Manifest der Bibliothekar_in 2.0

danach hatte ich jetzt schon eine Weile gesucht und jetzt habe ich es gefunden. Ich finde dieses Manifest sehr überzeugend – also poste ich es einfach noch mal. Das Original stammt von Laura Cohen und Library 2.0, die Übersetzung von Patrick Danowski. Ich habe das Manifest um den Gender_Gap erweitert, da die Bezeichnungen wie „Bibliothekar“ und „Nutzer“ nach meinem Empfinden nicht geschlechtsneutral sind. Außerdem widerspricht es meinen Erfahrungen in der Bibliothek sehr deutlich.

Manifest der Bibliothekar_in 2.0

von Laura B. Cohen, Übersetzung von Patrick Danowski, überarbeitet von Marius Zierold

  • Ich erkenne, dass das Universum der Informationskultur sich schnell ändert und dass Bibliotheken auf diese Änderungen positiv reagieren müssen, um Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Benutzer_innen benötigen und wünschen.

  • Ich unterrichte mich über die Informationskultur meiner Benutzer_innen und versuche nach Möglichkeiten, was ich lerne in Bibliotheksdienstleistungen einfließen zu lassen.

  • Ich bin nicht defensiv in meine Bibliothek , aber ich betrachte offen die Situation und bilde mir eine ehrliche Meinung über das was geschafft werden kann.

  • Ich werde eine aktive Teilnehmer_in, die meine Bibliothek voran bringt.

  • Ich erkenne, dass Bibliotheken sich langsam ändern, und arbeite mit meinen Kolleg_innen, daran unser Reaktionsvermögen auf Änderungen zu beschleunigen.

  • Ich bin mutig beim Vorschlagen neuer Services und von neuen Wegen des zur Verfügungstellens von Dienstleistungen , obwohl einige meiner Kollegen_innen resistent sind.

  • Ich genieße die Spannung und den Spaß der positiven Veränderung und übermittele diesen an Kolleg_innen und Benutzer_innen.

  • Ich lasse von der bisherigen Praxis ab, wenn es einen besseren Weg gibt, etwas zu tun, selbst wenn diese Praxis sich als gut erwiesen hat.

  • Ich nehme eine experimentelle Annäherung an Veränderungen hin und bin bereit Fehler zu machen.

  • Ich warte nicht bis etwas vollkommen ist, bevor ich es freigebe und ich ändere es auf der Basis von Benutzer_innenfeedback.

  • Ich fürchte mich nicht vor Google oder in Verbindung stehenden Dienstleistungen, aber ich werde Vorteile aus diesen ziehen um Nutzer_innen zu helfen und gleichzeitig werde ich ausgezeichnete Bibliothekdienstleistungen zur Verfügung stellen, die die Benutzer_innen benötigen.

  • Ich vermeide es Benutzer_innen zu nötigen etwas in den Bezeichnungen der Bibliothekar_innen zu sehen, eher forme ich Dienstleistungen um, die die Präferenzen und Erwartungen der Benutzer_innen zu reflektieren.

  • Ich bin bereit dorthin zu gehen, wo die Benutzer_innen sind, online und in den körperlichen Räumen, um meinen Beruf auszuüben.

  • Ich stelle offene Webseiten her, die Benutzer_innen erlauben, mit Bibliothekar_innen in Verbinden zu treten, Inhalte beizutragen, ihre Lernenerfahrung zu erhöhen und sich gegenseitig zu unterstützen.

  • Ich leiste Lobbyarbeit für einen offenen Katalog, der personalisierte und interaktive Features bietet, die Benutzer_innen in den Online-Informationsumgebungen erwarten.

  • Ich rege die Leitung meiner Bibliothek zum Bloggen an.

  • Ich beweise, durch meine Tätigkeiten, das Bibliothekar_innen eine lebendige und relevante professionelle Rolle in jeder beliebigen Art der Informationskultur spielen, die sich entwickeln kann.

10 Gedanken zu “Manifest der Bibliothekar_in 2.0

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