Angekommen. Kraft tanken. Weitermachen.

Rosmarie, Miklos und ich sind gut in Berlin angekommen. Dank Stefans Hilfe haben wir es ohne Probleme rechtzeitig zum Flughafen in Zürich geschafft. Wir stiegen ein, flogen, landeten, warteten auf Miklos und schon war es vorbei mit der Reiserei.

Jetzt heißt es aber erst einmal Kraft tanken, nachdem wir in der letzten Woche so viel trainiert habe. Ich brauche ganz sicher einen trainingsfreien Tag um morgen frisch und munter auf der Matte stehen zu können.

Geistig bin ich fit und ausgeglichen. Der Rest fühlt sich gerade noch etwas pupi an 🙂

Danke, dass ihr mich begleitet habt!

Der Freitag fängt früh an. Um fünf Uhr werden wir abgeholt und dann gehts zum Züricher Flughafen.

Meine Reise endet dort aber nicht. Sie hat auch nicht vor einer Woche begonnen. Sie hat viel früher begonnen. Ende März war ich den ersten Tag Uchi-Deshi hier im Aikidodojo Ennetbaden. Es sollten drei wundervolle Monate folgen, in denen ich viele tolle Menschen traf. Wir haben viel trainiert, gelacht und geredet. Es war eine wirklich bewegende Zeit für mich.

Das Wohlwollen, dass mir vor und während meines Aufenthaltes als Uchi-Deshi entgegengebracht wurde, war wirklich berührend. Ich habe hier Freundinnen und Freunde gefunden, die ich gerne besuche. Ihr gebt mir das Gefühl ein besonderer Teil in eurem Leben zu sein. Danke dafür.

Ende Juni kam Miklos ins Dojo um sich auf seine Shodanprüfung vorzubereiten. Wir haben viel Zeit auf der Matte und in der Küche verbracht. Seine Prüfung war umwerfend und ich durfte ein Teil davon sein. In dieser Woche hat Miklos mich auf meine kommende Nidanprüfung vorbereitet und wird mit nach Berlin kommen. Ich freue mich sehr darauf mit ihm zusammen meine Prüfung abzulegen.

Ich war in den drei Monaten als Uchi-Deshi im Aikidodojo Ennetbaden sehr verbunden mit Rosmarie Sensei. Und ich bin es noch immer. Sie kommt mit nach Berlin und wird im Aikidodojo Karow mit Carsten Sensei ein Seminar veranstalten. Am Samstag Abend wir es dann die Prüfungen geben. Ich werde meine Nidanprüfung also vor drei Senseis zeigen dürfen.

Es war schön diese interessante Woche mit euch Leser_innen teilen zu können. Danke fürs Lesen!

Mari*us

PS: Berlin Calling

„Ich lebe jetzt in diesem Augenblick!“ (Sojun Ikkyu)

„Ohne Leiden keine Erleuchtung.
Ohne Schmerz kein Glück.
Und ohne Trauer keine Freude.

In weltlicher Begierde steckt Erleuchtung.

In jeder Laie steckt eine Buddha.

Das reine Land liegt mitten in dieser schmutzigen Welt.

So ist das Leben!
Das bedeutet es zu leben!

Wie die zwei Seiten eines Blattes kann es das eine nicht ohne das andere geben!

Erleuchtet werden und dann wieder den Leidenschaften verfallen,
den Leidenschaften verfallen und dann wieder erleuchtet werden.“

[Quelle: Sakaguchi, Hisashi: Ikkyu, Hamburg: Carlsen 2009.]

Ich verstehe nichts von dem und doch verstehe ich alles. Denn das Verständnis für diese Aussagen liegen bereits in mir. Das Miteinander mit euch  lässt mich wachsen und Dinge sehen, die vorher verborgen waren. Von alleine wachse ich nicht. Niemand tut das.

Ich lebe jetzt in diesem Augenblick!

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Voneinander Lernen: Miklos und Marius

🙂 Marius

Heute ist ja schon Mittwoch

Und dieser Mittwoch wird es in sich haben. Die ersten Trainings von 7.30 – 8.30 Uhr und 9 – 10 Uhr liegen bereits hinter uns. Ich musste dann aber eine Auszeit nehmen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Heute Abend geht es dann mit einem Kindertraining und einer Trainingseinheit mit Prüfungen weiter. Vielleicht passt nach dem Mittagsschlaf (den ich wirklich nötig habe) noch eine Einheit mit Miklos dazwischen 🙂

Aikibrüder Miklos und Marius

Miklos und Marius

So viel Training gab es lange nicht und ist nur in speziellen Umgebungen möglich. Alles muss darauf ausgelegt sein, dass genug Ruhephasen dabei sind und dass wir uns gesund ernähren. Diese eine Woche ist genau dafür gedacht.

Jetzt mache ich erstmal eine Pause und dann wird gekocht.

Mari*us

Sentimentalität oder eine Diashow mit Musik

Ich habe das Glück, dass mein Aikibruder Miklos mit mir die Woche hier als Uchi-Deshi verbringt. Wir können intensiv trainieren, gemeinsam kochen, abwaschen, uns austauschen und viel miteinander lachen. Er wird ebenfalls mit nach Berlin kommen, um mich bei meiner Nidanprüfung zu unterstützen.

