Jappy – Discussions

Pt: Ey guck‘ mal die war auf meinem Profil.

Eh: Wirklich, wie alt isn die?

Pt: Hast du dir mal die Bilder angesehen. Die ist voll hübsch, wenn man den Kopf weglässt“

Vor einer Weile gab es ja Probleme mit den versteckten Misswahlen im StudiVZ. Ich habe mich kategorisch gegen das StudiVZ ausgesprochen, komme aber an Communities einfach nicht mehr vorbei. Ich habe Facebook ausprobiert. Jetzt eine Anmeldung bei Jappy. Es sollten noch MySpace und StudiVZ folgen. Wegen der Vollständigkeit und so.

Bis jetzt ist mir der geistige Durchbruch allerdings noch nicht gelungen. Irgendwie wird die ganze Zeit geflirtet, bewertet und Blödsinn gemacht. Der Community-Gedanke hat sich mir noch nicht offenbart. Ich will netzwerken und nicht flirten. Und ich will Menschen sehen, die netzwerken und nicht die ganze Zeit flirten oder bewerten.

Ich will, ich will, ich will.

Warum geht das hier nicht? – ich will auch!

Wie gerade auf Globolibro gelesen wurde in San Fransisco die erste von insgesamt vier neuen Bibliotheksfilialen geöffnet. Für knapp 106 Millionen Dollar gibt es:

„vollverglasten Lese- und Stöberbereich, erweiterte und jeweils separate Bereiche für Kinder und Jugendliche, deutlich mehr Computer sowie kosten- und drahtlose Internetzugänge.“ [Quelle: Globolibro]

Ganz zu schweigen von dem Förderverein der Bibliothek, der satte 200.000 Dollar für „für neues Mobiliar und technische Ausrüstung“ gesammelt hat.

Jetzt würde es mich noch interessieren, ob sie auch noch das Manifest der Bibliothekar_in 2.0 an der Wand zu hängen haben und es sogar umsetzen?

In der Bibliothek in der ich sitze, können nicht mal neue Bücher (auch als aktuelle Literatur bekannt) angeschafft werden. Unter dem Motto: „Öffentliche Bibliotheken: Wir haben die besten Reiseführer der 70er, 80er und 90er – nur nicht das Beste von heute“ ist es geradezu peinlich, wenn ich an San Fransisco denke.

Hier geht es zum Originalquelle

Volle CommonCraft voraus!

Text und Blog (textundblog.de) weist auf ein Problem hin was ich ebenfalls kenne: andere Menschen mit einfachen Argumenten dazu zu bringen ihre Lesezeichen online zu speichern.

CommonCraft bietet seit einiger Zeit mit ihren Videotutorials wunderbar leicht verständliche Einstiegsmöglichkeiten zum Web 2.0.

Jetzt ist ihr Video zum Social Bookmarking mit Delicious online! Das ist ein wirklich stechendes Argument!

PS: gibts auch auf Deutsch

Bibliothek der JVA Münster ist Bibliothek 2007 – Respekt!

Vor einem Jahr war ich in der JVA (Justiz Vollzugsanstalt) Münster. Nicht weil ich musste – sondern weil ich wollte. Es wurde eine Bibliotheksführung in der Gefängnisbücherei im Rahmen der INETBIB Tagung in Münster im Jahr 2006 angeboten. Obwohl die JVA Münster nach der JVA in Tegel die älteste im deutschen Bundesgebiet ist, zeichnet sie sich insbesondere durch eine engagierte Leitung aus.

Das hat sich jetzt in Höhe von 30000 Euro ausgezahlt denn die Bibliothek in der JVA Münster ist die „Bibliothek des Jahres 2007“

Die Bücherei der JVA Münster hat sich im Wettbewerb um den mit 30 000 Euro dotierten Preis des Deutschen Bibliotheksverbandes und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gegen die Konkurrenten Universitätsbibliothek Karlsruhe und Stadtbibliothek München durchgesetzt. [Quelle:Infobib]

„Wie auch immer“ – gratuliert!

