Zitat – Sandra Harding

Old computers

Image by eurleif via Flickr

Gerade gelesen und für passend befunden:

Wir müssen damit beginnen, diese wissenschaftlichen Auseinandersetzungen nicht länger als einen Prozess zu verstehen, in dem Probleme benannt werden, um sie aus der Welt zu schaffen, sondern sie statt dessen als Gelegenheiten zu begreifen, um bessere Fragen zu stellen als die, von denen wir ursprünglich ausgegangen sind. (Sandra Harding)

In meiner derzeitigen Studienarbeit beschäftige ich mit dem Internet und Geschlecht. Jeder Text formuliert erst mal ein Problem. Meine Frage: ist nicht die ständige Reformulierung des Problems (z.B. Geschlecht und Technik) für eine Fortschreibung des Problems verantwortlich?

Wie im Zitat sollte ich wahrscheinlich nicht nach Antworten sondern nach besseren Fragen suchen.

4 Gedanken zu “Zitat – Sandra Harding

  1. der ewige widerstreit zwischen benennungspraxen und reproduktion von ungleichheit.
    du könntest auf dieses dilemma aufmerksam machen, also im ersten kapitel dessen strukturalität aufzeigen und dann am beispiel des themas internet und geschlecht (wow, was für ein großes Thema – aufhänger könnte die aktuelle debatte um frauen in der blogsphäre sein, da gabs neulich nen post bei der mädchenmannschaft und nen artikel in der aktuellen emma) an zwei oder drei konkreten beispielen aufzeigen, wie dieser kreislauf zwischen benennung und reproduktion hier deines erachtens funktioniert. mehr als aufzeigen wirst du wohl auf 20 seiten nicht schaffen, zumal es nicht die aufgabe einer hausarbeit ist, Lösungen für Probleme zu erarbeiten. und für die geisteswissenschaften sollte es wahrscheinlich auch für die forschung nicht der anspruch sein, dafür sind die bearbeiteten themen auch einfach zu komplex, da antworten immer eine reduktion und vereinfachung des themas und damit der fragestellung brauchen.
    im schlussteil könntest du dann ein paar grundsätzliche fragen formulieren, auf die du während der analyse gestoßen bist und von denen es sich deines erachtens lohnt, sie sich beim unterwegssein im netz zu stellen, um sich daran zu erinnern, dass auch das netz kein perse egalitärer raum ist.
    irgendwie macht es immer mehr spaß, sich mit den themen der anderen auseinanderzusetzen, als mit den eigenen😉
    Frohes Schaffen noch!
    Liebe Grüße,d.

    • @diana d
      u arbeitest also immer noch mit hochdruck an deiner fleisch-arbeit, wie ich sehe🙂
      danke erst mal für deinen guten und ausführlichen input. bei meiner arbeit handelt es sich diesesmal um einen genderwikieintrag. der unterscheidet sich in seiner machart sehr von einer hausarbeit. ich muss ja aussagen treffen, die dann wiederum von menschen gelesen und verändert werden können. das mit der fragestellung wird also so schnell nichts. diesesmal muss ich mehr erklären. das ist wirklich gar nicht so einfach. derzeitig arbeite ich an dem teil zur technik. es sollen noch identität/kommunikation kommen. (mal sehen was noch alles so rein kommt)
      die herausforderung besteht für mich darin die informationen so aufzubereiten, dass sie verständlich sind und einen ersten einstieg in das thema ermöglichen.

      dass auch immer alles so komplex sein muss… schrecklich🙂
      lg mari

      • katrin schreibt:

        wünche dir viel erfolg.
        danke für das zitat, das gefällt mir sehr gut und hängt schon über meinem schreibtsich!

      • @katrin coole sache🙂 über dem schreibtisch ist immer gut. besonders wenn mensch viel davor sitzt *argh*🙂
        ich gebe mein bestes bei der arbeit.

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