Dann dachte ich gestern Abend an die Woche im Tessin, die den Abschluss meiner dreimonatigen Uchi-Deshi Zeit mit Rosmarie Sensei und Miklos darstellte. Auf der Suche danach, meiner Sentimentalität Ausdruck zu verleihen, habe ich mir die Bilder dieser Woche in der Flickr Diashow angesehen. Jetzt habe ich eine Diashow mit der für mich passenden Musik erstellt. Viel Spaß beim ansehen.

Ein erster Versuch, der mir sehr zusagt, etwas wild ist und viel mehr als nur die Abfolge von Bildern darstellt. Mit dem Angebot von Animoto.com habe ich die Bilder noch besser geordnet und Texte hinzugefügt. Das Beste ist allerdings, dass ich eigene Musik hinterlegen konnte.

Von der Freude draußen zu trainieren

Heute beim Morgentraining mit Sensei und Miklos wurde mir klar, wie schön es ist draußen auf der Insel zu trainieren. Das Wetter hat sich zu gestern und vorgestern merklich verschlechtert, so dass auch an ein kaltes draußen-Training nicht zu denken ist. Im Schneeregen trainiert es sich einfach ganz schlecht 🙂

Das Training im Dojo und in der Natur haben besondere Qualitäten, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte.

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Traditionen im November – Grillen!

Als wir das letzte mal an der Limmat Vegi-Burger grillten, war es bereits Juli. Sommerlich warm war es. Gestern war der 29.November und wir haben uns trotzdem nicht den Salat vom Burger nehmen lassen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass wir gleich nach drinnen gegangen sind, als der Grill nachgelassen hat zu heizen.

Nach dem Budoshow-Wochenende starte ich heute in meine Vorbereitung zum Nidan. Auf der Budoshow durfte ich schon mal mit Miklos drei Elemente aus meinen Programm vor Publikum und unter Aufregung zeigen 🙂 Ich freue mich sehr auf die nächsten vier Tage!

Am nächsten Sonntag werden wir unsere Vegi-Burger Tradition übrigens im Yellow Sunshine begehen.

Guten Morgen,
Mari*us

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Was ne Show! Wir haben alles gegeben.

Ich hatte mehrere Gründe in die Schweiz zurückzukommen. Einer der Gründe war, dass ich gerne dem Aikidodojo Ennetbaden bei der 2. Aargauer Budo Show helfen wollte. Die fand gestern statt und war ein voller Erfolg.

Als erstes will ich den Veranstalter_innen danken, die sehr professionell, offen und freundlich waren. Am Ende haben sie selbst noch eine Vorführung gezeigt, die es in sich hatte. Ich nehme mal stark an, dass sie sich jetzt erst mal erholen müssen.

Wir waren mit unser 15minütigen Vorführung gleich nach den Taekwondo-Kids an der Reihe. Unser Fokus lag weniger auf spektakulären Showeinlagen als vielmehr einer Präsentation eines Dojos, eines Training und einer Gemeinschaft. Es waren 15 Aikido Kinder auf der Matte die in verschiedenen Übungen einen ganz großartigen Job gemacht haben. Sie haben gespielt, sind gerollt und haben Techniken gezeigt. Im Anschluss hat Rosmarie Sensei drei von ihnen mit dem Drachenstock umhergewirbelt.

Danach kamen Miklos und ich mit einer kurzen Suwari Waza (Technik auf den Knien) und Hanmi Handachi (eine steht, eine kniet) Techniksequenz. Im Anschluss gab es Ken Tai Jo (Schwert gegen Stock) mit Rosmarie Sensei und Miklos. Es folgte eine Jiyu Waza Sequenz (freie Angriffe mit einer Gegnerin) mit mir, die dann in einem Randori mit vier Angreifer_innen endete. Begleitet wurden wir von Livetrommeln. Die einzige Livemusik, die es bei dieser Gala gab.

Am Ende verbeugten wir uns vor Shomen (eine Kalligraphie von Saito Sensei) und anschließend vor dem Publikum. Und dann war es auch schon vorbei.

Ich bin froh, dass wir mit die ersten waren, weil das Publikum uns optisch nicht zwangsläufig vergleichen musste und wir den Rest der Show entspannt genießen konnten.

Die restlichen Showelemente waren wild gemischt. Es gab Thai Boxer, die gleich nach uns an der Reihe waren, eine Wushugruppe, Capoeira… und zum Schluss eben Taekwondo. In Sachen Spannungsbögen hatte ich aber mehr erwartet. Viele Vorführungen waren für meinen Geschmack zu lang und verzichteten auf einem dramaturgischen Aufbau. Die Musik war mir stellenweise viel zu episch, soundtrackmäßig oder einfach zu dick aufgetragen.

Die Taekwondokinder und die Wushukinder präsentierten sich durchgehen allein auf der Bühne und waren für mich nicht nachvollziehbar in das Gesamtkonzept eingebunden. Dabei waren diese Kinder ganz wunderbar. Ich hätte mir noch mehr von ihnen gewünscht.

Am Ende war ich ganz schön platt. So viel Kampfkunst, Kampfsport und Akrobatik am Stück zu sehen erschöpfte mich merklich. Die fehlenden Spannungsbögen und die sehr langen sich häufig wiederholenden Sequenzen waren da nicht sonderlich hilfreich.

Ich bin froh an der 2. Aargauer Budo Show mitgewirkt zu haben und finde dass wir die allerbesten waren 🙂

LG aus der Schweiz,
Mari*us