Manifest der Bibliothekar_in 2.0

danach hatte ich jetzt schon eine Weile gesucht und jetzt habe ich es gefunden. Ich finde dieses Manifest sehr überzeugend – also poste ich es einfach noch mal. Das Original stammt von Laura Cohen und Library 2.0, die Übersetzung von Patrick Danowski. Ich habe das Manifest um den Gender_Gap erweitert, da die Bezeichnungen wie „Bibliothekar“ und „Nutzer“ nach meinem Empfinden nicht geschlechtsneutral sind. Außerdem widerspricht es meinen Erfahrungen in der Bibliothek sehr deutlich.

Manifest der Bibliothekar_in 2.0

von Laura B. Cohen, Übersetzung von Patrick Danowski, überarbeitet von Marius Zierold

  • Ich erkenne, dass das Universum der Informationskultur sich schnell ändert und dass Bibliotheken auf diese Änderungen positiv reagieren müssen, um Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Benutzer_innen benötigen und wünschen.

  • Ich unterrichte mich über die Informationskultur meiner Benutzer_innen und versuche nach Möglichkeiten, was ich lerne in Bibliotheksdienstleistungen einfließen zu lassen.

  • Ich bin nicht defensiv in meine Bibliothek , aber ich betrachte offen die Situation und bilde mir eine ehrliche Meinung über das was geschafft werden kann.

  • Ich werde eine aktive Teilnehmer_in, die meine Bibliothek voran bringt.

  • Ich erkenne, dass Bibliotheken sich langsam ändern, und arbeite mit meinen Kolleg_innen, daran unser Reaktionsvermögen auf Änderungen zu beschleunigen.

  • Ich bin mutig beim Vorschlagen neuer Services und von neuen Wegen des zur Verfügungstellens von Dienstleistungen , obwohl einige meiner Kollegen_innen resistent sind.

  • Ich genieße die Spannung und den Spaß der positiven Veränderung und übermittele diesen an Kolleg_innen und Benutzer_innen.

  • Ich lasse von der bisherigen Praxis ab, wenn es einen besseren Weg gibt, etwas zu tun, selbst wenn diese Praxis sich als gut erwiesen hat.

  • Ich nehme eine experimentelle Annäherung an Veränderungen hin und bin bereit Fehler zu machen.

  • Ich warte nicht bis etwas vollkommen ist, bevor ich es freigebe und ich ändere es auf der Basis von Benutzer_innenfeedback.

  • Ich fürchte mich nicht vor Google oder in Verbindung stehenden Dienstleistungen, aber ich werde Vorteile aus diesen ziehen um Nutzer_innen zu helfen und gleichzeitig werde ich ausgezeichnete Bibliothekdienstleistungen zur Verfügung stellen, die die Benutzer_innen benötigen.

  • Ich vermeide es Benutzer_innen zu nötigen etwas in den Bezeichnungen der Bibliothekar_innen zu sehen, eher forme ich Dienstleistungen um, die die Präferenzen und Erwartungen der Benutzer_innen zu reflektieren.

  • Ich bin bereit dorthin zu gehen, wo die Benutzer_innen sind, online und in den körperlichen Räumen, um meinen Beruf auszuüben.

  • Ich stelle offene Webseiten her, die Benutzer_innen erlauben, mit Bibliothekar_innen in Verbinden zu treten, Inhalte beizutragen, ihre Lernenerfahrung zu erhöhen und sich gegenseitig zu unterstützen.

  • Ich leiste Lobbyarbeit für einen offenen Katalog, der personalisierte und interaktive Features bietet, die Benutzer_innen in den Online-Informationsumgebungen erwarten.

  • Ich rege die Leitung meiner Bibliothek zum Bloggen an.

  • Ich beweise, durch meine Tätigkeiten, das Bibliothekar_innen eine lebendige und relevante professionelle Rolle in jeder beliebigen Art der Informationskultur spielen, die sich entwickeln kann.

Aufwachen! Blogs und Rss sind schon längst da!

Die Blogosphäre ist schnell, aktuell und informativ. Wenn sich Mensch dann noch ein bisschen Mühe bei der Recherche nach den richtigen Blogs gibt, dann ist für alle Internetnutzer_innen irgendwas interessantes dabei. Darauf würde ich wetten!

Bei dem Blogprojekt „Berlin Buch liest“ hat es mit Hilfe von Rss-Feeds, Trackbacks und Pingbacks genau vier Tage gedauert, bis es von anderen Blogger_innen wahrgenommen wurde.

Also aufwachen, denn: Das Internet ist tot- es lebe das Internet!