[Bibliothek 2.0] LibraryThing und Bibliotheksnutzer_innen

Die Diskussion Nutzerinnen in den Bibliotheksbetrieb mit Hilfe von Social Tagging (Gemeinschaftliches Indexieren) einzubeziehen, wir von der unbestimmten Angst begleitet, dass die Bibliothekarinnen oder Bibliotheken überflüssig werden können.

Das Schöne und Überflüssige an dieser Diskussion ist, dass es derzeitig noch keine konkreten Anwendungen gibt, die die Angst nur im geringsten bestätigen würden. (Wenn Beispiele vorliegen bitte kommentieren)

Ein Positivbeispiel hingegen, findet sich heute im netbib Weblog:

This is a perfect example of the social aspect of finding information.
Whenever someone tagged this book they were wanting to describe the
book so they could locate it later and maybe they had a thought to how
other people might discover the information as well. This was a Web 2.0
success story. (Quelle: netbib)

LibraryThing bietet besonders für kleinere Bibliotheken (z.B. Genderbibliothek) die Möglichkeit, die Kraft des Sozialen Netzwerke zu nutzen, da ihre Kataloge üblicherweise für Social Tagging nicht ausgelegt sind. Schade nur, dass die deutschen Internet- und Bibliotheksnutzerinnen diese Möglichkeit für sich noch nicht so richtig entdeckt haben.

[Praktikum] PmWiki – Wiki ganz einfach!

Zusammenfassung: Dieser Beitrag beschreibt, dass es nicht nur eine Wikisoftware sondern mehrere gibt. Genauer betrachtet wird die Software PmWiki, das gut für Projektarbeit eingesetzt werden kann. Einsatzgebiete und technische Schritte bis zum Produktiveinsatz werden genauer erläutert. Dem Fazit schließt sich ebenfalls eine Empfehlung an, wie mensch auch ohne technische Fähigkeiten ein eigenes Wiki betreiben kann.

projekt_ohne_wiki vs. projekt_mit_wiki mit Wikis besser arbeiten!

In der Welt der Computer und des Internets gibt es immer mehr als nur eine Variante

Es gibt zum Beispiel nicht nur Windows/Mac. Da wäre zum Beispiel Linux. Oder neben Google, der alten Datenkrake gibt es Ixquick. Eine Metasuchmaschine (die auch Googleergebnisse verwendet), die vor kurzem mit dem Datenschutz Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Und und und.

Warum sollte das für Wikisoftware anders sein?

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[Bibliothek] Das Selbstverständnis muss sich wandeln

Gestern noch habe ich in persönlichen Gesprächen herausarbeiten können, wo denn nun meine berufliche Zukunft liegen könnte. Die wohl wichtigsten Punkte am Ende waren “Informationskompetenz” und “Medienkompetenz” im Rahmen von Bibliotheken. Kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen.

Passend dazu habe ich via Globolibro einen Link zu “Ready for 2.0? Social technologies in Danish libraries” (Bereit für 2.0? Soziale Technologien in dänischen Bibliotheken) gefunden und fand den folgenden Abschnitt sehr passend. (mit Übersetzung).

If we are to develop a service for the new generation of library users, we have to be visible in a way where ‘digital natives’ consider the library as a natural and relevant help. (Quelle: Web 2.0 in Denmark in the future)

Übersetzung: Wenn wir einen Service für die neue Generation von Bibliotheksbenutzer_innen entwickeln wollen, müssen wir das so gestalten, dass Digital Natives* die Bibliothek als ganz natürliche und relevante Hilfe im Internet betrachten.

Ein Einstieg für Bibliothekar_innen, die sich selbst noch nicht zu den “Digital Natives” zählen aber gerne mit den aktuellen Entwicklungen im Internet Schritt halten möchten ist das Angebot Lernen 2.0 – ein Selbstlernkurs für Bibliothekswesen.

Lambert schreib in seinem Blog sehr treffend: “Sich an dieser Umwälzung nicht zu beteiligen ist keine Alternative.” Also: Beiteiligen!

* Menschen, die im digitalen Zeitalter aufwachsen und damit regelmäßig und ganz selbstverständlich umgehen

Der Zeit voraus? Glaub ich nicht! Internet anders nutzen.

