[Praktikum] Wikis und Projektarbeit?

projekt_mit_wikiProjektarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Menschen zusammen an einem Projekt arbeiten. Sie erarbeiten Konzepte, spielen mit Ideen, verfassen Texte, verwalten Daten usw…. Dabei arbeiten sie selten synchron, d.h. zur gleichen Zeit.

Aussagen wie: “Ich komme morgen erst um zwei Uhr, aber auch nur kurz” oder “Wir sehen uns erst wieder am Mittwoch” machen es unglaublich schwierig die verschiedenen Gedanken zur gleichen Zeit produktiv zusammenzubringen.

Die elektronische Kommunikation läuft zu einem großen Teil über zwei Wege:

  • Emails
  • extra Laufwerke

Ergebnis der Projektarbeit ohne Wikis:

projekt_ohne_wiki

Im Laufe der Projektzeit ergeben sich viele Fragen:

  • Wer hat jetzt die Mail von XY bekommen?
  • Hatte ich dir die Mail nicht geforwarded?
  • Welches Dokument ist den jetzt das neuste?
  • Wer hat als letztes daran gearbeitet?
  • Sind die neusten Zahlen schon eingearbeitet?

Das Problem dabei ist, dass sich das Medium Email bei der Projektkoordination bereits überholt hat. Warum? Siehe Bild oben? Die extra Laufwerke sind meistens schöne große Speichermedien, werden regelmäßig gesichert und alle haben darauf Zugriff. Toll. Aber: Die Benachrichtigung fehlt. Was hat sich wann und wie genau verändert. Kernpunkte guter Projektarbeit.

Elektronische Kommunikation kann auch anders laufen. Nachvollziehbar, effizient, asynchron… Wie?

  • mit einem Wiki!

Ergebnis der Projektarbeit mit Wikis:

projekt_mit_wiki

Die oben gestellten Fragen ergeben sich nun nicht mehr weil:

  • jedes Dokument ist in den jeweiligen Version vorhanden. Änderungen können verfolgt werden und bei Bedarf rückgängig gemacht werden.
  • Änderungen werden mir per Mail mitgeteilt.
  • Es gibt immer nur ein Dokument (alle Versionen sind aber gespeichert)

Was das alles mit meinem Praktikum zu tun hat, schreibe ich morgen an dieser Stelle. Eins vorweg. Es hat was mit Wikis zu tun :)

Weitere Links:

Weitere Informationen:

Die Grafiken stehen unter einer Creativ Commons Lizenz: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten. So Please Get Creative! Copy & Paste? Ja Bitte! Danke an die Open Clipart Gallery für die tollen Icons und die freie Verfügbarkeit! Die Idee für die erstellten Grafiken stammen aus dem Film “Wikis in Plain English“.

[Bibliothek] Das Selbstverständnis muss sich wandeln

Gestern noch habe ich in persönlichen Gesprächen herausarbeiten können, wo denn nun meine berufliche Zukunft liegen könnte. Die wohl wichtigsten Punkte am Ende waren “Informationskompetenz” und “Medienkompetenz” im Rahmen von Bibliotheken. Kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen.

Passend dazu habe ich via Globolibro einen Link zu “Ready for 2.0? Social technologies in Danish libraries” (Bereit für 2.0? Soziale Technologien in dänischen Bibliotheken) gefunden und fand den folgenden Abschnitt sehr passend. (mit Übersetzung).

If we are to develop a service for the new generation of library users, we have to be visible in a way where ‘digital natives’ consider the library as a natural and relevant help. (Quelle: Web 2.0 in Denmark in the future)

Übersetzung: Wenn wir einen Service für die neue Generation von Bibliotheksbenutzer_innen entwickeln wollen, müssen wir das so gestalten, dass Digital Natives* die Bibliothek als ganz natürliche und relevante Hilfe im Internet betrachten.

Ein Einstieg für Bibliothekar_innen, die sich selbst noch nicht zu den “Digital Natives” zählen aber gerne mit den aktuellen Entwicklungen im Internet Schritt halten möchten ist das Angebot Lernen 2.0 – ein Selbstlernkurs für Bibliothekswesen.

Lambert schreib in seinem Blog sehr treffend: “Sich an dieser Umwälzung nicht zu beteiligen ist keine Alternative.” Also: Beiteiligen!

* Menschen, die im digitalen Zeitalter aufwachsen und damit regelmäßig und ganz selbstverständlich umgehen

[Sprache] Geschlechtergerechte Sprache in Blogs

Der (Danke an Markus) Das Blog “BibliothekarInnen sind uncool” wird von Studierenden der Fachhochschule Potsdam, Fachbereich 5 – Informationswissenschaften und des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin betrieben.

