Open Access für Studierende in Österreich

Via Infobib… Vier Studierende der Uni Wien, die im Jahr 2001 auszogen um eine Internet-Plattform für Web-Publikationen zu etablieren: textfeld.ac.at.

Ziel ist und war es Studienarbeiten für alle im Internet zugänglich zu machen. Darüber hinaus wurde aber auch eine Möglich geschaffen für Studierende, Jungforscher_innen und allen anderen Interessierte Publikationserfahrung zu sammeln.

Die Grundsätze von Textfeld sind denkbar einfach und folgen dem Gedanken des Open Access:

Offenheit: Die Website sollte möglichst vielen das Veröffentlichen ermöglichen. Auch studentische Abschlussarbeiten, die sonst keine Publizität finden würden, bekommen eine Chance.

Einfachheit: Veröffentlichen im Internet soll nicht nur jenen mit speziellen Fachkenntnissen vorbehalten sein. Auch die technischen Laien sollen Zugang zu Informationstechnologien haben.

Freier Zugang: Der Erwerb von Wissen sollte nicht von den finanziellen Mitteln abhängig sein. Der kostenlose Zugriff auf die Informationen soll für alle Benutzer und Benutzerinnen der Website gewährleistet sein. (Quelle: textfeld.ac.at)

Ein Beispiel über die Wirksamkeit des Open Access für Studierende exemplarisch an einer Arbeit:

Auf diese Weise erhält eine Arbeit z.B. über den “die demokratischen Potentiale von Wegblogs” mit momentan fast 300 Downloads doch eine beachtliche Aufmerksamkeit, die ihr ohne Textfeld wohl nicht zuteil geworden wäre. (Quelle: Infobib)

http://textfeld.ac.at/text/872/

textfeld.ac.at | WISSEN:VERNETZEN:PUBLIZIEREN via kwout

Erinnerst sei an dieser Stelle an die Hausarbeitensammlung in den Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ein Projekt, dass es im Gegensatz zu Textfeld nur in die Weiten der Internet-Bedeutungslosigkeit geschafft hat.

Wie passend…

Habe ich gerade bei Netzlernen gefunden. Das tolle an dieser Karrikatur ist, dass sie auf ein Problem aufmerksam macht und gleich die Lösung präsentiert:

  1. Problem: Die Angst vor Web- oder Lernplattformen ist sehr groß. Auch ganz ohne praktische Erfahrungen (kommt immer wieder vor!) wird der Umgang mit dieser Art des Webs als umständlich und unpraktikabel bezeichnet.
  2. Lösung: Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass der Sprung ins kalte Wasser oft wärmer ist als am Anfang vermutet und dass Übung und Gewöhnung die Meister_in macht. Wer nichts wagt, kann nichts gewinnen. Also ran an die Tastaturen, denn alle Lösungen zum Problem „Lernplattformen“ finden sich im Netz 😉

Zelten im BibCamp 2.0 – 16.-17.05.2008

http://bibcamp.pbwiki.com/*

Nächstes Wochenende findet das BibCamp 2.0 in Potsdam und Berlin statt. Die Veranstaltung verspricht interessant zu werden, da es sich um ein sogenanntes „barcamp“ handelt. Vielmehr Erfahrungsaustausch, weniger Konferenz – und die Hoffnung auf viele interessierte Fachleute zu treffen mit denen mensch nicht über den Mehrwert von Web 2.0 diskutieren muss.

Die Fragen sollen also nicht lauten: „Was ist Web 2.0?“ oder „Wozu brauche ich diesen 2.0 Schnick-Schnack?“ sondern „Das will ich auch, wie kann ich (können wir) mitmachen?“

Mit all diesen Debatten verbunden sind auch die Ansätze und Prinzipien der Open Source Bewegung, sowohl als Bewegung zur Erstellung Freier Software als auch als gesellschaftliches Projekt, ‚Freie Rede‘ (free speech) im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Übergreifendes Schlagwort all dieser Debatten war zumeist die Bibliothek2.0.

OpenSource, Wiki, Weblog, Bibliothek 2.0, Freie Software… das klingt vielversprechend. Ich gehe mit Danilo hin und ich denke, dass auch einiges für die Genderbibliothek dabei abfällt. Ein Webblog hat unsere kleine Bibliothek ja bereits. Seit neustem auch einen Account bei LibraryThing.de. Und trotzdem ist da noch viel Luft nach oben.

Also. Auf ins Bibcamp – weiterbilden und so 🙂

* BibCamp – Potsdam/Berlin, 16./17. Mai 08 wiki – BibCamp übernimmt die Idee von BarCa… via kwout