Feeds im E-Reader lesen – bitte vollständig

Mit calibre lassen sich die Neuigkeiten aus Blogs bequem auf den Reader laden. Programm starten > Neuigkeiten runterladen > Reader anstecken > Übertragung startet automatisch. Solche Vorgänge bin ich eigentlich nur von Apple gewohnt und es ist schön zu sehen, dass es auch mit freier Software so unglaublich einfach sein kann.

Schade ist nur, dass viele Blogs ihre Feeds nicht vollständig ausliefern. Auch solche Blogs, die keine Werbung schalten verzichten darauf, ihre Beiträge im RSS-Reader komplett verfügbar zu machen. Mit einem E-Reader ohne 3G bleibt dann nur die Möglichkeit nach Hause zu fahren um dort das WLAN zu nutzen.
So zum Beispiel der VÖBBLOG – http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=23152

[Nachruf?] Buchliest ist tod – es lebe Buchliest!

Am zweiten August 2007 startet ich in der Stadtteilbibliothek Berlin Buch das Projekt Buchliest. In Anlehnung an das Weblog der Jugendbibliothek Solingen versuchte ich ein Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem sich die von Sparzwängen gebeulteten Bibliothek neu und anders profilieren sollte.

Ich schrieb Rezensionen über allerlei DVDs (das ging einfach schneller) und konnte eine Nutzerin sogar dazu bewegen einen Bericht über Isolde Heynes Buch “Hexenfeuer” selbst im Weblog einzustellen. Die Leiterin der Bibliothek übernahm das Bloggen nach dem Ende meines Praktikums.

Das Projekt, so wie ich es konzipiert hatte, bekommt einen Nachruf, weil alle Beiträge aus den Jahren 2007 und 2008 gelöscht wurden. Eine Unachtsamkeit genügt und ein Weblog verarbschiedet sich ins Datennirvana. Das Netz hat Buchliest bereits vergessen.

Jetzt liegt es an der Stadtteilbibliothek Berlin-Buch weiter zu bloggen und das Projekt zu neuem Leben zu erwecken. Ich hoffe, dass es an dieser Stelle weitergeht.

[Wirklich?] 10 Mio Seitenabrufe der Europeana?

Fast schon OffTopic: Als die Europeana gestartet war, schien das Interesse so groß, dass sie abschalten mussten. Nach 10 Mio. Hits (nicht gleichzusetzen mit Besucher_innen! Das waren ganz sicher weniger.) in der Stunde hat sie sich verabschiedet. Immerhin bis Januar 2009. Auf der Seite ist zu lesen:

Aufgrund des überwältigenden Interesses nach ihrem Launch ist die Europeana-Webseite vorübergehend nicht zugänglich (10 Mio. Aufrufe pro Stunde). Wir tun unser Möglichstes, die Leistung zu steigern und Europeana wieder zugänglich zu machen. Europeana wird Anfang 2009 wieder in vollem Umfang verfügbar sein. (Quelle: Europeana)

Ein paar Fragen haben sich bei mir mit der Zeit ergeben:

  • Was isn passiert?
  • Server explodiert?
  • Warum dauert das Aufrüsten solange?
  • Seit wann interessieren sich so viele Leute für Kultur?
  • War es ein automatisierter Angriff auf die Webseite? Aus den eigenen Reihen? Von außerhalb?

Na ja, eins ist ja schon mal klar. Der Vorfall hat viel Werbung generiert und Zeit verschafft, die Europeana weiterzuentwickeln. Ich bin gespannt. Vorschußlorbeeren gabs genug. Es wäre ja schön, wenn mal ein bibliothekarisches Projekt zu Ruhm gelangen würde.

Wer noch mehr lesen möchte kann das in der Inetbib gerne tun.

[Praktikum] Medienetage. Eine Bibliothek nach meinem Geschmack.

Medien@age Ausblick

Medien@age - Ausblicke auf die Prager Straße

Die Medienetage (die eigentlich Medien@age geschrieben wird) ist die Dresdner Jugendbibliothek in der Waisenhausstraße 8. Mein erster Rundgang ist schon vorbei und ich bin schon jetzt ein Fan dieser Bibliothek. Bedingungslose Solidarität mit Bibliotheken halte ich übrigens für sehr wichtig.

