[Bibliothek 2.0] LibraryThing und Bibliotheksnutzer_innen

Die Diskussion Nutzerinnen in den Bibliotheksbetrieb mit Hilfe von Social Tagging (Gemeinschaftliches Indexieren) einzubeziehen, wir von der unbestimmten Angst begleitet, dass die Bibliothekarinnen oder Bibliotheken überflüssig werden können.

Das Schöne und Überflüssige an dieser Diskussion ist, dass es derzeitig noch keine konkreten Anwendungen gibt, die die Angst nur im geringsten bestätigen würden. (Wenn Beispiele vorliegen bitte kommentieren)

Ein Positivbeispiel hingegen, findet sich heute im netbib Weblog:

This is a perfect example of the social aspect of finding information.
Whenever someone tagged this book they were wanting to describe the
book so they could locate it later and maybe they had a thought to how
other people might discover the information as well. This was a Web 2.0
success story. (Quelle: netbib)

LibraryThing bietet besonders für kleinere Bibliotheken (z.B. Genderbibliothek) die Möglichkeit, die Kraft des Sozialen Netzwerke zu nutzen, da ihre Kataloge üblicherweise für Social Tagging nicht ausgelegt sind. Schade nur, dass die deutschen Internet- und Bibliotheksnutzerinnen diese Möglichkeit für sich noch nicht so richtig entdeckt haben.

[Praktikum] Erster Tag: ankommen (21.07.08)

Sonnenuntergang Dresden auf flickr.com von john14.6

Heute trete ich mein Praktikum bei den Städtischen Bibliotheken Dresden an. Es wird sechs Wochen dauern und ist für mein Hauptstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin Pflicht.

Die Hinfahrt war durch die unglaublich unsensiblen Mitarbeiter_innen der Deutschen Bahn erschwert, am Ende bin ich aber doch angekommen, wo ich hinwollte. Jetzt sitze ich hier im Büro des Projektes „Lesestart. Dresden blättert die Welt auf„.

Eine meiner Aufgaben wird es sein, dem Projekt eine Internetpräsenz zu verschaffen, die es in sich hat. Web 2.0 – versteht sich. Mit allem drum und dran. Das Webhosting Paket, welches ich dafür benötige ist bereits beantragt. Das würde ich schnelle Bearbeitung nennen 🙂 Aber gerade der Kostenpunkt „Webhosting-Paket“ ist auch keiner an dem in den revolutionären Zeiten des Internets gespart werden darf. Schon gar nicht in Bibliotheken.

Ein wichtiger Punkt, den ich beachten muss ist den der Nachhaltigkeit. Ich werde immerhin nach den sechs Wochen wieder nach Berlin verschwinden und bis dahin muss alles stehen und benutzbar sein.

Ich habe hier die Möglichkeit bekommen in sechs Wochen bisher erlerntes und erprobtes auf ein neues Projekt anzuwenden und ich werde hier regelmäßig über den Stand der Dinge berichten.

Ansonsten freue ich mich auf eine produktive und erholsame Zeit in Dresden. Es fühlt sich gut an mal nicht in Berlin zu sein 🙂

* CC-Bild: von john14:6 auf flickr.com

[Bibliothek] Das Selbstverständnis muss sich wandeln

Gestern noch habe ich in persönlichen Gesprächen herausarbeiten können, wo denn nun meine berufliche Zukunft liegen könnte. Die wohl wichtigsten Punkte am Ende waren „Informationskompetenz“ und „Medienkompetenz“ im Rahmen von Bibliotheken. Kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen.

Passend dazu habe ich via Globolibro einen Link zu „Ready for 2.0? Social technologies in Danish libraries“ (Bereit für 2.0? Soziale Technologien in dänischen Bibliotheken) gefunden und fand den folgenden Abschnitt sehr passend. (mit Übersetzung).

If we are to develop a service for the new generation of library users, we have to be visible in a way where ‘digital natives’ consider the library as a natural and relevant help. (Quelle: Web 2.0 in Denmark in the future)

Übersetzung: Wenn wir einen Service für die neue Generation von Bibliotheksbenutzer_innen entwickeln wollen, müssen wir das so gestalten, dass Digital Natives* die Bibliothek als ganz natürliche und relevante Hilfe im Internet betrachten.

Ein Einstieg für Bibliothekar_innen, die sich selbst noch nicht zu den „Digital Natives“ zählen aber gerne mit den aktuellen Entwicklungen im Internet Schritt halten möchten ist das Angebot Lernen 2.0 – ein Selbstlernkurs für Bibliothekswesen.

Lambert schreib in seinem Blog sehr treffend: „Sich an dieser Umwälzung nicht zu beteiligen ist keine Alternative.“ Also: Beiteiligen!

* Menschen, die im digitalen Zeitalter aufwachsen und damit regelmäßig und ganz selbstverständlich umgehen

Zelten im BibCamp 2.0 – 16.-17.05.2008

http://bibcamp.pbwiki.com/*

Nächstes Wochenende findet das BibCamp 2.0 in Potsdam und Berlin statt. Die Veranstaltung verspricht interessant zu werden, da es sich um ein sogenanntes „barcamp“ handelt. Vielmehr Erfahrungsaustausch, weniger Konferenz – und die Hoffnung auf viele interessierte Fachleute zu treffen mit denen mensch nicht über den Mehrwert von Web 2.0 diskutieren muss.

Die Fragen sollen also nicht lauten: „Was ist Web 2.0?“ oder „Wozu brauche ich diesen 2.0 Schnick-Schnack?“ sondern „Das will ich auch, wie kann ich (können wir) mitmachen?“

Mit all diesen Debatten verbunden sind auch die Ansätze und Prinzipien der Open Source Bewegung, sowohl als Bewegung zur Erstellung Freier Software als auch als gesellschaftliches Projekt, ‚Freie Rede‘ (free speech) im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Übergreifendes Schlagwort all dieser Debatten war zumeist die Bibliothek2.0.

OpenSource, Wiki, Weblog, Bibliothek 2.0, Freie Software… das klingt vielversprechend. Ich gehe mit Danilo hin und ich denke, dass auch einiges für die Genderbibliothek dabei abfällt. Ein Webblog hat unsere kleine Bibliothek ja bereits. Seit neustem auch einen Account bei LibraryThing.de. Und trotzdem ist da noch viel Luft nach oben.

Also. Auf ins Bibcamp – weiterbilden und so 🙂

* BibCamp – Potsdam/Berlin, 16./17. Mai 08 wiki – BibCamp übernimmt die Idee von BarCa… via kwout