Meditationsfrühstück, 3 Abschiede für ein Hallelujah, Winterthur, Dance Free

CC via flickr *80782ab von Lieven SOETE

CC via flickr "*80782ab" von Lieven SOETE

Wie ihr vielleicht an der Überschrift mitbekommen habt, ist gestern eine ganze Menge los gewesen. Insgesamt, war es ein schöner und intensiver Tag.

Meditaitonsfrühstück

In dem Buch, dass ich gerade über Sorgenspinnen und Lastesel lese, stand ein Tipp, wie man Momente mal anders wahrnehmen kann. Einfach mal die Geschwindigkeit drosseln. Das habe ich beim Frühstück einmal ausprobiert und es war ganz großartig. So langsam habe ich noch nie Frühstück bereitet und gegessen. Von aussen hat es sicherlich komisch ausgesehen, von innen hat es sich ganz wundervoll angefühlt. Ich weiß jetzt immerhin wie sich der Mechanismus des Toasters anfühlt. Darauf habe ich vorher nie geachtet und dabei habe ich mir schon oft Brot getoastet.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie “uchideshi09″

3 Abschiede für ein Halleluja

Gestern ging für die drei Aikidokas das Einzeltraining mit mir zu Ende. Wir haben viel miteinander trainiert und viel voneinander gelernt. Alle drei könnten unterschiedlich nicht sein, so dass für mich als Lehrer_in sehr viel an neuen Ansätzen und Ideen herausgesprungen ist. Nicht zuletzt die Arbeit am Rollen und Fallen konnte ich an meinen drei Einzelschüler_innen ausgiebig testen. Ich bin froh, dass mir Rosmarie Sensei diese Möglichkeit gegeben hat, denn dadurch konnte ich mir auch meinen Aufenthalt hier gut finanzieren.

Winterthur und Dance Free

Nach diesen intensiven Erfahrungen ging es am Abend nach Winterthur zum Dance Free. Eigentlich wollten wir noch in eine Fotoaustellung aber da machte uns der Verkehr einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen waren wir lecker vegetarisch im „tibits“ essen. Die Stadt ist sicherlich auch ganz schön, leider machte uns hier das Wetter ebenfalls einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Es regnete und machte keinerlei Anstalten irgendwann mal aufzuhören. Zum Glück haben wir den Regenschirm vorsichtshalber im Auto gelassen 🙂 Der letzte Punkt des Tagesprogramms sollte aber sowieso drinnen stattfinden. Unabhängig von allen Witterungen.

„Dance Free“ (barfussdisco.ch) bietet einen Raum für alle die gerne tanzen. Darüber hinaus, ist der Raum rauch- und alkoholfrei. Es gibt viel Platz und getanzt wird nicht in Strassenschuhen. Entweder Tanzschuhe, die niemandem weh tun, in Socken oder barfuss. Es gibt Platz für alle, die gerne tanzen und sich in Diskos eben nicht pudelwohl fühlen. Es gibt auch eine Pause, in der jede die Möglichkeit hat sich kurz vorzustellen.

Ich selbst tanze für mein Leben gern. Diese Veranstaltung gestern hat mir die Möglichkeit gegeben unabhängig vom Dresscode oder gesellschaftlichen Tanznormen mal wieder voll aufs Tanzparkett zu hauen. Ich werde mal gucken, ob es das auch in Berlin gibt. Dann nehme ich Kritzel, meine Mutter, meine Oma und alle die gerne mal frei tanzen einfach mit. Das würde euch sicher gut gefallen. Überlegt doch mal: Einfach so tanzen. Kein ständiges gebalze. Keine Zigaretten. Kein Alkohol. Keine Schuhe. Kein höher, schneller, weiter. Einfach so tanzen um des Tanzen willen.

Vielleicht zu so einem schönen Lied hier.

Grenzen austesten: Wie viel Training ist eigentlich möglich?

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Erschöpfter mari*us

Eigentlich ist der Freitag ein trainingsfreier Tag. Das Wort „eigentlich“ deutet aber schon darauf hin, dass dieser Tag voller Training war. Nach 4 1/2 Stunden bin ich platt und an meinen Grenzen angelangt.

3 von den 4 1/2 Stunden waren Einzeltrainingsstunden, die ich unterrichtet habe. Alle drei waren kurz hintereinander, so dass es keine wirkliche Pause für mich gab. Da ich das Einzeltraining hier so gestalte, dass ich alles mitmache, sind drei Stunden schon intensiv, haben allerdings keine so hohe Geschwindigkeit. Der geistige Output hingegen ist ziemlich heftig. Immerhin will ich mir ja Mühe geben und werfe alles was ich habe in die Waagschale. Ob mir das immer so gut gelingt, kann ich nicht wirklich einschätzen aber ich kann an meinen Fähigkeiten arbeiten das weiterzugeben, was ich zu wissen glaube. Im Rückschluss, muss ich mir ja dann auch noch mal ein paar Gedanken mehr zu den Techniken machen. Es entsteht eine Win-Win Situation, nicht zuletzt, weil ich diese Traininstunden bezahlt bekomme.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie “uchideshi09″

Die anschließenden 1 1/2 Stunden waren voll mit den Vorbereitungen zu Miklos‘ Shodan. Hier war mein Einsatz geringer aber die Intensität umso höher. Nach 90 Minuten und einer Menge Rollen musste ich dann zugegeben, dass die Luft einfach raus war. Aus die Maus.

Hier ist sie also meine Grenze und eine Frage keimt in mir auf: Wie machen das die Menschen, die acht Stunden am Tag trainieren, oder zumindestens sagen, sie würden acht Stunden trainieren?  Wann schlafen die denn? Oder haben die ein soziales Leben? Wann wird da gegessen? Und vor allem was? Fastfood sollte es ja nicht sein. Gibt es da eine Kantine mit Salatbar? Einen Masseur…

Fünf Stunden am Tag fühlen sich schon grenzwertig an. Mehr als 90 Minuten Training am Stück sprengen ebenfalls meinen Rahmen. Ich bin ein Fan von 60minütigen Einheiten.

Wie sieht das bei euch aus? Wie lange könnt ihr trainieren?

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Erschöpft, glücklich und eine Frisur wie aus den 70igern 🙂