Bild von Daniel F. Pigatto, CC Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 GenericLangsam hege ich meine Zweifel an der Konsistenz der Bezeichnung “Web 2.0“. Ich zweifle nicht an den Inhalten oder gar an den Vorteilen und Möglichkeiten – nein! Die Bezeichnung ist es, die den Menschen scheinbar zu schaffen macht. Vielleicht ist es ja die vermeintliche Versionsnummer “2.0”. Oder aber die Angst sich noch weiter zu entfremden von der “realen Welt”…oder oder oder.

Was aber bedeutet Web 2.0 in deiner Surfkultur?

Die geneigte Internetnutzerin (auch Du!) bevorzugt tolle Webdienste. Zum Beispiel:

  • Wikipedia. Tolle Inhalte, qualitätiv hochwertig.
  • Rezensionen bei Amazon. Tolle Hilfestellungen zur Kaufentscheidung.
  • Foren. Ein Problem – eine Lösung.
  • StudiVZ (hier gibts kein Link von mir). Die Hälfte aller Studierenden sind drin!

Was die meisten Nutzerinnen dabei nicht wissen ist, dass engagierte Menschen (Laien und Profis gleichermaßen) sich aktiv an der Erstellung der Inhalte beteiligen. Dass sich Menschen vernetzen, weil sie selber nicht mehr nur konsumieren sondern selbst produzieren wollen. Kunst, Kultur und Gesellschaft beeinflussen. Eine “heimliche Medienrevolution” sozusagen.

Warum also? Teilen macht Spaß! Ich und das Web 2.0.

Du beschäfftigst dich mit interessanten Themen, z.B. Leseförderung? Informiere mich!

  • Teile dein Wissen mit Menschen die sich dafür interessieren. Du freust dich doch auch jedes mal wenn du im Internet die Informationen findest, die du suchst. Höre auf zu konsumieren. Stelle selber Informationen ins Netz. Teile! (Hilfestellung: Blogs in Plain English)

Du fotografierst gerne? Zeige es mir!

  • Teile deine Bilder mit Menschen, die sich für Fotografie interessieren. Nicht jede ist eine Fotografin. Nicht jede erfüllt die hohen künstlerischen oder technischen Standarts. Na und? Wenn du die Bilder nur bei dir im Schrank zu stehen hast, wundere dich bitte nicht über das fehlende Feedback. Höre auf zu konsumieren. Teile! (Hilfestellung: Fotosharing in Plain English)

Du bist mit offenen Augen im Netz unterwegs? Hilf mir!

  • Teile deine Fundstücke mit Menschen, die sich für gute Informationen interessieren. Nicht jede Nutzerin, kann auf den ersten Blick erkennen, ob ein Link bei Google Müll enthält ist oder nicht? Nicht alle können so wunderbar mit Informationen umgehen wie du. Höre auf zu konsumieren und mache deine Bemühungen für andere Sichtbar. Du findest eine Seite informativ, dann sammel diese ein einer für andere zugängliche Weise. Teile! (Hilfestellung: Social Tagging in Plain English)

Bibcamp Abspann

es ist ja jetzt schon ein Wochenende her aber ich wollte trotzdem noch ein paar letzte Bemerkungen zum Bibcamp loswerden. Nachdem Danilo im Weblog der Genderbibliothek bereits über unser Engagement auf dieser ersten Unkonferenz gesprochen hat, Edlef Stabenau mit Hilfe von Flickr-Bildern einen tollen Abspann für eine gelungene Veranstaltung erstellt hat und alle anderen (hier oder hier …) sich auch geäußert haben, fass ich meine Eindrücke kurz zusammen.

Kritik am Web 2.0 respektive Bibliothek 2.0

In diesem Slot ging es vornehmlich um eine mögliche Kritik am Web 2.0 und der Angst, dass sich der Begriff und die Idee hinter “Bibliothek 2.0″ und “Web 2.0″ mit der Zeit und steigender Beanspruchung selbst verbrennt oder totläuft.

So nachvollziehbar und ängstlich das ganze ja auch klingt, denke ich, dass es für Bibliotheken und Bibliothekar_innen sehr wichtig ist die veränderte Netzstruktur, hin zu einem “Mit-Mach-Netz”, zu erkennen und sie zu nutzen. Viele Nutzer_innen haben Email, Instant Messanger, Facebook, StudiVZ… kurzum sind Teil des “Social Web” (soziales Internet).

