Ich hatte mir die Sache etwas einfacher vorgestellt. Einfach losschreiben, genial sein, vielleicht sogar bahnbrechend. In den folgenden Tagen traf ich dann eine gute alte Freundin von mir, die Realität. Ich merkte schnell, dass ich so nicht anfangen kann. Ich schrieb ein paar Passagen und dann traf ich eine andere gute Freundin, die Schreibblockade.
Frau Realität machte mir unmissverständlich klar, dass meine Arbeitsweise nicht die Richtige war. Ich nahm mir also meine Broschüre “Wissenschaftliches Arbeiten in den Gender Studies” und nach den ersten Seite wusste ich, dass ich mehr machen muss.
Inzwischen habe ich mehr gelesen und meine Gliederung überarbeitet. Ich habe das ganze Programm etwas eingedampft (danke an danilola). Folgendes ist dabei rausgekommen:
Was sind Blogs? Eine Einführung.
- Geschichtlich – Woher kommen Blogs?
- Technisch – Wie wird geblogt?
- Inhaltlich – Wer blogt was?
Geschichtlich
In diesem Abschnitt will ich zeigen, welchen Ursprung Weblogs im Internet haben und welche Ideen dahinter standen. Daraus lassen sich die Merkmale eines Blogs nachvollziehbar ableiten.
Technisch
Der praktische Teil der Arbeit, soll sich kurz und knapp mit den technischen Möglichkeiten des Bloggens auseinandersetzen. Zum besseren Verständnis werde ich das Schreiben einer Email mit dem Verfassen eines Blogbeitrages vergleichen.
Inhaltlich
Hier will ich der Frage nachgehen, wo, von wem und warum ständig neue Inhalte von Bloggerinnen produziert werden. Welche Rolle spielen dabei Bibliotheken und das selbstgesteuerte Lernen.
Ich habe heute den ganzen Tag gelesen und werde morgen dort weitermachen, wo ich heute aufhöre. Die Lektion des Tages lautet für mich, dass wissenschaftliches Arbeiten keine Magie sondern Organisation bedeutet. Da habe ich noch einiges vor mir.
Einen schönen Abend wünscht,
Mari*us




6. Oktober 2008 um 9:33
na langsam kommt doch schon wasser aus dem schlauch
und danke für die blumen. zu deiner neuen gliederung habe ich selbstverständlich eine anmerkung bzw. frage: wieso vergleichst du bloggen mit dem versenden einer e-mail? sind nicht vergleiche mit der gedruckten bzw. online zur verfügung stehenden presse oder der guten alten starren homepage sinnvoller?
hast du schon die radiotheorie von brecht gelesen? das bringt dich auf jeden fall voran oder mit anderen worten: “Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns // Vor uns liegen die Mühen der Ebenen” (brecht)
6. Oktober 2008 um 9:38
Schwierig ist das auch immer mit dem kleinen, fiesen, imaginären Professor auf der rechten Schulter, der bei jedem Satz den man schreibt “Unwissenschaftlich!” , “Unrelevant!” und “Ungenau!” schreit.
7. Oktober 2008 um 7:47
@danilola der Vergleich von Blogbeitrag und Email soll nur im Hinblick auf die technische Machbarkeit rangezogen werden. Unter dem Motto “Wer Emails schreibt, kann eigentlich auch bloggen”. Der Vergleich mit der online zur Verfügung stehenden Presse und starren Homepages habe ich im dritten Teil anvisiert. Danke für dein Feedback
@ChristinBee ich bin gespannt wie unwissenschaftlich ich dieses mal schreibe. Ich habe da ein nicht zu vernachlässigendes Talent zu
7. Oktober 2008 um 10:19
@ marius
ach so – das kann ich mir vorstellen. obwohl ich dann eher den vergleich wagen würde, wer mit einem textverarbeitungsprogramm arbeiten kann, kann auch bloggen. viel glück beim schreiben
7. Oktober 2008 um 3:16
@danilola ich nehme an, dass ich beim Schreiben merken werden, ob der Vergleich passt oder nicht. Das mit dem Textprogramm ist auch nicht schlecht, allerdings braucht es beim Email schreiben noch weniger Voraussetzungen. So zumindestens meine Erfahrungen. Danke für dein regelmäßiges Feedback.