[Siemens] Na siehste, geht doch! Endlich eine Frau im Vorstand!

Puh. Es hat lange gedauert aber jetzt hat es doch tatsächlich mal eine Frau Namens Barbara Kux in das Führungsgremium von Siemens geschafft.

Die Quotenfrau ist Barbara Kux nicht. Das hat sie nicht nötig. Und das würde sie auch gar nicht mit sich machen lassen. Auf dem ersten Blick muss dieser Eindruck allerdings entstehen, wenn der Elektro- und Industriekonzern Siemens betont, dass erstmals seit 160 Jahren mit der 54 Jahre alten Managerin eine Frau im obersten Führungsgremium sitzen wird. Und dann weist der Münchener Konzern gleich noch auf ein weiteres Novum hin: Durch Kux werde Siemens das einzige Unternehmen im Dax 30 mit einem weiblichen Vorstandsmitglied sein. (FAZNet)

Herzlichen Glückwunsch an Barbara Kux, Siemens und alle die gerne mal Managerin eines großen Unternehmens werden wollen. Ihr habt jetzt die Gewissheit, dass es geht!

Alles! Nur nicht Mutter werden!

Gerade bei Maedchenmannschaft gelesen:

„Die 38-jährige Sule Eisele war bis 2007 beim Versicherer R&V angestellt. Ende 2006 informierte sie ihren Chef über ihre Schwangerschaft und bat um drei Monate Mutterschutz – Erziehungszeit wollte sie nicht in Anspruch nehmen, da ihr kranker Mann zuhause die Kinder betreut. Trotzdem wurde ihr an ihrem letzten Tag ihr Nachfolger vorgestellt, die Hochschwangere erlitt einen Nervenzusammenbruch.“ (Mädchenmannschaft)

Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ steht auf dem Prüfstand: Darf eine Versicherungsgesellschaft, die unter anderem Versicherungen gegen „Gleichbehandlungs“-Urteile anbietet, eine 38 jährige studierte Germanistin mit diversen Aus- und Weiterbildungen auf einen schlechteren Posten abschieben (oder noch besser „still“ kündigen), weil sie einen 3 monatigen Mutterschutz beantragt und ein Kind bekommen hat?

Ich finde nein! Solange Kinder nicht in der Mittagspause entbunden werden können, wird es ohne Mutterschutz und Elternzeit (die Sule Eisele übrigens nicht beantragt hat) mit dem Kinderkriegen wohl nichts…