Leider gibt es jetzt eine Abstimmung bei “Doodle” die klären soll, welche Bennenungsform denn nun gewünscht ist. Die Abstimmung läuft und ich habe mich bereits positioniert. Ich würde meine Blogleser_innen bitten sich ebenfalls zu positionieren. Als abstimmen: doodle.ch/yyh6vp535beki8kx

Ich habe für die zweite Version “BibliothekarInnen sind uncool” gestimmt. Warum? Aus Überzeugung. Einen ausführlichen Beitrag gibt es bei Danilola (bitte auch die Literaturliste beachten!):

auf vereinzelte interventionsversuche und auf die deutlich formulierte kritik an der verwendung sexistischer sprache im bibliothekswesen wurde bisher eher abweisend begegnet. (Quelle: danilola)

Die Idee eine Abstimmung zu machen stößt bei mir aber nicht auf große Gegenliebe, da die Verwendung geschlechtergerechter Sprache keinesfalls eine Frage der “Coolness” ist. Vielmehr ist die Nennung beider Geschlechter vielen ein Dorn im Auge, da sie ja der festen Überzeugung sind, Frauen mitzumeinen. Es ist eine sehr politische Frage.

Neben diesen gönnerhaften Belehrungen, dass es wohl Wichtigeres gebe als sprachliche Gleichbehandlung, gehört zusätzlich das Problematisieren und Erschweren eines alternativen nicht-sexistischen Sprachgebrauchszum Repertoire der Diskriminierungsstrategien. (klösch-melliwa, s. 447)

Im bibliothekarischen Bereich gibt es an dieser Stelle Nachholebedarf. Eine Umbennung wäre ein gewaltiger Rückschritt in meinen Augen. Wenn es selbst Facebook.com hinbekommt, das “Binnen I” zu verwenden, sollten Studierende längst ein paar Schritte weiter sein.

Also ran an die Tasten und abstimmen: doodle.ch/yyh6vp535beki8kx

Der Zeit voraus? Glaub ich nicht! Internet anders nutzen.

Bild von Daniel F. Pigatto, CC Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 GenericLangsam hege ich meine Zweifel an der Konsistenz der Bezeichnung “Web 2.0“. Ich zweifle nicht an den Inhalten oder gar an den Vorteilen und Möglichkeiten – nein! Die Bezeichnung ist es, die den Menschen scheinbar zu schaffen macht. Vielleicht ist es ja die vermeintliche Versionsnummer “2.0”. Oder aber die Angst sich noch weiter zu entfremden von der “realen Welt”…oder oder oder.

Was aber bedeutet Web 2.0 in deiner Surfkultur?

Die geneigte Internetnutzerin (auch Du!) bevorzugt tolle Webdienste. Zum Beispiel:

  • Wikipedia. Tolle Inhalte, qualitätiv hochwertig.
  • Rezensionen bei Amazon. Tolle Hilfestellungen zur Kaufentscheidung.
  • Foren. Ein Problem – eine Lösung.
  • StudiVZ (hier gibts kein Link von mir). Die Hälfte aller Studierenden sind drin!

Was die meisten Nutzerinnen dabei nicht wissen ist, dass engagierte Menschen (Laien und Profis gleichermaßen) sich aktiv an der Erstellung der Inhalte beteiligen. Dass sich Menschen vernetzen, weil sie selber nicht mehr nur konsumieren sondern selbst produzieren wollen. Kunst, Kultur und Gesellschaft beeinflussen. Eine “heimliche Medienrevolution” sozusagen.

Warum also? Teilen macht Spaß! Ich und das Web 2.0.

Du beschäfftigst dich mit interessanten Themen, z.B. Leseförderung? Informiere mich!

  • Teile dein Wissen mit Menschen die sich dafür interessieren. Du freust dich doch auch jedes mal wenn du im Internet die Informationen findest, die du suchst. Höre auf zu konsumieren. Stelle selber Informationen ins Netz. Teile! (Hilfestellung: Blogs in Plain English)

Du fotografierst gerne? Zeige es mir!

  • Teile deine Bilder mit Menschen, die sich für Fotografie interessieren. Nicht jede ist eine Fotografin. Nicht jede erfüllt die hohen künstlerischen oder technischen Standarts. Na und? Wenn du die Bilder nur bei dir im Schrank zu stehen hast, wundere dich bitte nicht über das fehlende Feedback. Höre auf zu konsumieren. Teile! (Hilfestellung: Fotosharing in Plain English)

Du bist mit offenen Augen im Netz unterwegs? Hilf mir!