Gender 2.0

Bei diesem Slot gaben Danilo und ich einen Input für die Anwesenden. Wir stellten die Genderbibliothek und ihre Web 2.0 Angebote vor und präsentierten unseren Moodlekurs zur Informationskompetenz.

Auffällig war dabei, dass wir uns zwar mit den Web 2.0 Angeboten eingehend beschäftigten aber kaum den Begriff “Web 2.0″ verwendeten. Wir beschäftigten uns mit Webangeboten die nützlich für Nutzer_in und Bibliothekar_in gleichermaßen sind.

Durch den offensiven und positiven Umgang mit dem Internet und seinen Möglichkeiten hatte ich in keinem Moment das Gefühl, dass irgendetwas verbrennen oder sich totlaufen würde.

Fazit

Der Umgang mit dem Internet und seinen vielfältigen Möglichkeiten Kommunikation zu ermöglichen, erfordert immer auch eine überzeugte Begeisterung aller Beteiligten – mehr eigentlich nicht.

Berlin ist wirklich sehr groß! Der Brand in der Berliner Philharmonie? Von mir vollkommen unbemerkt.

Diese lange Überschrift musste einfach sein um meine Faszination darüber auszudrücken, dass ich in Berlin lebe, dass ich zwischen 14-16 Uhr in Berlin Mitte war und dass ich nichts vom Feuer in der Berliner Philharmonie mitbekommen habe. Denn:

“Eine dichte gelbe Qualmwolke, die sich über dem Dach ausgebreitet hatte, war kilometerweit zu sehen.” (Quelle: Netzeitung)

und

Der Brand war gegen 14.00 Uhr ausgebrochen und hatte sich auf etwa 1600 Quadratmeter im Dachstuhl ausgedehnt. Er bedrohte das weltberühmte Konzerthaus sowie zahlreiche kostbare Musikinstrumente, die nicht wiederbeschaffbar gewesen wären.” (Quelle: Netzeitung)

Zu sehen ist ein Quartett mit Instrumenten draußenDas erinnerte mich schlagartig daran, dass ich mir auf und nach dem Bibcamp in Berlin und Potsdam so dachte, dass es mir zeitlich und kongnitiv überhaupt nicht möglich sein kann alles zu lesen, zu testen, zu bloggen oder auzuprobieren was das Web 2.0 so hergibt.

Und da wären wir wieder beim Thema und meiner nächtlichen These: Wenn Berlin das Web 2.0 wäre, dann bräuchte ich ewig um zu Fuß oder Fahrrad das gesamte Gebiet abzugrasen. Wenn ich dann alles gesehen habe, muss ich aber von vorne Anfangen, denn in Berlin wird immer und überall gebaut. Alles Beta sozusagen

Um die Geschichte abzuschließen – von einem Brand hab ich nichts mitbekommen und die erste Meldung hatte ich von Text & Blog im Twitter. Interessant dieses Twitter.

“Die Heide ruft” – Dokumentarfilm 2.0 (CC – was sonst)

Logo zum Fulmprojekt DisgenderbilityDas erste Bibcamp in Berlin und Potsdam ist vorbei – Zeit zum Luft holen bleibt aber kaum…

Unser Filmprojekt “Die Heide ruft – Sexualbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen” geht nach einer kürzeren Pause wieder mit ihren Filmemacher_innen auf “Tour“. Eigentlich wollten wir nur noch eine Veranstaltung im Monat machen, da uns schlicht die Zeit fehlt, aber im Mai geht es nocheinmal richtig los.

Am Wochenende haben wir viel über Web 2.0, Lizenzen und freie Zugänglichkeit gesprochen. Alles Dinge, die wir mit unserem Film, über das Filmische hinaus, versucht haben umzusetzen:

  • Präsentation des Projektes über einen Weblog
  • Verwendung einer Creativ Commons Lizenz
  • freie Verfügbarkeit des gesamten Films im Internet

Und die Zahlen (seit Februar über 10.000 Besucher_innen auf disgenderbilty.de… – mehr dazu auf unserem Blog) sprechen für sich, wenn man sich überlegt, dass es sich hierbei um ein studentisches Filmprojekt handelt.

Und hier nochmal der Trailer für alle die wissen wollen was auf sie zukommt im Mai :)