Die ersten Punkte, die mir sehr gut gefallen haben gibt es hier:

  • es gibt 12 (in Worten zwölf!) Internetarbeitsplätze
  • die Nutzung dieser Arbeitsplätze ist kostenfrei (Voraussetzung ist ein Nutzerinnenausweis für die städtischen Bibliotheken Dresden für 10€ im Jahr.)
  • auf den Computern ist Linux (Suse 9.2 ist alt aber immerhin Linux!) installiert
  • die Bibliothek ist auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet. Bald soll es Konsolenspiele auszuleihen geben. Toll!
  • du kannst dir hier einen Kaffee für 50Cent kaufen. Trinken kannst du den Kaffee dann in der Sitzecke
  • CD-News gibts zum anhören gleich vorne am Eingang

Später mehr.

Web 2.0 und Bibliothek 2.0 eine Liaison? Bibcamp 2008

160520081459Eine erste Frage, die auf dem Bibcamp für Diskussionsbedarf sorgt, ist die nach dem Sinn vom “2.0” Begriff. (Und hier auch gleich der Beitrag von Danilola-was sind kritikpunkkte an einer bibliothek 2.0???.

  • Inwiefern brennt man den Begriff des Web 2.0 ab, wenn man ihn immer wieder verwendet?
  • Wie werden die Belange der Bibliothek 2.0 vermittelt und welchen Vorteil bringt das?
  • Web 2.0 und Nutzer_innen, welche Möglichkeiten ergeben sich? Ergeben sich überhaupt Möglichkeiten?
  • Bibliothek 2.0 als Schlachtruf? Welche Schlacht? Bibliothek 1.0 vs. Bibliothek 2.0?

In diesem Zusammenhang muss ich unweigerlich an das Manifest der Bibliothekar_in 2.0 denken. Für mich liegt das Problem nicht auf der technischen Seite sondern in den Köpfen. Die Technik ist bereits entwickelt, die Köpfe finden sich in allen Bibliotheken. Jetzt muss nur noch die Technik in die Köpfe. Sinnbildlich gesprochen.

Ich erkenne, dass das Universum der Informationskultur sich schnell ändert und dass Bibliotheken auf diese Änderungen positiv reagieren müssen, um Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Benutzer_innen benötigen und wünschen.

Wer muss sich auf wen einstellen? Bibliotheken vs. Nutzer_innen!

  • Müssen sich die Nutzer_innen auf die Bibliothek einstellen?
  • Müssen sich die Bibliotheken auf die Nutzer_innen einstellen

Die Frage kann ich mir nur ganz pragmatisch beantworten. Viele Nutzer_innen haben DSL. Die meisten kennen Google, Wikipedia, Foren, Communities. Viele Nutzer_innen gehen aber auch in die Bibliothek, zumindestens wenn wir dem Fakt glauben wollen, dass die Bibliotheken in Berlin die am meisten genutzt Kultureinrichtung ist. Diese zwei Lebenswelten lassen sich nicht voneinander trennen. Sie gehören zusammen.

Die Bibliotheken müssen sich auf die Nutzer_innen einstellen, da sie für ihren Informationsbedarf zuständig sind. Die Nutzer_innen müssen auf die Bibliothek zugehen, wenn sie brauchbare und umfassende Informationen haben wollen. Web 2.0, so hieß es hier eben, heißt sich sozial zu vernetzen. Wie wäre es, wenn sich Mitarbeiter_innen und Nutzer_innen sozial vernetzen würden und sie voneinander lernen?

Gerade gehört: ein Beschwerdebuch. Nutzer_innen können ein Kommentar zu einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Dienstleistung hinterlassen und die Mitarbeiter_innen müssen darauf reagieren. Leider kenne ich den Link nicht zum Weblog :-(

…und dann ist es mit der Diskussion auch schon wieder vorbei.

160520081459

Genderbibliothek @ Bibcamp 2008

Ich sitze gerade neben Danilo auf der Bibcamp Unkonferenz und derzeitig sind wir bei der Themenfindung und bei der Vorstellungsrunde angekommen. Die Genderbibliothek und ihre gesammelten Web 2.0 Angebote (Weblog, Librarything) habe ich in den Bibcamp-Themenpool geschmissen. Bin gespannt, ob wir morgen die Möglichkeit haben das Thema “Genderbibliothek 2.0″ besprechen können.

Ich bin darüber hinaus sehr überrascht, dass die Teilnehmer_innen ihre Projekte vorstellen, die sie nicht unbedingt vorbereitet haben. Ich hatte auch nicht daran gedacht die Genderbibliothek so direkt vorzustellen. Aber irgendwie war mir danach.

Ich habe die ersten Bilder auf Flickr hochgeladen. Sind auch in der Navigationsleiste des Weblogs verlinkt.

Bibcamp – heute geht es los

Heute startet das Bibcamp in Potsdam und Berlin. Ich bin ganz ehrlich gespannt was uns erwarten wird.

Wer es genau wissen will, was uns widerfährt kann ja bei meinem Twitter Account reinschauen. Sollte es technisch möglich sein, werde ich dort und hier im Blog über Aktuelles und Interessantes berichten.

Zelten im BibCamp 2.0 – 16.-17.05.2008

http://bibcamp.pbwiki.com/*

Nächstes Wochenende findet das BibCamp 2.0 in Potsdam und Berlin statt. Die Veranstaltung verspricht interessant zu werden, da es sich um ein sogenanntes “barcamp” handelt. Vielmehr Erfahrungsaustausch, weniger Konferenz – und die Hoffnung auf viele interessierte Fachleute zu treffen mit denen mensch nicht über den Mehrwert von Web 2.0 diskutieren muss.

Die Fragen sollen also nicht lauten: “Was ist Web 2.0?” oder “Wozu brauche ich diesen 2.0 Schnick-Schnack?” sondern “Das will ich auch, wie kann ich (können wir) mitmachen?”

Mit all diesen Debatten verbunden sind auch die Ansätze und Prinzipien der Open Source Bewegung, sowohl als Bewegung zur Erstellung Freier Software als auch als gesellschaftliches Projekt, ‘Freie Rede’ (free speech) im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Übergreifendes Schlagwort all dieser Debatten war zumeist die Bibliothek2.0.

OpenSource, Wiki, Weblog, Bibliothek 2.0, Freie Software… das klingt vielversprechend. Ich gehe mit Danilo hin und ich denke, dass auch einiges für die Genderbibliothek dabei abfällt. Ein Webblog hat unsere kleine Bibliothek ja bereits. Seit neustem auch einen Account bei LibraryThing.de. Und trotzdem ist da noch viel Luft nach oben.

Also. Auf ins Bibcamp – weiterbilden und so :)

* BibCamp – Potsdam/Berlin, 16./17. Mai 08 wiki – BibCamp übernimmt die Idee von BarCa… via kwout

Ich war gar nicht mal schlecht – finde ich!

lisa burtchen…und es lief besser als ich dachte. Der Einstand zu meinem Gender-Vortrag (Gender in 15 Minuten zu erläutern ist zugegeben ein eher schwieriges Unterfangen) fiel mir zwar nicht gerade einfach, da die Diskussionen in der vorhergehenden Tagespunkten etwas sehr Bedrückendes hatten aber ich habe mir Mühe gegeben. Zu viele Damoklesschwerter über zu vielen Bibliotheken. Dann das ständige darauf herumreiten, dass immer noch nichts feststehen würde. Eigentlich weiß niemand irgendwas… wie soll es weitergehen… soll es denn überhaupt weitergehen? Ich habe mich gefragt, ob die Informationen nicht eigentlich schon längst da wären, wenn da nicht diese Kompetenz-Kommunikationssperre alles dicht machen würde. Das raubt einem/r die Energie – kann ich mir zumindest vorstellen.

Ich habe dann ein paar Sachen weggelassen, habe das “Manifest der Bibliothekar_in 2.0” nur kurz angerissen und meinen Fokus hinsichtlich des Gender Studium (z.B Disgenderbility und Gender@Wiki) versucht deutlich zu machen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Projekt “Buch liest” der wichtigere Punkt wäre. Etwas für die Zukunft der Bibliothek – weniger für den bedrückenden Ist-Zustand oder die güldenen vergangenen Zeiten.

Ich war am Ende froh, dass ich die Möglichkeit wahrgenommen habe, diesen Vortrag zu halten. Es hat sich zwar als eine Web 2.0 (Bibliothek 2.0) Werbeveranstaltung entpuppt, aber die eine oder andere schien wirklich interessiert! Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek Karow?!

Einträge die Mut machen können: