[Bloggen] Warum das Ganze?

Mari*us

Mari*us - Bloggen ja, StudiVZ nein

Kurz: Ein Beitrag übers Bloggen, StudiVZ und warum mensch das eine machen (Warum Bloggen?) und das andere lassen sollte (Fazit/1). Oder zumindestens das Profil für die Öffentlichkeit sperren muss. Dauer: 4min.

Vor einer Weile hatte ich noch das Gefühl, dass es das Technische ist, was die Internetuserinnen am bloggen hindert. Ich hatte auch gedacht, dass eigentlich alle bloggen können und sollten…

Wie sich nach etlichen Web 2.0 Kursen und persönlichen Gesprächen für mich herausgestellen sollte, ist es in erster Linie der Inhalt, der das Bloggen so unverständlich erscheinen lässt.

Die Kunst besteht also meiner Meinung nicht darin, das nutzerinnenfreundliche Verwaltungssystem zu bedienen, sondern seine Gedanken so zu ordnen, dass sie in ein Blogartikel passen.

Beispiel:

Ich hatte vor Kurzem die Möglichkeit einen Blick ins StudiVZ zu werfen. Hier tummeln sich allerlei Menschen, die scheinbar ohne Probleme die nutzerinnenfreundliche Verwaltungsoberfläche benutzen, ein detailliertes Profil über sich erstellen und jede Menge frei zugängliche Bilder hochladen. Diese werden dann sortiert, kommentiert und andere Nutzerinnen werden darauf verlinkt. Wer sein Profil nicht schließt, lässt einen genauen Blick ins Party- oder Urlaubsleben deutscher Studentinnen zu.

Fazit/1:

Es geht also. Das „sich-sichtbar-machen“ im Internet. Rein technisch, meine ich.

Es geht doch nicht. Das „sich-präsentieren“ im Internet. Inhaltlich, meine ich. Warum?

„Das distanzlose Teilen von privatesten Informationen hat sehr wahrscheinlich Einfluß auf die medizinische Ausbildung und Karriere.“ (Quelle: Medinfo)

Bitte liebe StudiVZ Nutzerinnen, schließt eure Profile, wenn ihr zu private Fotos online habt.

Warum das Ganze?

Die Frage „Wieso sollte man bloggen?“ wird kurz und knapp bei Mediensache besprochen. Mein Lieblingspunkt:

„Das häufige Schreiben von Artikeln verbessert den allgemeinen Schreibstil. Zwar schleichen sich teilweise viele Rechtschreib- und Kommafehler ein, wenn man viel und schnell schreibt. Aber dadurch, dass man sich ständig Gedanken darüber macht, wie man etwas ausdrückt, werden Satzbau, Schreibstil und teilweise die Grammatik verbessert.“ (Quelle: Mediensache)

Ich war in Diktaten leider eine Null. Meine Aufsätze waren mittelmäßig. Meine erste Hausarbeit in der Uni wurde erst gar nicht bewertet. Durchs Bloggen hat sich viel verändert. Ich habe Spaß am Schreiben. Versuche mich verständlich auszudrücken, informationen leserlich aufzubereiten ohne dabei mit dem Kopf auf der Tischplatte zu verzweifeln.

Nach meiner Zwischenprüfung in den Gender Studies hat mir meine Prüferin gesagt, dass ich meinen Schreibstil nur durch regelmäßiges Üben verbessern könnte. Die Vorstellung wissenschaftliche Texte zu verfassen, trieb mir einen kalten Schauer über den Rücken. Das tut es jetzt nicht mehr.

Fazit/2:

Bloggen ist Identitätsarbeit und Übung gleichermaßen. Es schult die Medienkompetenz in einem solchen Maße, dass ich die Möglichkeit habe zu unterscheiden, ob ich Bilder von mir auf dem letzten Dorffest ins Internet stelle oder nicht. Ich würde verneinen 🙂

Ich habe mir folgende Fragen gestellt und beantwortet:

  • Wie ist mein Schreibstil? – Mittel
  • Sollte ich ihn verbessern? – Unbedingt
  • Ist es nötig mich im Internet zu präsentieren? – Klar
  • Auf eine angemessene Weise? – Pflicht
  • Haben andere etwas davon, wenn ich meine Arbeit im Netz dokumentiere? – Viel
  • Nutze ich die Informationen von anderen für mich? – Immer
  • Habe ich eine Informationskonsumhaltung? – Nein

[CSS] Kurze Erklärung und etwas für Fortgeschrittene

39,90Euro

Fortgeschrittene CSS-Techniken. Verlag: Galileo, Preis: 39,90Euro

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit CSS beschäfftigt. CSS (Cascading Style Sheets) bestimmen wie eine Internetseite aussieht. Für alle die nicht wissen was CSS ist und wie CSS funktioniert, ihr müsst euch das so vorstellen:

Ich habt Klamotten an. T-Shirt, Hose, Schue. Diese Klamotten sind HTML. Ohne HTML hättet ihr also nichts an. Jetzt sehen eure Klamotten sehr einfach aus. Sie passen irgendwie, sind aber ohne Farbe, die perfekte Länge, Schnitt etc.. Stellt euch nun vor, dass eine Designerin vor euch steht und auf einen Zettel schreibt, wie eure Klamotten aussehen sollen. Sie schreibt auf, dass der Pullover schwarz und ein bisschen enger sitzen soll, die Hose wird eine weite Jeans die gut am Hintern sitzt und eure Schuhe werden zu stylischen nicht-leder Turners. Während sie schreibt, verändern sich eure Klamotten. Alles wichtige steht  auf dem Zettel der Designerin, nicht auf den Klamotten selbst.

Diese Anmerkungen sind wie CSS im Webdesign. Ihr habt euer HTML Grundgerrüst und gestaltet dieses Gerüst mit Hilfe von Designangaben. Einfach irgendwie.

Für alle die etwas mehr brauchen als meine kurze Erklärung wäre bestimmt das Buch „Fortgeschrittene CSS-Techniken“ etwas. Auf 424 Seiten soll mensch über das einfache Verständnis von CSS hinauskatapulitert werden. Da es 39.90€ kostet und meinen finanziellen Rahmen sprengt, nehme ich mit diesem Beitrag an einem Gewinnspiel teil. wer weiß, vielleicht klappt es ja.

[Rückblick] mari*us.zierold live aufm Alex

Uchi Uke

Bild des Wochenendes - Maria und Mari*us auf dem Alexanderplatz

Das Wochenende hatte mehrere nette Höhepunkte. Einer war die Kampfkunstvorführung des I-SHIN Dojo Berlin-Karow auf dem Alexanderplatz in Berlin. Alles hat ganz wunderbar funktioniert.

„Stell dir vor du machst eine Vorführung und der Fernsehturm sieht zu. So geschehen an diesem Samstag, den 06.September 2008. Dreizehn Mitglieder des I-SHIN Dojo Berlin-Karow standen für eine halbe Stunde im Fokus des Geschehens auf dem Alexanderplatz in Berlin. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die zu einem großen Teil wahrscheinlich nicht mal aus Berlin kamen, versammelten sich an unserer roten Mattenfläche, um unsere Vorführung anzusehen.“ (Quelle: i-shin.de)

Mehr Bilder vom Event gibt es bei Flickr.

[Live] mari*us.zierold auf dem Alexanderplatz in Berlin

Kote Gaeshi

Bild - Vorführung vom letzen Wochenende in Berlin-Karow

Heute findet unsere I-SHIN Kampfkunst Vorführung auf dem Alexanderplatz in Berlin statt. Ziel ist es, unser Dojo bestmöglich zu präsentieren.

„Wie hier bereits angekündigt, findet heute, am 06.September 2008, unsere I-SHIN Kampfkunstvorführung im Rahmen des 12. Solidaritätsbasar der Berliner Journalistinnen und Journalisten auf dem Alexanderplatz in Berlin statt.“ (i-shin.de)

Zusammen mit Maria und David werden wir wie am letzen Wochenende auch die Kinderklasse des I-Shin Dojos Berlin-Karow vertreten. Wenn es vielleicht auch nicht zu erwarten ist, dass Zuschauerinnen danach zu uns ins Dojo in den Nord-Osten nach Karow kommen, wird es bestimmt eine publikumswirksame Aktion werden.

Alle die gerne wollen und noch nichts vorhaben, sind natürlich herzlich eingeladen vorbeizukommen 🙂

[Chrome] Warum es nicht ums Prinzip geht. Firefox vs. Google Chrome

Empi Uchi

Viel Bewegung auf dem Browser Markt und wir sehen zu.

Kurz: Ein Beitrag über Google Chrome, Firefox, meine Großeltern die mit den Prinzipien von Open Source sicher durchs Netz surfen. Linksammlung am Ende. Dauer: 2min.

Eins vorweg. Ich nutze Linux. Der neue, scheinbar bombastische, Browser von Google ist mir also noch nicht auf den Bildschirm gekommen. Den gibt es in seiner Betaversion nur für Windows. Mein Eintrag dreht sich also nicht um Perfomance oder Sicherheitslücken (das machen andere sowieso viel besser) sondern ums Prinzip.

Mit Firefox kann ich schnell und sicher surfen. Ich habe viele kleine Helferinnen (sopgenannte Addons) die mir das Leben leichter machen und das Beste ist: der Firefoxbrowser ist OpenSource. Auch wenn Google den Feuerfuchs mit jährlich über 60Millionen Dollarn finanziert, ist das Prinzip ganz klar: Ein freier Browser für ein freies Internet.

Frei heißt nicht zu sagen „Ich hätte ja nichts zu verbergen“, Frei bedeutet in dem Fall, dass ich mir darüber im Klaren bin, wohin ich wann warum surfe. Ich mag diese Vorstellung.

Wenn ich mit dem neuen Browser von Chrome surfe, weiß allerdings nicht nur ich wohin ich wann warum surfe. Ich lasse es auch Google wissen. Für mich klingt das nach einem Freischein. Oder noch besser, nach Gelddruckmaschine. …oh Moment, die haben sie ja schon – Google.

Aber mal unter uns. Habt ihr den Leuten in letzter Zeit mal beim surfen über die Schulter gesehen? Wir reden hier von Performance, Millisekunden etc. Viele wissen nicht einmal, dass sie nur einmal im Internet klicken müssen, wie sie Lesezeichen anlegen oder mit Tabs browsen. Sie benutzen die Maus für die wichtigen Dinge, nicht die Tastatur. Mein Wunsch ist kein neuer Browser sondern mehr Informations- und Medienkompetenz.

Meine Großeltern surfen mit Firefox und Linux durchs Netz. Sie sind sicher und schnell auf einem ziemlich alten Rechner unterwegs. Ohne die Prinzipien von Open Source (versucht mal Vista auf einem alten Rechner zum Laufen zu bringen) wäre das nicht möglich. Mir gefällt diese Vorstellung sehr viel besser als alle über Chrome beschriebenen Vorteile.

Nützliche Links: