Spielerisches Rollen mit Kindern

Die Herausforderungen als Kindertrainer_in sind vielfältig. Eine sehr interessante Aufgabe ergibt sich allerdings erst ab einer bestimmten Gruppengröße. Die Frage kann zum Beispiel lauten: Wie schaffe ich es 17 Kinder zu Vorwärts- und Rückwärtsrollen zu motivieren? Eine andere lautet: Wie schaffe ich es, dass sie auch noch Spaß dabei haben und vielleicht an ihre Grenzen gehen?

Im Kindertrainingsteam arbeiten wir ständig an neuen Lösungen. Heute möchte ich euch die “Buzzer-Rollen” vorstellen. Drei Teams, ein Buzzer. Drei Rollen müssen die Kids machen um auf der anderen Seite den Buzzer zu drücken. Erst dann dürfen ihre Teamkamerad_innen zu ihren Rollen starten. Gewonnen hat die Gruppe, die es als erste schafft ordentlich in einer Reihe zu stehen 😉

Cooler Ausflug nach Berlin!

Ein toller Tag geht zu Ende.

Ein schöner Ausflug und eine interessante Internetschulung liegen jetzt bereits hinter uns. Es hat mir großen Spaß gemacht und ich freue mich schon auf unsere nächsten Unternehmungen 🙂 Einen ordentlichen Rückblick schreibe ich in den nächsten Tagen. (Quelle: [Ausflug] Schön wars | i-shin.de)

Liebe Grüße,
Mari*us

11.05.2010

Internetschulungsausflugsgruppenbild

Herzlichen Glückwunsch Aikidodojo Ennetbaden!

Herzlichen Glückwunsch zu den ersten Halb-Blaugurten in der Kinderklasse. Nach einem bereits ereignissreichen Tag, war es in der Kinderklasse von 17-18 Uhr für vier Grüngurte soweit einen weiteren Schritt zu gehen. Ein weiterer Schritt für die Kinder, fürs Dojo und für Sensei!

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie “uchideshi09″

Ich bin sehr froh, dass ich bei diesem speziellen Moment dabei sein konnte und gratuliere von ganzem Herzen.

Kyuschritt grüner Gürtel

Das Bild ist nicht ganz aktuell, passt aber zum Beitrag 🙂

Stell dir vor du machst Aikido mit Kindern und alle machen mit

Minitrainingsgruppe

Unwesentliche Größenunterschiede 🙂

Gestern war ein sehr trainingsreicher Tag. Drei Trainingseinheiten, die auf ihre eigene Art ganz intensiv waren.

*Technikintensiv* In der ersten Einheit von 10.30 – 12.00 Uhr waren Gabi, Miklos und ich auf der Matte. Das Training war voller Techniken, in schnellem Rhythmus. Der Vorgaben kamen dabei nicht von mir sondern vom Shodan Zettel. Das war mit Abstand das Training mit den meisten Techniken, dass ich seit langem gemacht habe. Das war allerdings nur möglich, weil wir uns allen die Techniken bekannt waren und wir alle eine funktionierende Fallschule haben. Ich habe es sehr genossen.

*Erkenntnisintensiv* Das Kindertraining war mal wieder einen Klasse für sich. Miklos und ich standen mit einer sechs- und einer neunjährigen auf der Matte. Die kleinere der beiden Schwestern hatte noch nie Aikido gemacht und die größere hat immerhin schon halbgelb. Und was soll ich sagen, meine Gedanken über Aikido und Kinder wurde mal wieder konterkariert. Warum? Weil auch das, das technikintensivste Kindertraining dieser Tage war. Wir haben immerhin Katate dori Tai no henko, Shiho nage, Kote gaeshi und Ikkyo geübt. Beide Mädchen waren voll motiviert und haben meine Trainingsangebote gut aufgenommen und versucht umzusetzen. So funktioniert die Mischung Aikido und Kinder. Offensichtlich machten Miklos und ich einen vertrauenswürdigen Eindruck (siehe letzer Beitrag).

