[Open Source] Vietnam, Wien, Amsterdam und Berlin (Update)

(Update) Höre gerade den Podcast „Netzpolitik068: Leonard Dobusch über Linux in Kommunen„. Sehr interessant, da hier neben Berlin und Wien noch Frankfurt mit ins Feld geführt werden. Den Podcast gibt es hier als MP3 (43 MB) und OGG (40MB).

Ich selber bin ein großer Fan von Open Source (Quelloffener) Software. Obwohl ich noch vor wenigen Jahren Windows und das Betriebssystem von Macintosh verwendet haben, bin ich inzwischen komplett umgestiegen (Ubuntu). Leidiglich auf Arbeit werde ich hartnäckig mit XP konfrontiert, was nicht zuletzt am Windowsnetzwerk der Humboldt Universität zu Berlin liegt.

[Alle Ergebnisse des folgenden Beitrages wurden mit Metager2 recherchiert.]

Dass Open Source nichts für Computerverrückte ist, habe ich heute wieder bei Heise.de lesen können.

Vietnam setzt auf Open Source

Dabei sind die Ziele hoch gesteckt: Bis 30. Juni dieses Jahres soll auf
allen Servern der IT-Abteilungen der Regierungsbehörden freie Software
laufen. Alle Mitarbeiter dieser Abteilungen sollen bis zu dem Datum im
Umgang mit der installierten Software geschult sein und die Hälfte von
ihnen soll damit flüssig arbeiten können. (Quelle: Heise.de)

Ich habe mich mal gleich weiter umgesehen und herausgefunden, dass Vietnam nicht das einzige Licht am Ende des Windowstunnels ist.

Amsterdam startet abschließenden Open-Source-Test

Die Stadt Amsterdam hat ihren letzten Test begonnen, um festzustellen,
ob alle 10.000 Desktops der Verwaltung künftig mit freier Software
betrieben werden können. Dafür wurden nun 60 Computer mit den Open
Desktops installiert. (Quelle: Golem.de)

Ich bin mir leider im Moment nicht im Klaren darüber, wie weit das Projekt derzeitig ist. Wer Informationen hierzu hat, kann sie mir gerne im Kommentarteil mitteilen. Weiter geht es mit der Stadt Wien und Open Source. Die hat immer hin eine eigene Linuxdistribution namens „Wienux“ entwickelt.

Wien: Von Linux zu Windows? (Update)

So gut die Idee auch ist einen eigene Distribution zu entwickeln, scheint sie nicht bei allen so gut anzukommen 😦

Der Wiener Stadtschulrat möchte die Computer der städtischen
Kindergärten von Linux auf Windows Vista umstellen. Die Grünen fürchten
einen Rückschlag für das Wienux-Projekt. Die Linux-Distribution kommt
seit 2005 in der Wiener Verwaltung zum Einsatz. (Quelle: Golem.de)

Ich bin mir nicht ganz sicher aber irgendwie drängt sich mir hier ein Wort auf, dass ich mal Lobby nenne, denn sonst ist es schwer zu erklären, dass die Stadt Wien 400.000€ für Lizenzen ausgibt und sich nicht darum kümmert, das fehlende Programm für Linux zugänglich zu machen.

Der Wiener Gemeinderat hat den Kauf der Vista-Lizenzen beschlossen. Durch die Schullizenzen für das gesamte Bildungsnetz entstehen Kosten von „knapp mehr als 400.000 Euro“.

Und mal ganz ehrlich. Wer 400.000€ für Vista ausgibt, hat ja wohl einen Knall nicht gehört. Ha Ha!

Na ja und dann kommen wir noch zu Berlin…

Open Source und offene Standards für Berliner Verwaltung nicht absehbar

In Zeiten des Sparzwangs nicht ganz nachvollziehbar. Gespart wird an den für die Entscheidungsträger_innen bequemen Stellen. Der eigene Desktop bleibt Windows…

Der Ausschuss für die Verwaltungsreform des Berliner Parlaments hat am heutigen Donnerstag über Anträge der Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und FDP entschieden. Die drei Anträge „Einheitliche
IT-Ausstattung und IT-Kompetenz in den Bezirken voranbringen“ (FDP), „IT-Programme in der Berliner Hauptverwaltung harmonisieren“ (Grüne) und „Berliner Verwaltung auf Open-Source-Software umstellen“ (Grüne) wurden alle abgelehnt. In allen Fällen sorgten die Stimmen der Regierungskoalition von SPD und Linken für das Scheitern. (Quelle: Linux-Magazin)

Da denk ich doch ich sollte das nächste Mal grün wählen. Und zum Schluss noch ein Link auf Open Source und die Finanzkrise:

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