Ein Seminar mit Shihan Frank Doran (7.Dan) in Zürich und eine schwierige Aufgabe

03.04.2009

Ein Shomen in Zürich

Also die Schweiz ist, was das Aikido betrifft, ein wirklich gutes Pflaster. Ich meine so groß ist dieses Land ja nicht mit 7,7 Millionen Einwohner_innen aber was es hier an Aikidoseminaren und an Aikidomeister_innen gibt, ist wirklich unglaublich.

Heute bin ich immerhin nach Zürich gefahren um bei einem Abendtraining mit Frank Doran Shihan (7. Dan) dabeizusein. Nach dem Seminar gestern mit Sensei Kayla Feder (6.Dan) und meiner ersten Woche als Uchi-Deshi bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) ist das eine verdammt gute Ausbeute, oder?

Hinweis: Alle Beiträge zu meiner Uchi-Deshi Zeit bei Rosmarie Herzig Sensei (4.Dan) im Aikido Dojo Ennetbaden gibt es unter der Kategorie „uchideshi09“
03.04.2009

Auf nach Zürich!

Aber von vorne. Ich bin heute um 17:38 Uhr mit dem Expresszug nach Zürich gefahren. Von Baden ist das immerhin nur 15 Minuten entfernt. Leider ist ganz expressmäßig auch die Geldbörse alle. Für eine Fahrt nach Zürich habe ich 10.20 Schweizer Franken bezahlt. Umgerechnet sind das ungefähr 7.40€. Für 15 Minuten fahrt finde ich das extrem heftig, besonders als die Fahrt in der Strassenbahn nochmals ganze 4 Schweizer Franken gekostet hat. Ok, aber die Schweiz ist eben teuer. Leider werde ich wohl nicht so viel nach Zürich oder Basel fahren können.

Das Seminar heute war nur der Auftakt zu einem ganzen Wochenende mit Frank Doran Shihan (7. Dan). Ich war allerdings nur am heutigen Abend mit dabei. Trotzdem habe ich bereits an einem Tag unglaublich viel erlebt und… ich kann ja nicht alles haben. Meine erste Prüfung war es eine Tüte von Rosmarie Sensei zu übergeben. Ok, kein Problem, Tüte gleich am Anfang übergeben und Grüße ausgerichtet. Ein zweites Präsent sollte ich von Sensei Kayla übergeben. Kurz bevor sie abfuhr gab sie mir eine Umarmung, die eben für jenen Frank Doran Shihan bestimmt war.  Die Situation war schon irgendwie komisch und irgendwie nett, weil ich die Umarmung an diesem großen Mann des Aikido weitergeben sollte. Und siehe da, alles kein Problem. Mari*us übergibt die Umarmung von Kayla Sensei an Frank Doran Shihan. Ich fühlte mich für eine Sekunde als Umarmungsbote. Es war nett 🙂

Das Seminar, dass dieser Prüfung folgte, war wirklich ganz wundervoll. Viele Aikidokas waren auf der Matte und Shihan Frank Doran ist wirklich ein witziger Typ. Seine Trainingsmethode hat unglaublich viel Platz gelassen, um eine Technik zu üben, besser zu verstehen und dann weiter zu üben. Waren wir zum Beispiel bei einer Technik, hat er sie solange korrigiert (stellenweise mit wirklich süßen und lustigen Geschichten), bis ihm so halbwegs gefallen hat, was er gesehen hat. Dann ging es zur nächsten Technik.

Ich habe heute ein paar Lektionen gelernt, die ich gerne mit euch teilen möchte. Wie ich darauf gekommen sei einmal dahingestellt.

  • es gibt unglaublich viele Aikidokas,
  • es gibt so unglaublich viele Aikidokas die so unglaublich viel besser sind als ich,
  • ich verschwende so unglaublich viel Zeit dafür über eben diese tollen Aikidokas nachzudenken, dass ich gerne meinen eigenen Weg aus den Augen verliere,
  • Aikido kann nur in der Gruppe entstehen aber wachsen muss es in mir,
  • den Geist einer Anfängerin zu haben bedeutet für mich das Gesehene wirklich exakt kopieren zu wollen,
  • Ich weiß nichts, ich hab nichts, ich bin nichts… mein Weg allerdings ist nur für mich,
  • Rosmarie Sensei ist ein tolles Vorbild.
03.04.2009

Ennetbaden links - Baden rechts - Nacht überall

Vielen Dank an dieser Stelle an alle meine Leser_innen. Es ist schön, diese Erfahrungen mit euch teilen zu können. Gute Nacht aus Ennetbaden wünscht euch Mari*!

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4 Gedanken zu “Ein Seminar mit Shihan Frank Doran (7.Dan) in Zürich und eine schwierige Aufgabe

  1. basti schreibt:

    es freut mich das du so viel erlebt hast in so kurzer zeit.
    zu deiner erkenntnis das es bessere aikidokas gibt : es wird immer menschen geben die in dem wo man besonders gut ist einen um längen schlagen können
    das wichtigste ist das man sein eigenen weg geht und ihn nicht aus den
    augen verliert nur dann kann man dazu lernen und mit sich selbst ins reine
    kommen. liebe grüße aus dem frühlingshaften velten

  2. Karola schreibt:

    du stellst dich ganz schön unter den scheffel. von wegen ich weiß nichts, ich hab nichts, ich bin nichts … . mit ich weiß nichts wär du jetzt nicht da, wo du bist. in die schweiz bist du auch gefahren um neues, anderes kennen zu lernen, um erfahrungen zu sammeln. ich denke schon, dass du mit dem nötigen abstand nach deiner reise alles ordentlich verarbeiten und für dich nutzen kannst.

  3. max schreibt:

    ach, schwamm drüber würd ich mal sagen. du kannst ja andere ruhig erstmal kopieren. auch so etwas bringt dich irgendwann dazu, den für dich besten weg zu finden.
    und vielleicht kannst du dir ja irgendwo ein fahrrad ausborgen, dann ist gut für die kondition und fürs portemonaie. 😉

    gruß in die schweiz

    ps: kannst du bitte mal in deine mails gucken?

  4. @basti das mit dem „eigenen weg gehen“ werde ich in der nächsten zeit eindringlich üben. zum glück habe ich mir dafür etwas zeit genommen 🙂

    @karola ich habe schon eine menge, da hast du schon recht. nun muss ich versuchen es mit meinem ganz eigenen weg zu verknüpfen. das ist harte arbeit für mich. härter als ich dachte.

    @max ein fahrrad bekommen ich zum glück bald. bis nach zürich sind es 16km. mal sehen jetzt habe ich noch 12 wochen zeit das ganze für mich auszuprobieren. mails wurden gecheckt und bearbeitet 🙂

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