Minitrainingsgruppe

Ein kleines aber feines Kindertraining und seine Protagonist_innen

*Knieintensiv* Das letzte Training des Tages von 18.30 – 19.30 Uhr haben wir zu großen Teilen auf den Knien verbracht. Suwari Wazi Yokomen uchi. Immerhin sind wir bis Nikkyu urawaza gekommen. Danach haben wir unsere Knie mit ganz leichtem Wurftraining entlastet.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Heute ist Trainingsfrei und ich werde die Zeit nutzen um meine kleine Erkältung loszuwerden.

Kindertraining als mein exklusiver Gradmesser. Gedanken zur Chemie. [Update]

Blackbelt

Spuren hinterlassen

*Update am Ende des Artikels

Kindertraining unterscheidet sich in sehr vielen Punkten vom Erwachsenentraining. Für Kinder braucht man in erster Linie noch kein guter Kampfkunstlehrer sein, es ist wichtig sie gut zu unterhalten und somit bei der Stange zu halten. Die Entscheidung ernsthaft, ohne Spiele und so, zu trainieren kommt bei den meisten Kindern noch nicht mit sechs, sieben, neun oder zehn Jahren. Selbst ich mit meinen 27 Jahren kann das noch nicht mal richtig sagen, ich kann es aber als ernsthafter verkaufen.

Wenn Menschen schon in jungen Jahren anfangen Kampfkunst zu trainieren, bekommen sie die Chance ein Körpergefühl zu entwickeln, was ihnen im späteren Verlauf ihres Trainings (ja vielleicht sogar ihres Lebens) sehr nützlich sein kann. Sie können Dinge schneller aufnehmen und schneller lernen. Entscheidet dabei ist aber nicht, das Eintrittsalter sondern die Einstellung regelmäßig zum Training zu kommen.

Ich übe in meinem Kindertraining deswegen Bewegungsübungen ein, die den Kindern helfen sollen oben von unten zu unterscheiden, Füße und Hände in ihrem Sinne zu gebrauchen und eine Orientierung im Raum zu behalten. Nicht alle Kinder fahren darauf ab. Es ist aber ein Unterschied es nicht zu können (dafür kommt ihr ja üben) oder nicht zu wollen (das ist eine Vertrauensfrage). Beim Kindertraing kommt es auf Vertrauen an. Wenn sie dir abkaufen, dass du es gut mit ihnen meinst, hast du sie auf deiner Seite. Oder anders ausgedrückt: wenn sie dich cool finden, wird alles gut!

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“

Ich hatte so noch gar nicht darüber nachgedacht aber jede_r Kampfkunstlehrer_in hat ihre ganz speziellen Schüler_innen. Die Auswahl beruht dabei auf Gegenseitigkeit. Mit manchen Kindern kannst ich auf den ersten Blick nichts anfangen, manche Kinder können mir mir auf den ersten Blick aber auch nichts anfangen. Nun ist es meine Aufgabe als Kindertrainer mich soweit zu öffnen, dass die Kinder einen Zugang zu mir und meinen Absichten finden. Auf der anderen Seite müssen sie sich irgendwann auf mich einlassen. Das klingt irgendwie banal aber ich wollte das mal für mich formulieren.

Was bei Kindern offensichtlich wird, gilt auch für Erwachsene. Wenn die Chemie und das Vertrauen stimmt, dann kann man die Sterne (oder den gelben Gürtel) erreichen.

Hilfestellung Gürtelbinden

Eins meiner Lieblingsbilder

*Update

In dem Buch „Die Kunst zu siegen, ohne zu kämpfen: Anekdoten und Geschichten übder die Kampfkünste“ habe ich eine schöne Textpassage gefunden, die nach meiner Meinung nach  gut zum obrigen Text passt.

