Entenflug… oder ein besserer Titel, der mir nicht einfallen wollte

Entenstart

Entenstart

Und das mit dem Entenflug ist mir auch nur eingefallen, weil ich so ein hübsches Bild von einer startenden Ente gemacht habe 🙂

In den letzten Tagen habe ich mich viel mit mir selbst beschäfftigt. Themen, die in ihrer Tiefe hier im Blog keinen Platz haben. Zumindestens jetzt noch nicht. Selbsterfahrungen zu beschreiben ist für mich zwar immer auch die Möglichkeit nochmal alles zu durchdenken allerdings nur mit dem Verstand. Und mein Verstand möchte vereinfachen, alles erklärbar machen und anderen gefallen.

Mein Körper findet diese Worte nicht. Seine Worte sind die Gefühle, die nur mich erreichen und bewegen.

Über diese vielen Selbsterfahrungen hinaus, gibt es natürlich noch eine Menge Training. Mein Zeh kommt derzeitig ohne Bandage aus und hat schon mehrere Trainings ohne größere Zwischenfälle überstanden. So ganz fit sieht er allerdings immer noch nicht aus. Das Training ist im Moment sehr intensiv. Nicht die Techniken oder das Tempo sind intensiver, sondern die Stimmung. Es ist eine sehr gute Stimmung, die ein gutes Training zulassen. Es gibt viele Gelegenheiten die Techniken zu studieren, für sich weiterzuentwickeln und dann wieder alles auf null zu setzen um von vorne anzufangen.

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie “uchideshi09″

Meine Arbeit mit dem Schwert hat dadurch einen neuen Fokus bekommen über den ich sehr dankbar bin. Alles ist wieder auf null gesetzt. So fange ich keineswegs von vorne an, sondern trainiere mit anderen Augen. Den Augen einer begeisterten Anfänger_in.

Aikido ist die Kunst sich in einer Bewegung gleichzeitig  selbst zu schützen und zu öffnen.

Ich gehe jetzt meditieren 🙂

Riesenschnauzernachwuchs bei Familie Zierold – Anton ist da!

Stell‘ dir vor in deiner Familie gibt es Nachwuchs und du kannst nicht dabei sein. Das ist irgendwie schade aber meine Mama versorgt mich mit frischen Bildern von zu Hause. Im Gegenzug muss sie Anton dann noch  Bilder von mir zeigen. Wir wollen doch nicht, dass er überrascht ist, wenn er mich zu Hause sieht, oder?

Vor Ben konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen einen Hund als Familienmitglied zu haben. Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr euch sicher denken 🙂

Sind die beiden nicht zuckersüß.

Ben und Anton

Der große Hund ist Ben. Der kleine heißt Anton.

Gedanken, das Blumenfeld und der Japanshop

Samuraiface

Eine Samuraimaske im Japanshop

Die Schweiz ist knuffig. Das meine ich nicht negativ im verniedlichten Sinne. Ich meine das so, dass wenn du in dem einen Dorf stehst, zum nächsten gegenüber gucken kannst. Überall wo du hinsiehst, gibt es hier Häuser. Alles ist bewohnt. Das fühlt sich irgendwie nach Geborgenheit an. Immerhin komme ich aus Berlin Karow. Da gibt es auch keinen unbebauten Fleck mehr. Hinter Karow kommt dann noch Buch, dann Röntgenthal, dann…  Versteht ihr was ich meine?

Im Gegensatz dazu, stehen für mich Landstriche in Brandenburg und Mecklenburg. Da kommt auch mal eine ganze Weile gar nichts außer Feld, Alleen und einem vielleicht-bewohnten Haus. All das ist ebenfalls wunderschön, aber ich fühle mich da eben nicht geborgen. Das ist nicht knuffig.

Das ist etwas, dass ich sehr liebgewonnen habe hier in Ennetbaden. Trotz der dichten Bebauung gibt es hier viel Natur und viel Platz. Nicht so viel Platz wie in Brandenburg oder Amerika aber mehr als in Berlin. Selbst in Karow findest du so schnell keinen Platz an dem du ungestört draußen trainieren könntest. Überall ist irgendwer und hier und da liegt Hundescheiße in rauen Mengen.

Mari im Blumenbeet

Hinter mir irgendwo liegt Ennetbaden. Rechts ist Freienwil.

Gestern waren wir in einem Blumenbeet bei uns um die Ecke. Rose gegen Spende. Niemand ist da um aufzupassen, dass du was bezahlst. Die Preise stehen gleich neben dem Gefäß in das du dein Geld einwirfst. Dann gehst du ins Beet und suchst dir die schönste Rose für dich aus. Ich habe euch auch gleich mal ein paar Rosen mitgebracht:

Rote Rosen

"Für dich, solls rote Rosen regnen..." 🙂

Der zweite Ausflug des Tages führte in die Nähe von Basel zum Japanshop nach Muttenz. Wenn ich irgendwann ein mal über Geld verfüge, dann fahre ich da nochmal hin und kaufe mir alles was mir gefällt. Vielleicht die Samurairüstung und ein Katana. Oder vielleicht doch den überlebensgroßen Pinsel? Am Ende ist es vielleicht auch nur ein schöner Hakama, wie Gabi und Mike sich einen gekauft haben. Meiner muss aber noch eine Weile halten, weil ich ja noch über kein Geld verfüge. Der Shop ist aber eine Reise wert, weil schön eingerichtet!

