleinere Bibliotheken die VuFind einsetzen habe ich nicht ausmachen können.

HOSTING Aus diesem Grund habe ich an verschiedenen Stellen versucht die Herausforderungen zu skizzieren, mit welchen kleinere Bibliotheken bei der Verwendung von VuFind konfrontiert sind. An dieser Stelle kochen alle großen Einrichtungen ihr eigenes Süppchen ohne dass unterfinanzierte Einrichtungen an den Topf dürfen. Auch wenn der VuFind-Support/Hosting von verschiedenen Anbieterinnen realisiert wird, sind die zu zahlenden Summen schlicht nicht zu leisten. Schade!

FORMAT Abgesehen vom Hosting, dass vielleicht durch eine große Einrichtung mit freien IT-Ressourcen noch irgendwie realisiert werden könnte, gibt es ein weiteres Problem. Für die großen Spieler im Bibliothekswesen ist die Frage nach dem Datenformat nicht relevant. Zum einen liegen die Daten in der Verbünden bereits im Marc21 Format vor und können so problemlos in VuFind eingespielt werden. Sollten diese Daten aus verschiedenen Gründen in anderen Austauschformaten verfügbar machen, gibt es sicher eine IT-Abteilung oder eine Programmiererin, die sich dem Problem annehmen kann. Doch was ist mit Bibliotheken, die nicht auf eine IT-Abteilung oder eine fähige Programmiererin zurückgreifen können? Viele Bestände schlummern somit in lokal gehaltenen Bibliothekssystemen (Word- und Exellisten) ohne Anschluss an größere Suchsysteme und sind so für Wissenschaftlerinnen, Nutzerinnen, Interessierte … nicht sichtbar.

QUALITÄT Eine wichtige Erkenntnis dieses Treffens für mich war, dass auch die großen Verbünde, so wie kommerzielle Anbieter, ein großes Problem mit der Qualtität ihrer Daten haben. Merke: die Daten könnten immer Besser sein als sie sind. Ein alter Hut irgendwie aber wenn es darum geht einen Onlinekatalog zu gestalten, gibt es hier sehr interessante Dinge zu beachten. Das Thema will ich an dieser Stelle nicht weiter ausbauen. Gerald Steilen gleich zu Beginn interessante Zahlen genannt und Denkanstöße gegeben.

INTERESSANT Ein großes Thema war die Abbildung von Hierarchien in VuFind. Hier gab es immer wieder Nachfragen aber auch technische Lösungsansätze.

ORGANISATION war sehr professionell. Zeitplan, Verpflegung & WLAN ließen keine Wünsche offen. So konnte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Vielen Dank!

TWITTER Diese Kommunikationsform wurde leider eher wenig genutzt. Hashtag war #vufindhh

FAZIT Es war ein sehr informatives Treffen. Ich habe viele Spezialistinnen kennengelernt und konnte mich rege am Austausch beteiligen und zur Diskussion beitragen. Meinen Kurzvortrag überschrieb ich mit „Lust oder Last – VuFind und kleinere Bibliotheken“, mein Fazit fällt ganz ähnlich aus. VuFind ist eine tolle Möglichkeit für Bibliotheken einen eigenen Katalog zu stricken. Kosten für teure Zusatzprodukte entfällt. VuFind kann aber auch nicht alles. Hosting und Support, sowie die Garantie, dass der Katalog auch Online ist können nur durch zusätzliche Kosten (Hardware & Personal) gewährleistet werden.

WÜNSCHE Ein vom Bund entwickeltes, freies Bibliothekssystem, dass sich problemlos an VuFind anschließen lässt. Ohne Lizenzkosten, gerne auch in der Cloud. Das wäre doch was. Sicher nicht für die Großen, weil die haben ja schon. Nein, eher für die Kleinen, die zu wenig Geld haben und trotzdem auf wichtigen Dokumenten sitzen.

SCHAUBILD Auf dem kleinen Schaubild habe ich mal zusammengebaut, wie ich mir das ganze vorstelle. Die Nutzerinnen (rechts) können auf viele Informationen der großen Bibliotheken zugreifen. Diese machen es den Nutzerinnen durch neue Technologien, Katalog und Inhalte relativ einfach. Die großen Einrichtungen ziehen Ihre Informationen aus dem „Informationsmeer“ (mitte). Welche Informationen gezogen werden, kann von den Nutzerinnen nicht beurteilt werden. Ganz sicher aber können sie auf die Informationen aus kleinen Bibliotheken nicht zugreifen. Solange Sie nicht zur Einrichtung gehen, oder die Daten so aufbereitet werden, dass sie in übergreifende Suchsysteme eingebaut werden können, bleiben diese Informationen verborgen.

Für die großen Einrichtungen beginnt alles erst ab Marc21 Daten. Wer kein Marc21 hat darf nicht so einfach mitspielen.