Die fernöstliche Traditionen sagen uns, die Suche nach dem Weg gleiche dem Erklimmen eines hohen Berges. Wer sich dazu entschlossen hat, wird sich einen Hang auswählen und einen Führer wählen, der ihm den Weg weisen kann. Diese Entscheidungen sind determinierend. Ist der Berg zu steil oder der Führer zu unerfahren, können die Folgen furchtbar sein. Umgekehrt ist ein Erfolg auch mit dem besten Führer nicht garantiert. Zahlreich sind die Hindernisse, schmerzlich die erforderlichen Anstregnungen. Ein groper Kampf ist unvermeidlich: ein ungeheurer Zweikampf mit dem Berg. (Quelle: Die Kunst zu siegen, ohne zu kämpfen: Anekdoten und Geschichten übder die Kampfkünste, Seite 55)

Kinder und Erwachsene suchen sich ihre Lehrer_innen gleichermaßen aktiv aus. Sieht bloß unterschiedlich aus (Stichwort Eltern) und von einem Weg ist am Anfang bei jüngeren oder älteren auch noch nichts zu sehen.

Zweiter Trainingstag so viel Neues

15.05.2009

Ausweichen!

Heute ist bereits Freitag und somit mein trainingsfreier Tag. Gestern war Donnerstag. Tag 2 meiner Trainingsleitung für zwei Woche. Auf dem Programm standen ganze drei Trainingseinheiten. Eine von 10.30 – 12.00 Uhr, eine Kindertrainingseinheit von 17 – 18 Uhr und eine abschließende Taijutsustunde von 18.30 – 19.30 Uhr.

In der ersten Trainingseinheit gab es intensives Einzeltraining mit Gabi (siehe Foto). Weil wir nur zu zweit waren, hatte ich mich dafür entschieden einfaches Ausweichen mit Tenkan und Irimi zu üben. Ausgangspunkt waren Katatedori und Kosadori.

In der Kindertrainingsstunde waren diesesmal mehr Kinder auf der Matte, so dass es etwas aufwendiger war als noch am Mittwoch. Dieses mal stand mir Mike zu Seite. Wir haben viel Bewegungsübungen gemacht, wie Radschlagen, Peitschensprung, Handstand und Handstützüberschlag mit Hilfestellung. Mit Techniken halte ich mich gerade noch ein bisschen zurück. Ich will erst mal einen Anfang mit den Kindern finden. Interessant für mich war, dass Mike am Ende sagte, dass ich wirklich viel Geduld habe.

In der letzten Stunde des Tages ging es wieder mit Rollübungen und Grundtechniken auf die Matte. Diesesmal haben wir viele Grundübungen aus der Rolle und nicht so viel in Bodennähe gearbeitet. Das i-Tüpfelchen war eine Übung, bei der alle 2 Minuten frei auf der Matte Rollen sollten. Vorwärts oder Rückwärts, völlig egal. Zweck dieser Übung sollte es sein, die Orientierung im Raum und von oben und unten auch noch nach 30 Rollen zu haben. Das ist sehr schweißtreibend aber irgendwie nett 🙂

Weiter ging es mit Morote dori Kokyu ho. Eine Übung bei der wir besonders auf das Ukeverhalten geachtet haben. Auch das anschließende Rollen war Thema. Immer mit der Partner_in verbunden zu sein, erfordert ein gewisses Maß an Orientierung. Wenn ich nämlich Nage (die, die die Technik ausführt) im Auge behalten soll, kann ich ja nicht gleichzeitig die Matte auf dem Schirm habe. Das muss irgendwann automatisch erfolgen.

Aikido vor Erwachsenen zu unterrichten ist mir vollkommen neu und stellt mich vor neue Herausforderungen. Meine Fragen für andere zu formulieren ist wirklich spannend und nicht so ganz einfach. Da ich aber nicht direkt für die Antworten zuständig bin, brauche ich mich auch nicht unter Druck setzen.