Japanshop #1

Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr die Samurairüstungen, die Katanas und den Pinsel sehen.

Europride ’09 in Zürich. Kurzer Rückblick.

Gestern war ich in Zürich auf der Europride ’09. Der ganze Spaß began um 15 Uhr und ging quer durch Zürich. Entgegen der vielen Wolken, die noch zu Beginn über uns herzogen, kam wenige Minuten nach dem Beginn die Sonne raus. Bei strahlendem Sonnenschein, einer netten Temperatur und fetter Musik ging es dann ins Zentrum.

  • Linktipp auf der Eurpride09 für euch gesammelt: Pinkcop.ch –  „Herzlich willkommen auf der Website von PinkCop. Wir sind ein unabhängiger Verein homosexueller Polizistinnen und Polizisten und deren Freunde.“
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Nix Schicki-Micki in der Bahnhofstrasse... Europride '09!

Interessant war der Wagen von Google. Ja, ihr habt richtig gehört, Google hatte einen Wagen auf der Pride. Die Musik war nicht schlecht, nur leider etwas zu laut für die 35 Boxen die hinter dem Wagen montiert waren. Aber das kennen wir ja von Google, wenn dann, dann laut 🙂

Eigentlich wollte ich mit meiner neuen Kamera fotografieren aber bei dem Wetter habe ich sie lieber im Rucksack gelassen und mein Handy benutzt. Die Ergebnisse sind nicht schlecht, wie ich finde.

Google auf der Pride

Google auf der Pride

Mit der Zeit wurden leider auch die Wolken von der guten Stimmung angezogen, so dass es Regen und Sonne gleichzeitig gab. Das ist ein komisches Gefühl, wenn du die Sonne und Regentropfen gleichzeitig im Nacken spürst. Aber ein Naturbursche war ich noch nie. Hey, ich komme aus Berlin 🙂

  • Linktipp auf der Eurpride09 für euch gesammelt: Queer Officers Switzerland – „Wir sind der Verein für schwule Offiziere aller Grade der Schweizer Armee.
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Regen, Sonne und gute Musik - keine schlechte Mischung!

Leider blieb es nicht bei dieser schönen Mischung aus Musik, Sonne und Regentropfen. Es war auch leider kein Regenbogen auszumachen. Stattdessen kam es ganz dicke und durchweichte die Parade leider erheblich. Da konnten alle diejenigen froh sein,

  • die entweder auf einem Truck mit Dach waren (waren nämlich nicht alle),
  • die einen Regenschirm dabei hatten,
  • die sich als stolze Besitzer_in einer noch funktionierenden Regenjacken bezeichnen konnten,
  • die Schwimmhäute besitzen.
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Oh Backe... ganz schlechte Partyaussichten.

Wir hätten noch so gerne den Reden gelauscht und das Tanzbein geschwungen. Leider waren wir Ganz-Körper-Klamm und mussten den Heimweg antreten.

Ich fand die Parade ganz wundervoll. Das hat Erinnerungen an Berlin und die Queerfeministischen Tage wieder aufleben lassen. Mich wundert es eigentlich, dass ich niemenschen getroffen habe, die ich kenne. Außerdem war ich wiedereinmal überrascht, wie ich auf andere Menschen wirke. Offensichtlich sehe ich mehr wie eine Sportstudent_in aus als wie eine Gender Studies Student_in. Aber das kenne ich ja inzwischen auch schon 🙂

Stadtfest und Parade: Mari*us auf dem Europride ’09 in Zürich.

CC via flickr CSD 2006: Pinkes Winken in Hamburg Sankt Georg

CC via flickr "CSD 2006: Pinkes Winken in Hamburg Sankt Georg"

Heute geht es zum „Pride“ nach Zürich. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um eine Stadtfest und eine Parade gleichermaßen:

Die Parade selber wird die grösste und bunteste Gay-Parade sein, die Zürich je gesehen hat. Sie ist aber vor allem eine politische Demonstration für Akzeptanz, Toleranz und gegen Diskriminierungen Tabuisierungen oder Gewaltwaltanwendung aufgrund der sexuellen Orientierung eines Menschen. (Europride.eu)

Leider ist das Wetter noch schwer mittelmäßig. Da werde ich um eine Jeans und eine Regenjacke wohl nicht drumrum kommen. Aber auf die Klamotten soll es ja nicht ankommen, wenn man politische Arbeit mit Tanzen verbindet.

In Berlin startet heute ebenfalls das Pridefestival (und dauert knapp drei Wochen). Zum Programm schreibt die Seite zuckersüß:

Einwohnertauglich! Wer als Bürger Berlins seine Stadt nicht kennt, möge sich den Besuchern des Berlin Pride Festivals anschliessen. (CSD-Berlin e.V.)

Also hin und anschliessen. Ich wünsche euch dabei viel Spaß und einen schönen Samstag!