  • Teile deine Fundstücke mit Menschen, die sich für gute Informationen interessieren. Nicht jede Nutzerin, kann auf den ersten Blick erkennen, ob ein Link bei Google Müll enthält ist oder nicht? Nicht alle können so wunderbar mit Informationen umgehen wie du. Höre auf zu konsumieren und mache deine Bemühungen für andere Sichtbar. Du findest eine Seite informativ, dann sammel diese ein einer für andere zugängliche Weise. Teile! (Hilfestellung: Social Tagging in Plain English)

Web 2.0 und Bibliothek 2.0 eine Liaison? Bibcamp 2008

160520081459Eine erste Frage, die auf dem Bibcamp für Diskussionsbedarf sorgt, ist die nach dem Sinn vom “2.0” Begriff. (Und hier auch gleich der Beitrag von Danilola-was sind kritikpunkkte an einer bibliothek 2.0???.

  • Inwiefern brennt man den Begriff des Web 2.0 ab, wenn man ihn immer wieder verwendet?
  • Wie werden die Belange der Bibliothek 2.0 vermittelt und welchen Vorteil bringt das?
  • Web 2.0 und Nutzer_innen, welche Möglichkeiten ergeben sich? Ergeben sich überhaupt Möglichkeiten?
  • Bibliothek 2.0 als Schlachtruf? Welche Schlacht? Bibliothek 1.0 vs. Bibliothek 2.0?

In diesem Zusammenhang muss ich unweigerlich an das Manifest der Bibliothekar_in 2.0 denken. Für mich liegt das Problem nicht auf der technischen Seite sondern in den Köpfen. Die Technik ist bereits entwickelt, die Köpfe finden sich in allen Bibliotheken. Jetzt muss nur noch die Technik in die Köpfe. Sinnbildlich gesprochen.

Ich erkenne, dass das Universum der Informationskultur sich schnell ändert und dass Bibliotheken auf diese Änderungen positiv reagieren müssen, um Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Benutzer_innen benötigen und wünschen.

Wer muss sich auf wen einstellen? Bibliotheken vs. Nutzer_innen!

  • Müssen sich die Nutzer_innen auf die Bibliothek einstellen?
  • Müssen sich die Bibliotheken auf die Nutzer_innen einstellen

Die Frage kann ich mir nur ganz pragmatisch beantworten. Viele Nutzer_innen haben DSL. Die meisten kennen Google, Wikipedia, Foren, Communities. Viele Nutzer_innen gehen aber auch in die Bibliothek, zumindestens wenn wir dem Fakt glauben wollen, dass die Bibliotheken in Berlin die am meisten genutzt Kultureinrichtung ist. Diese zwei Lebenswelten lassen sich nicht voneinander trennen. Sie gehören zusammen.

Die Bibliotheken müssen sich auf die Nutzer_innen einstellen, da sie für ihren Informationsbedarf zuständig sind. Die Nutzer_innen müssen auf die Bibliothek zugehen, wenn sie brauchbare und umfassende Informationen haben wollen. Web 2.0, so hieß es hier eben, heißt sich sozial zu vernetzen. Wie wäre es, wenn sich Mitarbeiter_innen und Nutzer_innen sozial vernetzen würden und sie voneinander lernen?

Gerade gehört: ein Beschwerdebuch. Nutzer_innen können ein Kommentar zu einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Dienstleistung hinterlassen und die Mitarbeiter_innen müssen darauf reagieren. Leider kenne ich den Link nicht zum Weblog :-(

…und dann ist es mit der Diskussion auch schon wieder vorbei.

160520081459

Genderbibliothek @ Bibcamp 2008

Ich sitze gerade neben Danilo auf der Bibcamp Unkonferenz und derzeitig sind wir bei der Themenfindung und bei der Vorstellungsrunde angekommen. Die Genderbibliothek und ihre gesammelten Web 2.0 Angebote (Weblog, Librarything) habe ich in den Bibcamp-Themenpool geschmissen. Bin gespannt, ob wir morgen die Möglichkeit haben das Thema “Genderbibliothek 2.0″ besprechen können.

Ich bin darüber hinaus sehr überrascht, dass die Teilnehmer_innen ihre Projekte vorstellen, die sie nicht unbedingt vorbereitet haben. Ich hatte auch nicht daran gedacht die Genderbibliothek so direkt vorzustellen. Aber irgendwie war mir danach.

Ich habe die ersten Bilder auf Flickr hochgeladen. Sind auch in der Navigationsleiste des Weblogs verlinkt.

Bibcamp – heute geht es los

Heute startet das Bibcamp in Potsdam und Berlin. Ich bin ganz ehrlich gespannt was uns erwarten wird.

Wer es genau wissen will, was uns widerfährt kann ja bei meinem Twitter Account reinschauen. Sollte es technisch möglich sein, werde ich dort und hier im Blog über Aktuelles und Interessantes berichten.